Sag Leen zu mir
von LesArtige
Leseeindrücke von Nicola Scholz
(12 Jahre)
Leen lebt bei einer Pflegefamilie. Hier sind alle nett zu ihm, doch trotzdem möchte er, dass es so wird wie früher. Seine Koffer packt er nicht aus, denn er hofft, dass seine Mutter ihn schon bald wieder abholt. Doch sie ist schwer krank. Und die Ärzte sagen, dass es noch dauern kann, bis sie wieder gesund wird. Das Buch ist in der Ich-Form erzählt. Dadurch bin ich Leen beim Lesen sehr nah gekommen und fand die Geschichte spannend. Obwohl es eine ernste Geschichte ist, habe ich manchmal vermisst, dass man irgendwo lachen kann. Sehr gut haben mir die schwarz-weiß Illustrationen gefallen, die zu der Stimmung der Geschichte passen
25. März 2008Roberto Piumini - Das Geheimnis der Osterinsel
von Nicola Bardola
Die Osterinsel befindet sich rund fünf Flugstunden von Tahiti und fast ebenso weit von Chile entfernt, unter dessen Herrschaftsbereich sie steht. Der italienische Kinderbuchautor Roberto Piumini hat sie bereist und sich seine Gedanken gemacht: „Die Osterinsel liegt so verlassen inmitten des Ozeans wie eine winzige Brotkrume, die dem verloren gegangen ist, der einst die Kontinente knetete …“ Die berühmten Steinkolosse auf der Insel, Zeugen aus einer anderen Welt, richten ihren Blick über die Wellen in die Ferne. Wer hat die 638, ursprünglich wohl über 1000 Moais gebaut und modelliert? Wie kam es dazu? (Weiterlesen …)
6. Juni 2007Das Buch im Buch: William Goldmans Brautprinzessin
von Nicola BardolaAlle Kommentare und Anmerkungen zur Kürzung werden rot gedruckt, damit Sie’s sehen. Wenn ich zu Anfang gesagt habe, ich hätte dieses Buch nie gelesen, so ist das die Wahrheit. Mein Vater hatte es mir vorgelesen, und als ich die Kurzfassung machte, habe ich es nur schnell überflogen und ganze Abschnitte gestrichen; sonst habe ich alles so gelassen, wie es bei Morgenstern steht.
Bei der Brautprinzessin handelt es sich einerseits um ein weit verbreitetes Kultbuch, andererseits hat es seine eigentliche Zielgruppe – die Kinder – hierzulande verfehlt. Nur wenige Jugendbuchexperten kennen Simon Morgensterns klassische Erzählung von wahrer Liebe und edlen Abenteuern. Die Brautprinzessin bietet Erwachsenen, aber auch Kindern ab 10 Jahren literarischere Finessen und bewegendere Erkenntnisse als Harry Potter und Artemis Fowl zusammen.
Oder wie es Campino von den Toten Hosen sagt: „ … da steht alles drin, was man über Liebe, Leidenschaft und Sehnsucht wissen muss.“ Aber welches Buch ist gemeint? (Weiterlesen …)
Nur für Kinder (und ihre Eltern)
von ZVABSo lautet das Motto der 1. Münchner Bücherschau junior. Nachdem im Herbst dieses Jahres schon zum 48. Mal die Münchner Bücherschau stattfindet, war es an der Zeit, auch für Kinder (und ihre Eltern) eine Buch- und Medienschau anzubieten. 80 Verlage laden Kinder (und ihre Eltern) zu einem Streifzug durch Bücher, Hörbücher, Spiele und vielem mehr ein. Mehr als 25 Veranstaltungen runden das Angebot ab. Kinder (und ihre Eltern) entdecken hier eine Welt voller Bücher und Medien!
10.-18. März 2007, täglich von 9:00 bis 20:00 Uhr in der Rathausgalerie in München. Der Eintritt ist kostenfrei.
