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Paper cuts

von zvab

Mit 50 Gründen Warum Papier praktischer ist” widerspricht der Blogger Bobby California der “gebetsmühlenartig wiederholte[n] Behauptung der Online-Apostel, dass Papier weniger praktisch sei als der Bildschirm” und zum Teil sich selbst. So stellt er einerseits fest “Papiermedien kann ich im Bett lesen”, andererseits konstatiert er: “Eine grossformatige Zeitung wie die «Zeit» kann man unmöglich auf einem Bildschirm wiedergeben. Auch die grössten Bildschirme sind zu klein dafür.” Insofern ist für die horizontale Lektüre dieses Wochenperiodikums vermutlich mindestens eine King-Size-Schlafstatt vonnöten. Nicht von der Bettkante zu weisen ist dagegen das Argument “[a]us Papier kann man Papier maché herstellen”, dem sich noch hinzufügen ließe, dass es sich zudem um ein Material handelt, das auf eine lange Tradition zurückblicken kann, wenn es um die Faltung von Kopfbedeckungen für die farbliche Wohnraumwand- und -deckengestaltung und natürlich von Fliegern geht. Bis man seinen Spargel auf dem Markt in einen Bildschirm eingewickelt erhält, wird wahrscheinlich ebenfalls noch so manches Papierschiffchen den Rhein abwärts treiben…

Auch der amerikanische Medienprofessor Jeff Jarvis hat kürzlich eine Liste mit Thesen in seinem Blog veröffentlicht, die in Bezug auf papiergedruckten Nachrichtenjournalismus jedoch in ein ganz anderes (Alp-)horn als Herr California stößt. Das Ganze geht sogar mehr so in Richtung Todesstoß: “Das Zeitungs-Modell ist gescheitert und kann nicht repariert werden”.

The Egyptian Struwwelpeter being The Struwwelpeter Papyrus.
   lesen wie ein Ägypter

Doch die beiden vertretenen Positionen sind nur scheinbar unvereinbar, Papier und Bildschirm lassen sich ganz wunderbar miteinander kombinieren. Nämlich so: auf dem Bildschirm im ZVAB nach Papier suchen, z. B. den ägyptischen Struwwelpeter auf Papyrus finden, bestellen und dann in der Badewanne genießen.

2. May 2011

Zurück zum Papier: Ollos Welt 2035

von bardola

E-Book hin oder her, in Ollos Welt spielt das gute alte Papier die handfeste und greifbare Hauptrolle. Ollo ist ein zehnjähriger Junge mit John-Lennon-Brille, ein Forscher und Vielschreiber, ein EMGAP (Erfinder modernster Gerätschaften aus Papier), der sich im Jahr 2035 allerhand pfiffige Gedanken macht: über seine Schwestern Ariane 1 und Ariane 2, seinen rothaarigen Vater, der ebenfalls Erfinder ist, und seine blauhaarige Mutter, die Chefdesignerin. Ollo setzt sich für den Tierschutz ein, beschäftigt sich mit „Schikanemanagern“ und „Alleshörern“ und führt über seine skurrilen Entdeckungen und betörenden Erfahrungen ein öffentliches, intergalaktisches Tagebuch. Ob Ollos erstes Date oder die Geschichte von der Schildkröte Lotus-Elsa, die in seinen Rucksack pinkelt – über 52 Wochen hinweg wird alles mit Präzision und Humor aufgezeichnet.
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8. March 2010