Übrigens sind es immer die anderen die sterben…
von ZVABEs heißt, Marcel Duchamp starb in seinem Badezimmer an einem Lachanfall während der Lektüre eines Buches. Sein Grabstein trägt die Inschrift: „Übrigens sind es immer die anderen die sterben.“ Anlässlich des 40. Todestages Marcel Duchamps zeigen 20 Künstlerinnen und Künstler aus Frankreich und Deutschland auf Einladung von Pierre Granoux solche von ihm ausgewählte Arbeiten, die auf den besonderen Esprit Duchamps Bezug nehmen. WANTED DUCHAMPS zeigt: Wie lebt Duchamp in den Arbeiten heutiger Künstler weiter, wenn sie sich an seinen Rauminstallationen und Wortspielen reiben?
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Friedrich Wolf: Schreiben als Klassenkampf
von Carsten TergastDie Kunst als Waffe im Klassenkampf. Heute in Zeiten einer neuen Innerlichkeit als kunsttheoretischer Ansatz kaum noch spürbar, war dies in den bewegten 20er Jahren durchaus anders. Sowohl rechts als auch links von der bürgerlichen Mitte benutzten die Autoren Worte als scharfes Schwert.
Friedrich Wolf war einer von ihnen. In seinem Bauernkriegsdrama „Der arme Konrad“ (1924) gibt es eine Schlüsselszene zum Verständnis seines schriftstellerischen Denkens: Die Bauern des Bundschuh ziehen während einer Aufführung des „Ehrsamen Narrengerichts“ ihre Schwerter aus den Narrenpritschen, aus dem ursprünglichen Spiel entwickelt sich also der bewaffnete Aufstand, aus leichter Kunst wird ernsthafter Kampf um Gerechtigkeit und das tägliche Brot. (Weiterlesen …)
Ré Soupault. Die Fotografin der magischen Sekunde
von ZVAB
© 2007 Nachlass Ré Soupault /
VG Bild-Kunst, Bonn 2007
Das Literaturhaus München zeigt ab dem 3.10.2007 eine große Gesamtschau der Fotografin Ré Soupault. Das fotografische Werk von Ré Soupault zählt zu den wichtigsten Wiederentdeckungen in der Fotogeschichte des 20. Jahrhunderts. Ré Soupault, die nach ihrem Studium am Bauhaus in Weimar als Journalistin und Modezeichnerin für den Berliner Scherl-Verlag arbeitete, begann 1934 zu fotografieren. Sie begleitete ihren Mann Philippe Soupault, den Mitinitiator der Surrealismus-Bewegung, auf seinen Reisen durch Europa, Amerika und Afrika und schuf Fotografien für seine Reportagen. Vor allem in Tunis, wo das Paar von 1938 bis 1942 lebte, entstanden beeindruckende Fotoserien.
Die Ausstellung der Berliner Festspiele wurde zuletzt im Martin-Gropius-Bau in Berlin gezeigt und kommt nun nach München. Sie umfasst rund 250 Aufnahmen, außerdem wird erstmals unbekanntes Archivmaterial aus dem Nachlass gezeigt, das die vielfältigen Freundschaften und Arbeitsbeziehungen Ré Soupaults mit KünstlerInnen und FotografInnen der europäischen Avantgarde dokumentiert, aber auch mit Übersetzungen und Textmanuskripten die Vielseitigkeit Ré Soupaults belegt.
21. September 2007Hermann Bahr: Rastloser Prophet – Vergessener Literat
von Carsten Tergast„Niemals und immer derselbe“. Dieser Versuch einer Selbstbeschreibung kann als programmatisch für Hermann Bahr gelten. 1863 ist er in Linz als Sohn des Rechtsanwalts, Notars und Landtagsabgeordneten Dr. Alois Bahr und seiner Frau Wilhelmine (Minna), geborene Weidlich, zur Welt gekommen, um diese fortan mit immer neuen Erkenntnissen zur Literatur und Kunst zu bereichern.
„Niemals und immer derselbe“, das bedeutet für Bahr, der in Wien Klassische Philologie, Philosophie, Rechtswissenschaften und Nationalökonomie studierte, nichts anderes als seine Betrachtungen und Theorien vor allem zur Literatur der Moderne ständig in neue Richtungen zu lenken und das Alte zu verwerfen, sobald es den Ruch des Etablierten anzunehmen schien. In dieser Unberechenbarkeit jedoch war er höchst berechenbar, denn genau das war sein Lebensmotto: Vordenker der Moderne sein, antizipieren, was kommt und wichtig wird, und sobald es soweit ist, das Ganze verwerfen und den nächsten Schritt wagen. (Weiterlesen …)
10. September 2007Kunstmessen - Grand Tour 2007
von ZVABDie größten Kunstmessen fallen ganz selten auf ein Jahr, da die Art Basel jährlich, die Biennale, wie der Name schon sagt, alle zwei Jahre, die Documenta alle fünf Jahre und die Scultura sogar nur alle zehn Jahre stattfinden. Es lohnt sich mindestens eine der Messen zu besuchen: Es wird einiges geboten!
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Preisverleihung des ZVAB-PHÖNIX 2007 - Der Kunstpreis für Nachwuchskünstler
von ZVAB
von li.: Dr. Ch. Lange, W. Neußer
und R. v. Rheinbaben
Dr. Christiane Lange, Direktorin der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung und Richard von Rheinbaben, Aufsichtsratvorsitzender der mediantis AG, übergaben am 25. Juli in Tutzing den Scheck über 25.000 EURO als Teil des ZVAB-PHÖNIX Kunstpreises dem diesjährigen Preisträger Wilhelm Neußer.
