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Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher

Elfriede Jelinek 60. Geburtstag

von zvab
Jelinek

2004 wurde Elfriede Jelinek mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet: “für den musikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen in Romanen und Dramen, die mit einzigartiger sprachlicher Leidenschaft die Absurdität und zwingende Macht der sozialen Klischees enthüllen”, wie es in der Begründung der Jury heißt.

Die am 20.10.1946 in Mürzzuschlag (Österreich) geborene Autorin gilt als radikale Feministin und Provokateurin. Mutig übt sie in ihren Werken scharfe Kritik an der Klassen- und Männergesellschaft sowie an Fremdenfeindlichkeit und nationalsozialistischer Vergangenheit.

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24. October 2006

Anthony Burgess: Der Hexenmeister aus Manchester

von faure

Es ist ein ärztliches Urteil, dem wir – so heißt es wenigstens – das Erwachen eines der bedeutendsten literarischen Genies des vergangenen Jahrhunderts zu verdanken haben: Der am 25. Februar 1917 in Manchester geborene Lehrer für Englische Literatur John Anthony Burgess Wilson erhielt 1959 die verheerende Diagnose, an einem inoperablen Gehirntumor zu leiden: Er möge sich innerhalb der nächsten 12 Monate schon auf sein Ableben gefaßt machen, bedeutete ihm der Arzt. (Weiterlesen …)

17. September 2006

Ethan Hawkes: "Hin und weg" und "Aschermittwoch" – Glanzlichter moderner Jugendliteratur

von bardola

Ethan Hawke lebte mit seiner Frau, der Schauspielerin und Produzentin Uma Thurman und den gemeinsamen zwei Kindern einige Jahre in New York. Kurz nach Erscheinen seines zweiten Romans Aschermittwoch trennten sie sich und ließen sich 2004 scheiden. Welche Stufe ihre Beziehung wohl erlangt haben mag?

Dass Ethan Hawke sowohl vor der Kamera als auch am Schreibtisch Talent hat, ist unbestritten. Seine verschiedenen Ausdrucksformen befruchten sich gegenseitig. Als 18-Jähriger spielte er in Club der toten Dichter einen der Schüler, die Robin Williams für die Literatur begeistert. Im richtigen Leben, im Englischunterricht, hatte Hawke dank Salingers Fänger im Roggen schon Feuer gefangen und schrieb fortan selbst Kurzgeschichten. Seine beiden bisher erschienenen Romane sind Glanzlichter moderner Jugendliteratur. (Weiterlesen …)

17. September 2006

Leo Tolstoi

von zvab
Leo Tolstoi

Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich.” (Anfang des Romans Anna Karenina)

Das Hauptwerk von Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi, der am 9. September 1828 in Jasnaja Poljana bei Tula geboren wurde, bilden zwei epochale Romane von Weltruhm: Krieg und Frieden (1868/69) und Anna Karenina (1877/78). Fünf Jahre arbeitete Tolstoi an dem Roman über Ehe und Moral in der adligen russischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. Die umfang- und detailreiche Handlung des achtteiligen Romanepos beginnt und endet mit einem tragischen Tod auf Eisenbahnschienen – Tolstoi wurde anscheinend durch die Lektüre eines Zeitungsartikels über einen solchen Tod zu dem Roman inspiriert.
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16. September 2006

Patrick Süskind: Das Parfum

von zvab
Das Parfum

Paris, 17. Juli 1738: Am “allerstinkensten Ort” der Stadt beginnt Das Parfum, der Debütroman von Patrick Süskind. Jean-Baptiste Grenouille, Geruchsgenie, Mörder und alles in allem eine der „genialsten und abscheulichsten Gestalten” seiner Epoche, wird auf dem Pariser Fischmarkt zwischen stinkendem Abfall und menschlichen Exkrementen geboren. Von der Mutter verlassen wächst er als Findelkind auf und beginnt schon früh seine Jagd: Die Jagd nach dem perfekten Parfum, für das er über Leichen geht. Selbst ohne Eigengeruch, tötet er, um das zu bekommen, was ihm selbst Zeit seines Lebens verwehrt bleiben soll: eine eigene, duftende Identität – und Liebe. (Weiterlesen …)

1. September 2006

Marcel Proust 135. Geburtstag

von zvab

Marcel Prousts monumentales siebenbändiges Romanwerk Auf der Suche nach der verlorenen Zeit zählt zu den größten Romanen des 20. Jahrhunderts. Das mehr als 3000 Seiten umfassende Werk, das – die Vorbereitungszeit mit eingerechnet – in einem Zeitraum von ca. 20 Jahren entstand, ist wahrscheinlich leider das am seltensten vollständig gelesene. Zu literarischer Berühmtheit hat der Autor vor allem einem Gebäckstück verholfen: der Petite Madeleine.
Die Madeleines dienen dem Protagonisten als Schlüssel, der ihm für immer verschlossen geglaubte Türen in seinem Inneren öffnet und so Zugang zu den Erinnerungen seiner Kindheit gewährt. In der vielzitierten Episode löst ein Sinneseindruck, der Geschmack des Kuchens in Verbindung mit Lindenblütentee, beim Erzähler ein erhebendes Glücksgefühl aus und setzt bei ihm damit einen unwillkürlichen Erinnerungsprozeß in Gang: (Weiterlesen …)

10. July 2006

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