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Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher

Nichts zu verlieren : DBC Pierres „Jesus von Texas“

von bardola

Der 15-jährige Vernon Gregory Little aus der fiktiven texanischen Kleinstadt Martirio (Nomen est omen: Die Stadt steht symbolisch für alle hinterwäldle- rischen Städte in Zentral-Texas, dem Land der Bush-Dynastie) – pubertie- render, ständig fluchender Ich-Erzähler, verklemmter Außenseiter an der High School, Muttersöhnchen und geborener Verlierer – fiel bislang immer aus der Rolle. Doch jetzt wird ihm von den Stadtbewohnern und den Medien eine Rolle auf den Leib geschneidert: die Rolle eines Täters. (Weiterlesen …)

17. October 2011

Der Bibliothekar auf Schatzsuche

von buch_und_maus

Oftmals sind es gerade die freundlichen BibliotheksbenutzerInnen, denen man am wenigsten trauen kann:
Sie lächeln einen an und wissen genau, dass sie ein Buch erst wieder Wochen später, nach Ende der Ablauffrist, zurückbringen werden – falls überhaupt. Besonders listig ist der folgende Trick: Ein Buch wird extra verstellt, damit der Bibliothekar denken soll, es sei unauffindbar. Später kann es elegant entwendet werden. Da hilft nur noch meine detektivische Begabung, um den Bösewicht zu überführen.

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3. January 2011

Die Lisa

von lesartige

Das Buch erzählt die Lebensgeschichte einer Frau namens Lisa, die 1899 geboren wird und 90 Jahre Deutsche Geschichte miterlebt. Sie erlebt beide Weltkriege, die Teilung Deutschlands in BRD und DDR und endlich die Wiedervereinigung beider Staaten zum heutigen Deutschland. Indem wir Lisas Leben mitverfolgen, ergibt sich so ein Überblick über die gesamte neuere deutsche Geschichte bis in die 90er Jahre hinein.

Das Buch erzählt dabei von den guten und den schlechten Seiten des Lebens in Deutschland. Es erzählt von Söhnen, Vätern und Ehemännern, die in den zwei Weltkriegen fallen, von jüdischen Freunden, die von den Faschisten abgeholt werden, Trennungen ganzer Familien durch den Bau der Berliner Mauer. Aber es erzählt auch von fröhlichen Tanzabenden und Hochzeiten.
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3. December 2010

Friedrich Anis suchende Jugendliche

von bardola

Der Autor literarischer Kriminalromane Friedrich Ani hat sich im Bereich des Jugendromans mit dem Debüt Durch die Nacht, unbeirrt, mit dem modernen Klassiker Wie Licht schmeckt und mit dem seiner Zeit immer noch vorauseilenden Das unsichtbare Herz einen großen Namen als Chronist einsamer Protagonisten mit ungewöhnlich tief gehenden Gefühlen gemacht. Wie Licht schmeckt wurde fürs Kino verfilmt (Foto unten: Ani und die beiden jungen Schauspieler) und leistet, was nur ganz selten gelingt: Der Film erzählt eine ruhige Geschichte, die fesselnder als ein Thriller ist. In der Belletristik für Erwachsene gelang Ani im Jahr 2000 mit German Angst der Durchbruch. Wegen der Thematik (Ausländerhass), wegen der 14-jährigen Protagonistin Lucy und wegen der für das Hörbuch bearbeiteten Fassung sollte German Angst auch von Jugendlichen entdeckt werden: „Das Buch sticht durch seinen eindrucksvollen Realismus hervor und zeichnet als bestes Exempel des Genres ein beklemmendes Bild der Verbrechenswelt in der Bundesrepublik von heute“, schrieb die Jury anlässlich der Verleihung des Radio-Bremen-Krimipreises. In Wuppertal wurde German Angst als Theaterstück uraufgeführt und löste bei Lehrern und Schülern heftige Diskussionen aus. TV-Tatortkommissar Udo Wachtveitl liest eine besonders für Jugendliche geeignete Fassung des Bestsellers.
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18. August 2009

Irma Krauß – Arabella oder Die Bienenkönigin

von lesartige
Irma Krauß - Arabella oder Die Bienenkönigin

„Wir sind umgezogen von Augsburg hinaus aufs Land.“ Und das erfreut Benni nicht besonders. Denn dort ist alles anders…

Da sind die Sailer-Truppe und die völlig ungewohnten Sitten der Dorfbewohner. Da ist Bennis völlig veränderter Vater. Und schließlich ist da Arabella, die so unglaublich bezaubernd ist, wenn sie alleine sind.
Dem Leben auf dem Land kann Benni dank Oma Friedl und dem alten Gregor dennoch bald etwas abgewinnen. Sie bringen ihm und den Lesern zum Beispiel viel über Bienen und den Umgang mit ihnen bei.
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10. August 2009