Mehr unter www.muenchner-buecherschau-junior.de
26. Februar 2007Paula Fox - Emotionaler Realismus
von Nicola BardolaDie amerikanische Autorin Paula Fox, versteht wie nur wenige die Kunst, eigenes Erleben in Literatur zu verwandeln und in ihren Memoiren aufzuzeigen, wie ihre autobiographischen Fiktionen mit der Realität zusammenhängen. In Artikeln und Interviews, über 20 Kinder- und Jugendbüchern, sieben ins Deutsche übersetzten Romanen für Erwachsene und nicht zuletzt in In fremden Kleidern. Geschichte einer Jugend gibt sie Selbstauskunft und erzählt von ihrem bewegten Leben, das mehr als genug Stoff für diverse Bücher bietet.
Paula Fox wurde 1923 in New York City geboren. Ihre Eltern - der Vater war irisch-englischer Abstammung, ihre Mutter kam aus Kuba - ließen sie zunächst bei einem Pastor aufwachsen, mit sechs Jahren kam Paula Fox in ein Kinderheim nach Kalifornien. Zwei Jahre später zog sie zu der Familie ihrer Mutter nach Kuba, wo sie auf einer Zuckerrohrplantage lebte. Bis zu ihrem zwölften Lebensjahr war Paula Fox bereits auf neun verschiedene Schulen gegangen. 1933 kehrte sie zusammen mit ihrer Großmutter nach New York zurück. Wie ihre Mutter mit Paula, so wurde sie selbst gerade einmal 19-jährig 1942 mit ihrer ersten Tochter Linda schwanger. 1943 gab Paula Fox Linda kurz nach der Geburt zur Adoption frei. Rund vierzig Jahre später suchte Linda ihre Mutter und fand sie. (Weiterlesen …)
25. Januar 2007Heidi revisited
von Nicola BardolaWelcher Schweizer Schriftsteller hat das Bild des Alpenlandes im Ausland am stärksten geprägt? Conrad Ferdinand Meyer, Gottfried Keller, Friedrich Dürrenmatt oder Max Frisch?
Die Frage ist falsch gestellt. Das Land der patriarchalisch denkenden Eidgenossen wird bis heute in aller Welt am stärksten durch den Roman einer Frau repräsentiert. Spontan fallen allerdings nicht einmal den Schweizern selbst in dem von männlichen Autoren literarisch-dominierten Helvetien Namen bekannter schreibender Landsfrauen ein; die weltweit berühmteste ist Johanna Spyri. (Weiterlesen …)
27. November 2006Mirjam Presslers Leidenschaft
von Nicola BardolaEine eigene Realität erschaffen
Mirjam Pressler wurde 1940 in Darmstadt geboren. Sie wuchs dort bei Pflegeeltern und später in einem Internat auf. Sie studierte an der Akademie für Bildende Künste in Frankfurt und Sprachen in München und lebte für ein Jahr in einem Kibbuz in Israel. Zurück in Deutschland arbeitete sie in verschiedenen Jobs, unter anderem führte sie einen Jeansladen. Sie hat drei inzwischen erwachsene Töchter, die sie nach der Scheidung von ihrem Mann alleine großgezogen hat. Heute – sie hat sechs Enkelkinder – lebt sie als freie Autorin und Übersetzerin mit ihrem Mann Genio Türke bei München. Sie hat mehr als 30 eigene Kinder- und Jugendbücher verfasst und über 200 Bücher ins Deutsche übersetzt. Für ihr Werk wurde sie mit vielen namhaften Preisen ausgezeichnet.
30. Oktober 2006Anthony Burgess: Der Hexenmeister aus Manchester
von Ulrich FaureEs ist ein ärztliches Urteil, dem wir - so heißt es wenigstens - das Erwachen eines der bedeutendsten literarischen Genies des vergangenen Jahrhunderts zu verdanken haben: Der am 25. Februar 1917 in Manchester geborene Lehrer für Englische Literatur John Anthony Burgess Wilson erhielt 1959 die verheerende Diagnose, an einem inoperablen Gehirntumor zu leiden: Er möge sich innerhalb der nächsten 12 Monate schon auf sein Ableben gefaßt machen, bedeutete ihm der Arzt. (Weiterlesen …)
17. September 2006




