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Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher

Maxim Gorki, Der Romantiker und Revolutionär

von wietek

Maxim Gorki (weitere Schreibweisen des Namens: Maksim Gork’ij oder Gorkij), geboren am 16. März (nach dem alten vorrevolutionären Kalender) bzw. 28 März (nach dem heute gültigen Kalender) 1868 in Nischni-Nowgorod und gestorben am 18. Juni 1936.
Sein eigentlicher Name, auf den er getauft wurde, lautet Alexej Maximowitsch Peschkow. Das Pseudonym nahm er erst an, als seine erste Erzählung »Makar Tschudra« veröffentlicht werden sollte; mit dem Namen „Maxim“ wollte er an seinen früh verstorbenen Bruder erinnern, und russisch „gorki“ heißt „der Bittere“, der Spitzname, den sein Vater wegen seiner spitzen Zunge gehabt hatte.
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5. November 2007

Nina Nikolajewna Berberowa

von wietek

Nina Nikolajewna Berberowa (Berberova, Betonung auf der zweiten Silbe) entwickelte sich schon in ihrer Kindheit zu einer starken Persönlichkeit und war bürgerlich-liberal, antifeudal eingestellt.
In ihrer Belletristik ist sie eine typische Vertreterin der Emigranten-Schriftsteller. Ihre Einstellung zum Leben jedoch war keineswegs die eines typischen, vom Schicksal geschlagenen Emigranten. In ihrem 1978 verfassten Buch »Železnaja ženšcina« (deutsch Baronin Budberg) beschreibt sie ihre einzige Gemeinsamkeit mit Marija (von Gorki Mura genannt) Budberg, mit der sie drei Jahre (1922-1925) bei Gorki unter einem Dach gelebt hatte, so: “Wir hatten beide, jede auf ihre Art, ein für allemal beschlossen, nicht mehr in unser Höhlendasein zurückzukehren, und wir kannten beide die Momente, in denen wir die Verantwortung übernehmen und eine Wahl treffen mussten. Und unsere Handlungsweise sahen wir nicht wie eine Kette weiblicher Launen an oder wie die allgemeinen Sünden der Epoche oder als Ergebnis unzulänglicher Lebensumstände, sondern als Teil unserer selbst, für den wir persönlich verantwortlich waren.” An anderer Stelle sagte sie einmal, dass sie sich bis 1953 als Verbannte, voller Angst vor Stalin, nach seinem Tod jedoch als Gesandte der russischen Kultur gefühlt habe.

Zur Zeit des Hitler-Stalin-Paktes und nach dem Angriff Hitler-Deutschlands auf die Sowjetunion herrschte in den Emigrantenkreisen große Unruhe: Auf der einen Seite der verhasste Stalin, auf der anderen der Angriif auf das eigene Volk, eine Wahl zwischen zwei rabenschwarzen Übeln. Die Emigrantengemeinde zersplitterte in Gegner und Befürworter, die sich gegenseitig mit Verdächtigungen und Vorwürfen überschütteten. Auch Berberowa geriet – zumindest im Nachhinein – zwischen diese gewaltigen Mühlsteine.

Als Journalistin recherchierte sie sehr genau, klar und nüchtern, blieb aber bei ihrer belletristischen Ausdrucksweise, was ihren Berichten eine große Farbigkeit verleiht, und diese dadurch spannend zu lesen sind.
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15. October 2007

Russische Schriftsteller der Emigration(en)

von wietek

Ohne die vielen russischen Dichter, Komponisten, Musiker und Künstler aus dem 18. und 19. Jahrhundert ist die europäische und besonders die deutsche Kultur nicht denkbar – und selbst danach, zu Beginn bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts, haben die verschiedenen Emigrantenwellen ungeheuer befruchtend auf unser Geistesleben gewirkt, – wieweit das auch für die neueren Wellen gilt, wird man erst rückblickend sagen können.
In Russland waren Politik und Literatur schon immer eng miteinander verquickt; Dichter waren weit mehr als im Westen das soziale Gewissen der Nation. Schon Puschkin, der für den Beginn der russischen Literatur steht, musste leidvolle Erfahrungen hinnehmen. Es gab aber auch niemanden, der diese Aufgabe in einem absolutistischen Staat hätte erfüllen können. Ganz offensichtlich wurde dies bei den Revolutionären Majakowski, Fürst Kropotkin, Gorki (der differenzierter zu beurteilen ist) und vielen mehr. Viele Dichter gingen, auch ohne Revolutionär geworden zu sein, in die Verbannung nach Sibirien oder wurden im günstigsten Fall aus den Metropolen und damit aus der Gesellschaft verbannt.
Das heißt, Politik ist in Russland (bis heute) aus der Literatur nicht weg zu denken und wird daher auch immer wieder Thema sein.
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13. September 2007

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