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Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher

Karneval – Die 5. Jahreszeit: Kunst und Sammlerfreuden

von Larissa Dawirs

Es ist wieder soweit: die Jecken sind los! Wenn man heute über die Straße geht, begegnen einem alles von Clowns und Actionhelden, über Prinzessinnen und Hexen bis hin zum Dinosaurier. Und natürlich heute jede Menge “Alte Weiber”.

Doch der Karneval wird nicht nur jedes Jahr aufs Neue gefeiert, sondern dient seit jeher auch als Inspiration für Künstler und Sammler. Einige Beipiele der Karnevals-Kunst haben wir hier zusammengestellt – vielleicht erinnert das ein oder andere Objekt sogar an eigene Erlebnisse aus der 5. Jahreszeit:

 

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4. February 2016

Aufbruch in die Moderne – die russischen Symbolisten

von wietek

K. A. Somow: Feuervogel

Die große Zeit der russischen Literatur war das 19. Jahrhundert gewesen. Es war die Zeit des Realismus, für die große Namen wie Nikolaj Gogol, Ivan Turgenev, Fëdor Dostoevskij und Lev Tolstoj (um nur die berühmtesten zu nennen) stehen. In ihren Werken wurde die Lebenswirklichkeit in allen Bereichen geschil- dert – gesellschaftlich, politisch und rein menschlich; die Schriftsteller sahen ihre Auf- gabe darin, aufklärend, kritisch, im weitesten Sinn des Wortes erzieherisch zu wirken. Zum Zeitpunkt des Todes von Dostoevskij 1881 war der Höhepunkt des Realismus erreicht. Danach sank das Interesse sowohl der Schriftsteller als auch der Leser ständig; immer weniger sahen die Schriftsteller ihre Auf- gabe darin, „belehrend“ – d. h. positive Lösungsansätze aufzeigend – zu wirken. Die Schriftsteller des sich aus dem Realismus entwickelnden Naturalismus – wie Boborykin und Mamin-Sibirjak – beschränkten sich darauf, schonungslos die Finger auf die blutenden Wunden der Gesellschaft zu legen. Čechov – ursprünglich ein aufrechter Realist – glitt in Ironie und Zynismus, ja fast in die Hoffnungslosigkeit, ab. Lev Tolstoj verwarf in seinem Werk Die Beichte (1882) gar sein ganzes bisheriges Leben und Schaffen. Was war geschehen? (Weiterlesen …)

15. July 2011

Monteur Dada

von konecny

Der Zufall ist ein durchtriebenes Luder, das sich nicht um die Folgen seiner Taten schert. An diesem Samstag hatte die geheimnisvolle Anna ihren Flohmarkt-Stand neben Karl aufgebaut, dem Kommunisten. Anna trug heute Shorts und eine Bluse, auf der Blumen blühten. Zu Zeiten des Jugendstils hätte ihre sparsame Kluft als ein schicker Badeanzug durchgehen können. Aus jeder Perspektive genießbar. Ihre schwarzen Haarsträhnen rahmten das schöne Bild mit hübschen Ornamenten ein. Anna hatte ich entdeckt – ja, „entdeckt“ ist das richtige Wort für unser erstes Treffen -, als sie im Stadtmuseum ein uraltes Foto mit einer Dame betrachtet hatte, die Anna nahezu poetisch ähnelte. Doch seitdem tat Anna so, als ob sie mich damals im Museum überhaupt nicht wahrgenommen hätte. Komisch, oder?
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15. April 2011

Jean Dubuffet: »… das Papier beleben«

von zvab

»Die Kunst ist die leidenschaftlichste Orgie des Menschen.« (Jean Dubuffet)


  Jean Dubuffet,
  Rue Labruste, Paris
  Foto: Wolf Slawny, 1969
  ©Archives Fondation Dubuffet

Jean Dubuffet (1901-1985) gehört zu den wenigen bedeutenden Künstlern des 20sten Jahrhunderts, dessen Künstlerbücher gleichrangig neben seinen Bildern, Zeichnungen und Skulpturen stehen. Dubuffet war Maler, Bildhauer, Illustrator, Musiker und Weinhändler. Weniger bekannt ist, dass er zeitlebens brillant und mit Verve geschrieben hat. Erstmals beleuchtet eine große Ausstellung diesen bisher vernachlässigten Aspekt anhand von Jean Dubuffets Künstlerbüchern, literarischen Texten, Manifesten und Briefwechseln. Dubuffet verfasste sowohl literarische als auch poetische Texte, kunsttheoretische Pamphlete, philosophische Überlegungen sowie monographische Abhandlungen über Künstler der »Art Brut«.
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17. June 2009

Übrigens sind es immer die anderen die sterben…

von zvab

Es heißt, Marcel Duchamp starb in seinem Badezimmer an einem Lachanfall während der Lektüre eines Buches. Sein Grabstein trägt die Inschrift: „Übrigens sind es immer die anderen die sterben.“ Anlässlich des 40. Todestages Marcel Duchamps zeigen 20 Künstlerinnen und Künstler aus Frankreich und Deutschland auf Einladung von Pierre Granoux solche von ihm ausgewählte Arbeiten, die auf den besonderen Esprit Duchamps Bezug nehmen. WANTED DUCHAMPS zeigt: Wie lebt Duchamp in den Arbeiten heutiger Künstler weiter, wenn sie sich an seinen Rauminstallationen und Wortspielen reiben?
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1. October 2008

