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“Ach wenn’s mir doch gruselte!”

von zvab
Dracula von Bram Stoker

Dem verzweifelten Ausruf Von Einem, der auszog, das Fürchten zu lernen (enthalten in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm) ist schon seit langer Zeit Abhilfe geschaffen. Denn um sich zu gruseln, genügt es, sich einen der größten Klassiker der Vampirgeschichten vorzunehmen: Dracula von Bram Stoker.

Anlässlich des 100. Todestages des irischen Schriftstellers hat Carsten Tergast die Karriere des „one hit wonders“ unter die Lupe genommen.

Im ZVAB-Special berichtet er von den Geschichten, die Mutter Charlotte dem kleinen Bram in Kinderjahren erzählte, von Bram Stokers Zeit als Theaterkritiker, während der er Berühmtheiten wie Sir Arthur Conan Doyle kennen lernte, und davon, was heutige Vampirautoren wie Stephenie Meyer vom großen Meister noch lernen müssen.

Außerdem: Pünktlich zum Gedenktag erscheinen zwei neue Übersetzungen des Klassikers, von Andreas Nohl (Steidl Verlag) und von Ulrich Bossier (Reclam Verlag).

16. April 2012

Antje Babendererde in La Push – ohne Werwölfe!

von bardola

Antje Babendererde schrieb mehrere Romane für Erwachsene, die bei den nordamerikanischen Indianern spielten. Dieses Thema – Indianer – wurde immer wieder mit Kindern- und Jugendlichen in Verbindung gebracht und die Autorin demzufolge zu Schullesungen eingeladen. „Aber welch 13- oder 14-Jähriger interessiert sich für die Sorgen und Nöte von 40-jährigen Protagonisten? Also wurde ich wiederholt gebeten: ‚Schreib doch mal etwas für Jugendliche!’”, erinnert sich Babendererde. Sie wand sich, dachte, sie könne das nicht, und war der Meinung, sie müsste ihren Schreibstil ändern. Zudem sorgte sie sich, sie könnte die Probleme, die ihr wichtig sind, in einem Jugendbuch nicht so zum Tragen bringen. „Durch Zufall las man im Arena Verlag meinen Erstling Der Pfahlschnitzer und war sehr angetan: ‚Frau Babendererde, schreiben Sie uns doch mal ein Jugendbuch!’, schlug die Cheflektorin Frau Röhrig vor.” Ein Jahr später wurde die Sache konkret: Um Wale sollte es gehen; und so schrieb Antje Babendererde Der Gesang der Orcas. Das Buch wurde ein Überraschungserfolg.

Mein größtes Problem war meine Traurigkeit. Das zweitgrößte war ich selbst: Sofie Tanner, fünfzehn Jahre alt, rothaarig und sommersprossig, von den meisten meiner Klasse für merkwürdig und eigenbrötlerisch gehalten.

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14. September 2009