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Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher

Kein Sinn im Leben außerhalb der Kunst – Wilhelm Lehmann, Großmeister der Naturlyrik

von tergast

1923 erhält Robert Musil den Kleist-Preis. Doch nicht nur er, sondern noch ein weiterer Zeitgenosse wird von Alfred Döblin in diesem Jahr mit dem renommierten Preis geehrt: ein gewisser Wilhelm Lehmann, dessen Name heute selbst bei fleißigen Lesern im Gegensatz zu Musil und Döblin vor allem Achselzucken hervorrufen dürfte. (Weiterlesen …)

20. July 2009

Als ob man mit einer Wassermelone auf Ameisen zielte

von litprom

Vor 20 Jahren endete mit dem Abkommen von Taif der libanesische Bürgerkrieg. Die 1925 geborene libanesische Allroundkünstlerin Etel Adnan veröffentlichte mit Sitt Marie Rose einen der wichtigsten Romane über diese Epoche der libanesischen Geschichte. Seither hat Etel Adnan sich als bildende Künstlerin, Dichterin und Essayistin immer wieder mit der Frage beschäftigt, wie Kriegs- und Gewalterfahrungen die Individuen und die Beziehungen von Menschen prägen – zuletzt in dem Erzählband Im Herzen der Finsternis. Im Rahmen ihrer künstlerischen Arbeiten zu Krieg und Nachkriegszeiten setzte Etel Adnan sich auch intensiv mit dem deutschen Dramatiker Heiner Müller auseinander. Martina Sabra hat Etel Adnan nach ihrer Identität, ihrer Beziehung zur arabischen Welt und nach dem Umgang der Libanesen mit ihrer Vergangenheit gefragt.
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28. May 2009

Sherko Fatah: Ein saumseliger Zaungast

von litprom

Von Grenzerfahrungen, topografisch wie mental, handeln die Romane von Sherko Fatah, der in seiner Muttersprache über sein Vaterland, den Irak, schreibt. Das ist wörtlich zu verstehen, ist er doch im November 1964 als Sohn eines irakisch-kurdischen Vaters und einer deutschen Mutter in Ostberlin geboren. Für seinen Roman Das dunkle Schiff (Jung und Jung 2008) wurde er in diesem Jahr für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Monika Carbe hat sich umfassend mit Autor und Werk beschäftigt. (Weiterlesen …)

5. November 2008

Der „zweisprachige Grenzvogel“ René Schickele – Journalist, Schriftsteller und früher Europäer

von tergast

   René Schickele (1912)

Als Journalist weiß man bisweilen gar nicht mehr zu schätzen, dass man heute eigentlich alles schreiben kann, was einem gerade so in den Sinn kommt (immer vorausgesetzt, jemand druckt es…). Ein Blick in die Vergangenheit ist hilfreich, um sich dieses große Glück zu vergegenwärtigen und sich vergleichend daran zu erinnern, wie es um Publikations- und Meinungsfreiheit einmal bestellt war.

Den Kaiser einen „Scharlatan“ zu nennen, konnte schon ausreichen, damit die komplette Auflage einer Zeitschrift beschlagnahmt wurde. Das musste 1901 der gerade erst 18-jährige René Schickele feststellen, als er eben dies in der dritten Ausgabe seiner jüngst gegründeten Zeitschrift Der Merker tat. René Schickele war jedoch keiner, der sich davon sonderlich beeindrucken ließ. Er hatte bereits vor dem Merker mit dem Stürmer eine erste literarische Zeitschrift gegründet, die nach wenigen Nummern ihr Leben wieder aushauchte, und er sollte Zeit seines Lebens Visionär und Kämpfer bleiben. (Weiterlesen …)

26. May 2008