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Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher

Edwin A. Abbott: Flächenland – Ein mehrdimensionaler Roman

von bardola

Es war der letzte Tag des Jahres 1999 … Ich saß neben meiner Frau und dachte über die Ereignisse des vergangenen Jahres nach und über die Aussichten des kommenden, über das kommende Jahrhundert und über das kommende Jahrtausend … Nur wenig Sand war noch in dem Halbstundenglas übrig. Ich erhob mich aus meinen Gedanken und drehte die Sanduhr zum letzten Mal im alten Jahrtausend nach Norden …
Edwin A. Abbotts Quadrat hat sich in der Sylvesternacht auf den Weg durch fremde Welten gemacht. Der Traum vom Linienland und die Reise durch das Punkt- und das Raumland gehören zu den faszinierendsten Leseerlebnissen für Jung und Alt. Abbotts „Flatland. A Romance of Many Dimensions“ erschien erstmals in England im Jahr 1884. Doch das ist nicht der Hauptgrund für die überraschende Ausdrucksweise des Ich-Erzählers, eines alten Quadrates, das die nur einmal alle tausend Jahre wiederkehrende Chance erhält, eine neue Dimension kennen zu lernen. Seine Welt, die nur Länge und Breite, also nur die ersten beiden, jedoch nicht die Höhe, die dritte Dimension, kennt, ist der Grund dafür, dass das Stundenglas nicht auf den Kopf gestellt werden kann. Sein Land ist flach wie ein Blatt Papier. Darauf leben Linien, Kreise, Dreiecke und viele andere zweidimensionale Figuren wie Schatten, unfähig aufzusteigen oder abzutauchen. Doch sie ahnen nichts von diesem Mangel und können sich weder Höhe noch Tiefe vorstellen. (Weiterlesen …)

1. October 2007

Salman Rushdie zum 60. Geburtstag – "Redefreiheit ist das Entscheidende"

von zvab
Salman Rushdie
  Salman Rushdie

Berühmt, berüchtig, geehrt und gejagd. Mit Die satanischen Verse sicherte sich Salman Rushdie (*19. Juni 1947 in Bombay) 1988 einen Platz in der Liste weltberühmter Schriftsteller – und spaltete die Geister. Die in den Alpträumen eines Protagonisten beschriebene Lebensdarstellung des Propheten Mohammed empörte Teile der muslimischen Welt. Der damalige iranische Staatschef Khomeini setzte infolge dessen am 14. Februar 1989 ein Kopfgeld von über drei Millionen Dollar auf den Schriftsteller aus. Begründet wurde diese Fatwa damit, das Buch sei „gegen den Islam, den Propheten und den Koran“. (Weiterlesen …)

18. June 2007

Du Maurier Daphne – 100. Geburtstag

von zvab
Daphne Maurier
  Daphne du Maurier
  *1907 – †1989

Daphne du Maurier wurde am 13. Mai 1907 in London geboren. Ihren Ruhm hat sie nicht zuletzt Alfred Hitchcock zu verdanken, der u.a. ihre Kurzgeschichte Die Vögel und ihren Roman Rebecca kongenial verfilmte. Rebecca gewann 1940 einen Oscar. Mit 19 Jahren bereits beschloss Daphne du Maurier, sich von ihren Eltern finanziell unabhängig zu machen, um so auf eigenen Beinen zu stehen und ihr Leben nach ihren Wünschen zu gestalten. Mit ihrem Vater Sir Gerald du Maurier, der in der Schauspielbranche tätig war und als Theatermanager agierte, ihrer Mutter Muriel Beaumont und mit ihren beiden Schwestern Angela und Jeanne wuchs sie wohlbehütet in London und Paris auf. Zu ihren großen Leidenschaften zählten das Segeln und ausgedehnte Reisen, auf denen ihre ersten Kurzgeschichten entstanden. (Weiterlesen …)

11. May 2007