Jules Feiffer – Der Mann an der Decke

von lesartige
Jules Feiffer - Der Mann an der Decke

Jimmy ist die Hauptperson in der Geschichte. Er findet, dass sein Vater ihn zu wenig beachtet und wünscht sich mehr Zuneigung und Anerkennung von ihm. Jimmy will Comiczeichner werden. Seine erste Figur ist „Indianer Jones“. Sein Vater wird eine Figur in diesem Comic. Jimmy hofft, dass sich sein Vater darüber freut. Doch als seine Schwester Lissi, den Comic dem Vater zeigt, regt sich der Vater sehr auf. Er ist beleidigt, weil er seine Figur hässlich findet. Da muss Jimmys Comic natürlich verschwinden.
Er erfindet eine neue Figur, Minimann. Diesen Comic zeigt er einem Jungen, Charly, dem „King“ der Schule. Er hofft, dass er, wenn Charly seine Comics gefallen, zu den Coolen an der Schule gehören darf. Charly mag Jimmys Comics, findet sie aber etwas langweilig. Ab jetzt liefert Charly Jimmy Ideen für die Comics.
Jimmy hat auch einen Onkel, Lester, der Musicals schreibt. Er hat keinen Erfolg damit, aber er gibt nie auf. Zu Jimmy sagt er einmal, als der traurig ist, weil er keine Hände zeichnen kann, er müsse 1000-fach versagen. Dann würde er es irgendwann können. Onkel Lesters neustes Musical scheint diesen Satz zu bestätigen, es wird ein Riesenerfolg. Doch am Broadway bekommt es nur schlechte Kritiken und wird abgesetzt. Da verliert Lester allen Mut.
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22. June 2009

Martine Murray

von bardola

Als ich noch ganz klein war, legte ich mich oft aufs Sofa und breitete meine Haare aus, wie Dornröschen es getan hätte. Ich schloss die Augen und lächelte das Lächeln eines Engels, der zufällig auf einem Sofa eingeschlafen ist. Ich wartete mit meinen Dornröschenhaaren und meinem Engelslächeln darauf, dass Mum mich suchte. Aber sie suchte mich nie. Sie hat mich nie so gefunden.

Das feuerrote Kleid

Wenig später erklärt ihr Mum, wie man die Nadel auf die richtige Stelle der Schallplatte legt: „Du musst sie ganz vorsichtig absenken, Manon. Verstehst du, wie ein Schmetterling, der auf einem Blütenblatt landet.“ Der Roman Das feurrote Kleid von Martine Murray vibriert von der ersten bis zur letzten Seite vor Empfindsamkeit. Die Nadel hob und senkte sich über den Wellen, ohne dabei aus der Spur zu geraten, genau so, wie ich durch mein Leben gehen wollte.
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15. June 2009

Sag Leen zu mir

von lesartige
Was Jugendliche über das Buch denken:

Leseeindrücke von Nicola Scholz
(12 Jahre)

Leen lebt bei einer Pflegefamilie. Hier sind alle nett zu ihm, doch trotzdem möchte er, dass es so wird wie früher. Seine Koffer packt er nicht aus, denn er hofft, dass seine Mutter ihn schon bald wieder abholt. Doch sie ist schwer krank. Und die Ärzte sagen, dass es noch dauern kann, bis sie wieder gesund wird. Das Buch ist in der Ich-Form erzählt. Dadurch bin ich Leen beim Lesen sehr nah gekommen und fand die Geschichte spannend. Obwohl es eine ernste Geschichte ist, habe ich manchmal vermisst, dass man irgendwo lachen kann. Sehr gut haben mir die schwarz-weiß Illustrationen gefallen, die zu der Stimmung der Geschichte passen

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25. March 2008

Roberto Piumini – Das Geheimnis der Osterinsel

von bardola

Die Osterinsel befindet sich rund fünf Flugstunden von Tahiti und fast ebenso weit von Chile entfernt, unter dessen Herrschaftsbereich sie steht. Der italienische Kinderbuchautor Roberto Piumini hat sie bereist und sich seine Gedanken gemacht: „Die Osterinsel liegt so verlassen inmitten des Ozeans wie eine winzige Brotkrume, die dem verloren gegangen ist, der einst die Kontinente knetete …“ Die berühmten Steinkolosse auf der Insel, Zeugen aus einer anderen Welt, richten ihren Blick über die Wellen in die Ferne. Wer hat die 638, ursprünglich wohl über 1000 Moais gebaut und modelliert? Wie kam es dazu? (Weiterlesen …)

6. June 2007

Das Buch im Buch: William Goldmans Brautprinzessin

von bardola

Alle Kommentare und Anmerkungen zur Kürzung werden rot gedruckt, damit Sie’s sehen. Wenn ich zu Anfang gesagt habe, ich hätte dieses Buch nie gelesen, so ist das die Wahrheit. Mein Vater hatte es mir vorgelesen, und als ich die Kurzfassung machte, habe ich es nur schnell überflogen und ganze Abschnitte gestrichen; sonst habe ich alles so gelassen, wie es bei Morgenstern steht.

Bei der Brautprinzessin handelt es sich einerseits um ein weit verbreitetes Kultbuch, andererseits hat es seine eigentliche Zielgruppe – die Kinder – hierzulande verfehlt. Nur wenige Jugendbuchexperten kennen Simon Morgensterns klassische Erzählung von wahrer Liebe und edlen Abenteuern. Die Brautprinzessin bietet Erwachsenen, aber auch Kindern ab 10 Jahren literarischere Finessen und bewegendere Erkenntnisse als Harry Potter und Artemis Fowl zusammen.
Oder wie es Campino von den Toten Hosen sagt: „ … da steht alles drin, was man über Liebe, Leidenschaft und Sehnsucht wissen muss.“ Aber welches Buch ist gemeint? (Weiterlesen …)

2. April 2007

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