Friedrich Wolf: Schreiben als Klassenkampf

von tergast

Die Kunst als Waffe im Klassenkampf. Heute in Zeiten einer neuen Innerlichkeit als kunsttheoretischer Ansatz kaum noch spürbar, war dies in den bewegten 20er Jahren durchaus anders. Sowohl rechts als auch links von der bürgerlichen Mitte benutzten die Autoren Worte als scharfes Schwert.
Friedrich Wolf war einer von ihnen. In seinem Bauernkriegsdrama „Der arme Konrad“ (1924) gibt es eine Schlüsselszene zum Verständnis seines schriftstellerischen Denkens: Die Bauern des Bundschuh ziehen während einer Aufführung des „Ehrsamen Narrengerichts“ ihre Schwerter aus den Narrenpritschen, aus dem ursprünglichen Spiel entwickelt sich also der bewaffnete Aufstand, aus leichter Kunst wird ernsthafter Kampf um Gerechtigkeit und das tägliche Brot. (Weiterlesen …)

11. February 2008

Ré Soupault. Die Fotografin der magischen Sekunde

von zvab

Das Literaturhaus München zeigt ab dem 3.10.2007 eine große Gesamtschau der Fotografin Ré Soupault. Das fotografische Werk von Ré Soupault zählt zu den wichtigsten Wiederentdeckungen in der Fotogeschichte des 20. Jahrhunderts. Ré Soupault, die nach ihrem Studium am Bauhaus in Weimar als Journalistin und Modezeichnerin für den Berliner Scherl-Verlag arbeitete, begann 1934 zu fotografieren. Sie begleitete ihren Mann Philippe Soupault, den Mitinitiator der Surrealismus-Bewegung, auf seinen Reisen durch Europa, Amerika und Afrika und schuf Fotografien für seine Reportagen. Vor allem in Tunis, wo das Paar von 1938 bis 1942 lebte, entstanden beeindruckende Fotoserien.

Die Ausstellung der Berliner Festspiele wurde zuletzt im Martin-Gropius-Bau in Berlin gezeigt und kommt nun nach München. Sie umfasst rund 250 Aufnahmen, außerdem wird erstmals unbekanntes Archivmaterial aus dem Nachlass gezeigt, das die vielfältigen Freundschaften und Arbeitsbeziehungen Ré Soupaults mit KünstlerInnen und FotografInnen der europäischen Avantgarde dokumentiert, aber auch mit Übersetzungen und Textmanuskripten die Vielseitigkeit Ré Soupaults belegt.

21. September 2007

Hermann Bahr: Rastloser Prophet – Vergessener Literat

von tergast

„Niemals und immer derselbe“. Dieser Versuch einer Selbstbeschreibung kann als programmatisch für Hermann Bahr gelten. 1863 ist er in Linz als Sohn des Rechtsanwalts, Notars und Landtagsabgeordneten Dr. Alois Bahr und seiner Frau Wilhelmine (Minna), geborene Weidlich, zur Welt gekommen, um diese fortan mit immer neuen Erkenntnissen zur Literatur und Kunst zu bereichern.

„Niemals und immer derselbe“, das bedeutet für Bahr, der in Wien Klassische Philologie, Philosophie, Rechtswissenschaften und Nationalökonomie studierte, nichts anderes als seine Betrachtungen und Theorien vor allem zur Literatur der Moderne ständig in neue Richtungen zu lenken und das Alte zu verwerfen, sobald es den Ruch des Etablierten anzunehmen schien. In dieser Unberechenbarkeit jedoch war er höchst berechenbar, denn genau das war sein Lebensmotto: Vordenker der Moderne sein, antizipieren, was kommt und wichtig wird, und sobald es soweit ist, das Ganze verwerfen und den nächsten Schritt wagen. (Weiterlesen …)

10. September 2007

Kunstmessen – Grand Tour 2007

von zvab

Die größten Kunstmessen fallen ganz selten auf ein Jahr, da die Art Basel jährlich, die Biennale, wie der Name schon sagt, alle zwei Jahre, die Documenta alle fünf Jahre und die Scultura sogar nur alle zehn Jahre stattfinden. Es lohnt sich mindestens eine der Messen zu besuchen: Es wird einiges geboten!
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30. July 2007

Preisverleihung des ZVAB-PHÖNIX 2007 – Der Kunstpreis für Nachwuchskünstler

von zvab

Dr. Christiane Lange, Direktorin der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung und Richard von Rheinbaben, Aufsichtsratvorsitzender der mediantis AG, übergaben am 25. Juli in Tutzing den Scheck über 25.000 EURO als Teil des ZVAB-PHÖNIX Kunstpreises dem diesjährigen Preisträger Wilhelm Neußer.
In seiner Ansprache verdeutlichte von Rheinbaben noch einmal die wichtigsten Ziele, die das Unternehmen mit der Preisauslobung verfolgt: Der ZVAB-PHÖNIX sei vor allem eine Förderung über das Preisgeld hinaus. Mit dem Ankauf der Kunst, der dauerhaften Ausstellung in den Räumen des ZVAB und der langfristigen Begleitung und Unterstützung des Künstlers bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit soll ein junges Talent in seiner Karriere nachhaltig unterstützt und gefördert werden. (Weiterlesen …)

27. July 2007

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