ZVABlog

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Nachruf auf Otfried Preußler

von ZVAB

Mit Otfried Preußler ist in dieser Woche eine Größe unter den Kinderbuchautoren aus der Welt geschieden. Unvergessen sind sein weltweiter Erfolg Krabat, die „kleinen“ Helden seiner Geschichten (Die kleine Hexe, Der kleine Wassermann, Das kleine Gespenst) und der Räuber Hotzenplotz, der dem Kasperletheater neues Leben einhauchte.

Geboren im heutigen Tschechien war für Preußler, neben seinem Vater, vor allem die Großmutter ein wichtiger Einfluss, der sein Talent als Geschichtenschreiber prägen sollte. Bei ihr lauschte er als Kind unzähligen Sagen aus der Heimat, die später einige seiner Bücher inspirierten. Dem Schreiben ging er zunächst nur nebenberuflich nach: Während des Studiums arbeitete er beim Kinderfunk, schrieb dort unter anderem Hörspiele. Der kleine Wassermann war 1956 sein erstes Buch; zu dieser Zeit arbeitete Preußler bereits als Lehrer, eine Tätigkeit, der er viele Jahre nachging. In seiner langen und erfolgreichen Autorenkarriere folgten 31 weitere Kinder- und Jugendbücher, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden.

Wir blicken zurück auf das bedeutende Lebenswerk eines unvergessenen Autors:

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21. Februar 2013

Zurück zum Glück

von Bardola

Katherine Hannigans Roman mit dem langen Titel Ida B. … und ihre Pläne, so viel Spaß wie möglich zu haben, Unheil zu vermeiden und (eventuell) die Welt zu retten erzählt in einer ungewöhnlich poetischen Prosa von Zufriedenheit, Krise und Glück.

Ich setzte mich auf die Veranda und schaute das Land und den Berg und die Bäume und die Sterne an, die, weiß Gott, nicht meine waren und es auch nie sein würden. Aber in einiger Hinsicht würden sie mir trotzdem immer gehören und es war völlig unmöglich mir vorzustellen, dass ich ihnen nicht gehörte. In Worten ausgesprochen ergibt das vielleicht keinen Sinn, aber an dem Abend ergab es für mich durchaus einen Sinn.
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8. Februar 2011

Kai aus der Kiste

von LesArtige
Wolf Durian - Kai aus der Kiste

Kais Geschichte spielt im Berlin der 20er Jahre. Seine Familie ist sehr arm, denn ist ist die Zeit der großen Inflation in Deutschland. Am liebsten verbringt der Junge seine Zeit mit seiner Bande „Die schwarze Hand“ auf der Straße. Eines Tages erfährt er von einem Freund, der in einem großen, teuren Hotel arbeitet, dass ein Hotelgast, der Amerikaner Mr Mac Allen, einen „Reklamekönig“ sucht, also jemanden, der besonders gute Werbung machen kann. Dieser „Reklamekönig“ soll die Schokolade in Deutschland vermarkten, die Mr Mac Allen herstellt. (Weiterlesen …)

28. Juni 2010

Beschützer der Diebe

von LesArtige

Die wissbegierige Dagmar, auch Dags genannt, wohnt in Berlin und hat etwas, was nicht jeder hat: zwei verschiedenfarbige Augen. Eins ist braun, eins ist blau. Ihre Cousine Gudrun ist vor einem Jahr nach der Trennung der Eltern mit ihrer Mutter nach Berlin gezogen und hat sich bisher nicht einleben können. Daher soll Dags sich um sie kümmern, worauf diese eigentlich gar keine Lust hat. Als sich die beiden dann doch endlich einmal verabreden hat Gudrun, deren Spitzname übrigens Guddi ist, noch jemanden an ihrer Seite: Olaf. So wie Guddi hat auch er ein Problem: Er stiehlt. Nicht bewusst und nicht gewollt, aber eine innere Stimme scheint ihn immer wieder dazu zu überreden.
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19. April 2010

Rot, Weiß & Blau

von LesArtige
Was Jugendliche über das Buch denken:

Leseeindrücke von Sebastian Bahr
(13 Jahre)

In dem Buch Rot, Weiß & Blau von Robert Leeson geht es um Gawain, kurz
Wain. Mit seiner Mutter und seinem Bruder Lance zieht er in eine neue Stadt, sein Vater ist (angeblich) im Falklandkrieg verschollen. Die Familie ist sehr militärisch, Heldentum und Krieg spielen eine große Rolle. Wain setzt sich viel mit dem Thema Gewalt auseinander. Deshalb ist er in der Familie und in der Schule ein Außenseiter. Trotzdem findet er an der neuen Schule Freunde. Und er behauptet sich gegen seinen Bruder, der besser in die Familie passt als er.
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18. August 2008

Ein Job für Wittilda

von LesArtige
Was Jugendliche über das Buch denken:

