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Antje Babendererde in La Push – ohne Werwölfe!

von bardola

Antje Babendererde schrieb mehrere Romane für Erwachsene, die bei den nordamerikanischen Indianern spielten. Dieses Thema – Indianer – wurde immer wieder mit Kindern- und Jugendlichen in Verbindung gebracht und die Autorin demzufolge zu Schullesungen eingeladen. „Aber welch 13- oder 14-Jähriger interessiert sich für die Sorgen und Nöte von 40-jährigen Protagonisten? Also wurde ich wiederholt gebeten: ‚Schreib doch mal etwas für Jugendliche!’”, erinnert sich Babendererde. Sie wand sich, dachte, sie könne das nicht, und war der Meinung, sie müsste ihren Schreibstil ändern. Zudem sorgte sie sich, sie könnte die Probleme, die ihr wichtig sind, in einem Jugendbuch nicht so zum Tragen bringen. „Durch Zufall las man im Arena Verlag meinen Erstling Der Pfahlschnitzer und war sehr angetan: ‚Frau Babendererde, schreiben Sie uns doch mal ein Jugendbuch!’, schlug die Cheflektorin Frau Röhrig vor.” Ein Jahr später wurde die Sache konkret: Um Wale sollte es gehen; und so schrieb Antje Babendererde Der Gesang der Orcas. Das Buch wurde ein Überraschungserfolg.

Mein größtes Problem war meine Traurigkeit. Das zweitgrößte war ich selbst: Sofie Tanner, fünfzehn Jahre alt, rothaarig und sommersprossig, von den meisten meiner Klasse für merkwürdig und eigenbrötlerisch gehalten.

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14. September 2009