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Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher

Russische Schriftsteller der Emigration(en)

von wietek

Ohne die vielen russischen Dichter, Komponisten, Musiker und Künstler aus dem 18. und 19. Jahrhundert ist die europäische und besonders die deutsche Kultur nicht denkbar – und selbst danach, zu Beginn bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts, haben die verschiedenen Emigrantenwellen ungeheuer befruchtend auf unser Geistesleben gewirkt, – wieweit das auch für die neueren Wellen gilt, wird man erst rückblickend sagen können.
In Russland waren Politik und Literatur schon immer eng miteinander verquickt; Dichter waren weit mehr als im Westen das soziale Gewissen der Nation. Schon Puschkin, der für den Beginn der russischen Literatur steht, musste leidvolle Erfahrungen hinnehmen. Es gab aber auch niemanden, der diese Aufgabe in einem absolutistischen Staat hätte erfüllen können. Ganz offensichtlich wurde dies bei den Revolutionären Majakowski, Fürst Kropotkin, Gorki (der differenzierter zu beurteilen ist) und vielen mehr. Viele Dichter gingen, auch ohne Revolutionär geworden zu sein, in die Verbannung nach Sibirien oder wurden im günstigsten Fall aus den Metropolen und damit aus der Gesellschaft verbannt.
Das heißt, Politik ist in Russland (bis heute) aus der Literatur nicht weg zu denken und wird daher auch immer wieder Thema sein.
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13. September 2007

Der schönste erste Satz

von zvab

Alles, was man für einen guten Krimi braucht, ist ein guter Anfang.

Georges Simenon (1903-89)

Und der will erst einmal gefunden werden! Daher gilt ab sofort (und mehr denn je): Nase in die Bücher, stöbern, mailen! Denn die Initiative Deutsche Sprache und die Stiftung Lesen haben ab sofort den Startschuss zum internationalen Wettbewerb „Der schönste erste Satz“ gegeben. (Weiterlesen …)

16. May 2007

Grand Hotels – Bühnen der Literatur

von zvab

Man findet sie an den schönsten Plätzen, unter den besten Adressen, in blühenden Landschaften oder pulsierenden Metropolen: die Grand Hotels. Entstanden in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sie rasch zur Bühne unterschiedlichster Selbstinszenierungen und rauschender Feste, zur Kulisse bürgerlicher Wunschwelt und zum Demonstrationsobjekt des Wohlstands. Auch die Schriftsteller jener Tage konnten sich dieser Faszination nicht entziehen und bewohnten zum Teil über Monate hinweg die prächtigsten Hotels. Sie haben die Hallen und Zimmer der Grand Hotels mit Gestalten der Weltliteratur belebt: Thomas Mann, Vicki Baum, Marcel Proust, Joseph Roth, Arthur Schnitzler, Stefan Zweig, Agatha Christie, Vladimir Nabokov, Klaus Mann und Friedrich Dürrenmatt stehen im Zentrum der Ausstellung, deren Architektur der Dramaturgie eines Grand Hotels folgt. Biografien und Werke werden verschiedenen »typischen« Orten innerhalb eines Hotels – Drehtür, Rezeption, Halle, Lift und Gastzimmer – zugeordnet. Diese Orte sind Schnittpunkte: zwischen Hotel und Welt, zwischen Intimität und Öffentlichkeit, zwischen Leben und Werk der Schriftsteller. Originalexponate aus großen Grand Hotels zeigen die Fülle der Lebensweisen im Hotel und ergänzen die literarische Auseinandersetzung. (Weiterlesen …)

27. March 2007