Leseeindrücke von Kiril Dimova (12 Jahre) Wittilda hat 47 Katzen und muss sie alle füttern. Deshalb braucht Wittilda einen Job. Zum Glück findet sie in Tante Barts Haar-Studio eine Arbeit. Leider wird sie sofort wieder entlassen, weil sie einer Dame, eine Frisur wie ein Spinnennetz macht. Sie findet einen Job bei Dingaling Pizza und kommt am Abend mit Katze Nr. 48 und Pizza für alle nach Hause.
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7. Juli 2008

Die letzten Riesen

von LesArtige
Was Jugendliche über das Buch denken:

Leseeindrücke von Vincent Viebig
(11 Jahre)

„Es geschah während eines Spaziergangs über das Hafengelände. Als ich jenen Gegenstand kaufte, der mein Leben verändern sollte – einen riesengroßen Zahn.“ So beginnt das Buch von François Place, dass wie der Name schon sagt, von Riesen handelt. Es handelt von dem englischen Forscher Archibald Leopold Ruthmore, der sich im Jahre 1850 auf die Suche nach dem Ursprung des Zahns macht. Und dabei im Inneren Asiens die angeblich letzten Riesen dieser Welt entdeckt.
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16. April 2008

Sag Leen zu mir

von LesArtige
Was Jugendliche über das Buch denken:

Leseeindrücke von Nicola Scholz
(12 Jahre)

Leen lebt bei einer Pflegefamilie. Hier sind alle nett zu ihm, doch trotzdem möchte er, dass es so wird wie früher. Seine Koffer packt er nicht aus, denn er hofft, dass seine Mutter ihn schon bald wieder abholt. Doch sie ist schwer krank. Und die Ärzte sagen, dass es noch dauern kann, bis sie wieder gesund wird. Das Buch ist in der Ich-Form erzählt. Dadurch bin ich Leen beim Lesen sehr nah gekommen und fand die Geschichte spannend. Obwohl es eine ernste Geschichte ist, habe ich manchmal vermisst, dass man irgendwo lachen kann. Sehr gut haben mir die schwarz-weiß Illustrationen gefallen, die zu der Stimmung der Geschichte passen

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25. März 2008

Scott O’Dell: Doppelter Bruch mit der Erzähltradition

von Bardola

Wer ist der Mann, der 1959 den Klassiker “Insel der blauen Delphine” schrieb, ein Roman, der bis heute Kinder und Erwachsene gleichermaßen fasziniert?

Scott O’Dell wurde als Odell Gabriel Scott 1898 in Los Angeles geboren, studierte Psychologie, Philosophie, Geschichte und Englisch, lektorierte danach Drehbücher und veröffentlichte 1924 eine Aufsatzsammlung über erfolgreiche Stummfilm-Scripts, worauf er von Paramount Pictures engagiert wurde. Er arbeitete in Hollywood auch als Kameramann, u.a. bei den Filmaufnahmen zu Ben Hur in Rom. Italien gefiel ihm so gut, dass er ein Jahr lang dort lebte und einen Roman schrieb, den er jedoch verbrannte. 1934 erschien “Woman of Spain” und nach dem Zweiten Weltkrieg zwei weitere Romane für Erwachsene. Von 1947 bis 1955 arbeitete er als Redakteur für die „Los Angeles Daily News“.
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28. Januar 2008

Morgenlicht und Sternenwächter

von LesArtige
Was Jugendliche über das Buch denken:

Leseeindruck von Clara Schattauer
(12 Jahre)

Dieses Buch erzählt vom Erwachsenwerden und davon, wie schwer das manchmal sein kann. Es handelt von zwei Geschwistern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Morgenlicht liebt den Morgen, Sternenwächter den Abend. Ihre Gefühle und ihr Blick auf die Welt sind wie Tag und Nacht. Trotzdem verstehen sie sich und halten zusammen, wenn es darauf ankommt. Die Kapitel wechseln zwischen zwei Perspektiven. So hat die Geschichte eine weibliche und eine männliche Stimme. Diesen Wechsel finde ich sehr interessant, denn in anderen Büchern ist er nicht so deutlich zu erkennen (oder gar nicht vorhanden)!
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15. November 2007

“Ein Glück!” Die LesArtigen stellen vergriffene Kinder- und Jugendliteratur vor

von ZVAB

… die es zum Glück noch über www.zvab.com gibt. Gemeinsam mit LesArt und der Gemeinschaft zur Förderung von Kinder- und Jugendliteratur e. V. rückt das ZVAB Leseerfahrungen von Kindern ins Rampenlicht. Kinder- und Jugendbücher, die als „nicht mehr lieferbar“ gelten, wohl aber über zvab.com antiquarisch erworben werden können, spielen die zweite Hauptrolle. Das Besondere an der neuen Kolumne im ZVABlog ist, dass die LesArtigen eben diese Bücher lesen und ihre Leseerfahrungen und –eindrücke formulieren. Kurze Inhaltsangaben von Erwachsenen ergänzen die Texte der Kinder.
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15. November 2007