In seiner Ansprache verdeutlichte von Rheinbaben noch einmal die wichtigsten Ziele, die das Unternehmen mit der Preisauslobung verfolgt: Der ZVAB-PHÖNIX sei vor allem eine Förderung über das Preisgeld hinaus. Mit dem Ankauf der Kunst, der dauerhaften Ausstellung in den Räumen des ZVAB und der langfristigen Begleitung und Unterstützung des Künstlers bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit soll ein junges Talent in seiner Karriere nachhaltig unterstützt und gefördert werden. (Weiterlesen …)
Frida Kahlo - 100. Geburtstag
von ZVAB
In Mexiko hat Frida Kahlo längst den Status einer Nationalheldin, aber auch weltweit gilt sie erfolgreichen Frauen als Vorbild und Inspiration. Vor wenigen Jahren kam sie wieder ins Gespräch durch den Film Frida, in dem sie wunderbar von Salma Hayek verkörpert wurde. Dieses Jahr wäre sie 100 Jahre alt geworden.
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“ZVAB-PHÖNIX 2007 - Der Kunstpreis für Nachwuchskünstler” geht an Wilhelm Neußer
von ZVAB
Preisträger: Wilhelm Neußer
Der 1976 geborene Wilhelm Neußer erhält den mit 25.000 EURO dotierten “ZVAB-PHÖNIX - Der Kunstpreis für Nachwuchskünstler“. Der dreißigjährige Maler studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe, wo er 2001 nach einem sechsmonatigen Stipendium an der Ecole des Beaux Arts in Rouen (Frankreich) das Studium auch beendete. Zur Zeit lebt und arbeitet er in Köln. (Weiterlesen …)
25. Juni 2007Kunst-Auktion zugunsten der Alanus Hochschule
von ZVABDas ZVAB, KUNST RAUM KONZEPTE und die Alanus Hochschule verbindet ein gemeinsames Anliegen: die Förderung junger Kunst. Der Geschäftsführer der Bonner Kunstberatungsagentur Dirk Monreal stiftet daher für die diesjährige Diplom-Ausstellung der Alanus Hochschule zwei wertvolle Grafiken von Friedhelm Falke und Rolf Urban, die meistbietend versteigert werden. Das ZVAB unterstützt diese Aktion. Der Erlös kommt den 27 Kunststudenten der Fachbereiche Malerei und Bildhauerei zugute. Mit dem Geld werden die notwendigen Kosten für Katalog, Ausstellungsräume und Vernissage mitfinanziert. Die Ausstellung stellt Höhepunkt und Abschluss ihres Studiums dar und wird ab dem 21. September 2007 für zwei Wochen in Siegburg, im „Kunstkaufhaus“ in der Wilhelmstraße 55 zu sehen sein. (Weiterlesen …)
18. Juni 2007In Memoriam: Lothar-Günther Buchheim
von ZVABDer Kunstsammler und Autor Lothar-Günther Buchheim verstarb 89jährig in Feldafing am Starnberger See. Der unter anderem durch das Buch (1973) und die gleichnamige Filmadaption (1981) Das Boot (6 Oscar Nominierungen) bekannt gewordene Schriftsteller und Kunstsammler erlag am Abend des 22.02.2007 einem Herzversagen.
Lothar-Günther Buchheim publizierte nach seinem Werk Das Boot, einem der großen Bestseller der deutschsprachigen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg, unter anderem noch weitere erfolgreiche Romane. Mit den Fortsetzungen seiner Kriegserinnerungen Die Festung (1995) und Der Abschied (2000) erreichte er ebenfalls ein großes Publikum.
Zuletzt machte Buchheim aber durch sein Museum der Phantasie in Bernried am Starnberger See Schlagzeilen. (Weiterlesen …)
26. Februar 2007Heinz Berggruen
von ZVABDer Journalist, Autor, Kunsthändler, Galerist und Mäzen Heinz Berggruen verstarb am Freitag im Alter von 93 Jahren in Paris. Der gebürtige Berliner war einer der bedeutendsten deutschen Kunstsammler des 20. Jahrhunderts. Er emigrierte 1936 über Kopenhagen in die USA. Nach dem 2. Weltkrieg ließ er sich in Paris nieder, wo er Pablo Picasso kennen lernte und dessen Freund und Händler wurde. Heinz Berggruen sammelte vor allem Kunst von Pablo Picasso, Henri Matisse, Paul Klee und Paul Cézanne.
Im September 1996 kehrte er mit seiner Sammlung von 113 Meisterwerken nach Berlin zurück. Dazu wurde ihm der eigens renovierte westliche Stülerbau gegenüber dem Schloss Charlottenburg, heute bekannt als Museum Berggruen, zur Verfügung gestellt. Kurz vor Weihnachten 2000 verkaufte Berggruen seine auf 750 Mio. Euro geschätzte Sammlung an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz zu einem symbolischen Preis. Er betrachtete diesen Transfer als eine „Geste der Versöhnung“.
Der Berliner Ehrenbürger Heinz Berggruen wird an diesem Freitag (2. März) in einem Ehrengrab auf dem Berliner Waldfriedhof Dahlem beigesetzt.
26. Februar 2007Pablo Picasso: 125. Geburtstag
von ZVAB
Dass Pablo Picasso zu den bedeutendsten Malern des 20. Jahrhunderts gehört, zeigt sich nicht zuletzt an dem Wert, den seine Werke auf dem internationalen Kunstmarkt erzielen - beziehungsweise erzielen könnten.
25. Oktober 2006





