ZVABlog

Direkt zum Inhalt springen

Nichts zu verlieren : DBC Pierres „Jesus von Texas“

von Bardola

Der 15-jährige Vernon Gregory Little aus der fiktiven texanischen Kleinstadt Martirio (Nomen est omen: Die Stadt steht symbolisch für alle hinterwäldle- rischen Städte in Zentral-Texas, dem Land der Bush-Dynastie) – pubertie- render, ständig fluchender Ich-Erzähler, verklemmter Außenseiter an der High School, Muttersöhnchen und geborener Verlierer – fiel bislang immer aus der Rolle. Doch jetzt wird ihm von den Stadtbewohnern und den Medien eine Rolle auf den Leib geschneidert: die Rolle eines Täters. (Weiterlesen …)

17. Oktober 2011

Zurück zum Glück

von Bardola

Katherine Hannigans Roman mit dem langen Titel Ida B. … und ihre Pläne, so viel Spaß wie möglich zu haben, Unheil zu vermeiden und (eventuell) die Welt zu retten erzählt in einer ungewöhnlich poetischen Prosa von Zufriedenheit, Krise und Glück.

Ich setzte mich auf die Veranda und schaute das Land und den Berg und die Bäume und die Sterne an, die, weiß Gott, nicht meine waren und es auch nie sein würden. Aber in einiger Hinsicht würden sie mir trotzdem immer gehören und es war völlig unmöglich mir vorzustellen, dass ich ihnen nicht gehörte. In Worten ausgesprochen ergibt das vielleicht keinen Sinn, aber an dem Abend ergab es für mich durchaus einen Sinn.
(Weiterlesen …)

8. Februar 2011

Kai aus der Kiste

von LesArtige
Wolf Durian - Kai aus der Kiste

Kais Geschichte spielt im Berlin der 20er Jahre. Seine Familie ist sehr arm, denn ist ist die Zeit der großen Inflation in Deutschland. Am liebsten verbringt der Junge seine Zeit mit seiner Bande „Die schwarze Hand“ auf der Straße. Eines Tages erfährt er von einem Freund, der in einem großen, teuren Hotel arbeitet, dass ein Hotelgast, der Amerikaner Mr Mac Allen, einen „Reklamekönig“ sucht, also jemanden, der besonders gute Werbung machen kann. Dieser „Reklamekönig“ soll die Schokolade in Deutschland vermarkten, die Mr Mac Allen herstellt. (Weiterlesen …)

28. Juni 2010

Beschützer der Diebe

von LesArtige

Die wissbegierige Dagmar, auch Dags genannt, wohnt in Berlin und hat etwas, was nicht jeder hat: zwei verschiedenfarbige Augen. Eins ist braun, eins ist blau. Ihre Cousine Gudrun ist vor einem Jahr nach der Trennung der Eltern mit ihrer Mutter nach Berlin gezogen und hat sich bisher nicht einleben können. Daher soll Dags sich um sie kümmern, worauf diese eigentlich gar keine Lust hat. Als sich die beiden dann doch endlich einmal verabreden hat Gudrun, deren Spitzname übrigens Guddi ist, noch jemanden an ihrer Seite: Olaf. So wie Guddi hat auch er ein Problem: Er stiehlt. Nicht bewusst und nicht gewollt, aber eine innere Stimme scheint ihn immer wieder dazu zu überreden.
(Weiterlesen …)

19. April 2010

Friedrich Anis suchende Jugendliche

von Bardola

Der Autor literarischer Kriminalromane Friedrich Ani hat sich im Bereich des Jugendromans mit dem Debüt Durch die Nacht, unbeirrt, mit dem modernen Klassiker Wie Licht schmeckt und mit dem seiner Zeit immer noch vorauseilenden Das unsichtbare Herz einen großen Namen als Chronist einsamer Protagonisten mit ungewöhnlich tief gehenden Gefühlen gemacht. Wie Licht schmeckt wurde fürs Kino verfilmt (Foto unten: Ani und die beiden jungen Schauspieler) und leistet, was nur ganz selten gelingt: Der Film erzählt eine ruhige Geschichte, die fesselnder als ein Thriller ist. In der Belletristik für Erwachsene gelang Ani im Jahr 2000 mit German Angst der Durchbruch. Wegen der Thematik (Ausländerhass), wegen der 14-jährigen Protagonistin Lucy und wegen der für das Hörbuch bearbeiteten Fassung sollte German Angst auch von Jugendlichen entdeckt werden: „Das Buch sticht durch seinen eindrucksvollen Realismus hervor und zeichnet als bestes Exempel des Genres ein beklemmendes Bild der Verbrechenswelt in der Bundesrepublik von heute“, schrieb die Jury anlässlich der Verleihung des Radio-Bremen-Krimipreises. In Wuppertal wurde German Angst als Theaterstück uraufgeführt und löste bei Lehrern und Schülern heftige Diskussionen aus. TV-Tatortkommissar Udo Wachtveitl liest eine besonders für Jugendliche geeignete Fassung des Bestsellers.
(Weiterlesen …)

18. August 2009

Irma Krauß – Arabella oder Die Bienenkönigin

von LesArtige
Irma Krauß - Arabella oder Die Bienenkönigin

„Wir sind umgezogen von Augsburg hinaus aufs Land.“ Und das erfreut Benni nicht besonders. Denn dort ist alles anders…

Da sind die Sailer-Truppe und die völlig ungewohnten Sitten der Dorfbewohner. Da ist Bennis völlig veränderter Vater. Und schließlich ist da Arabella, die so unglaublich bezaubernd ist, wenn sie alleine sind.
Dem Leben auf dem Land kann Benni dank Oma Friedl und dem alten Gregor dennoch bald etwas abgewinnen. Sie bringen ihm und den Lesern zum Beispiel viel über Bienen und den Umgang mit ihnen bei.
(Weiterlesen …)

10. August 2009

Martine Murray

von Bardola

Als ich noch ganz klein war, legte ich mich oft aufs Sofa und breitete meine Haare aus, wie Dornröschen es getan hätte. Ich schloss die Augen und lächelte das Lächeln eines Engels, der zufällig auf einem Sofa eingeschlafen ist. Ich wartete mit meinen Dornröschenhaaren und meinem Engelslächeln darauf, dass Mum mich suchte. Aber sie suchte mich nie. Sie hat mich nie so gefunden.

Das feuerrote Kleid

Wenig später erklärt ihr Mum, wie man die Nadel auf die richtige Stelle der Schallplatte legt: „Du musst sie ganz vorsichtig absenken, Manon. Verstehst du, wie ein Schmetterling, der auf einem Blütenblatt landet.“ Der Roman Das feurrote Kleid von Martine Murray vibriert von der ersten bis zur letzten Seite vor Empfindsamkeit. Die Nadel hob und senkte sich über den Wellen, ohne dabei aus der Spur zu geraten, genau so, wie ich durch mein Leben gehen wollte.
(Weiterlesen …)

15. Juni 2009

Cecily von Ziegesar: Gossip Girl

von Bardola

An keiner anderen Gattung lassen sich Tradition und Veränderung im Buchmarkt besser erkennen als am Jugendbuch. Jung sollen sie sein: die Autoren, die Lektoren und die Übersetzer, um möglichst nah dran an der Zielgruppe 14+ zu sein. Und die ergrauten Kritiker? Sie wundern sich über TV-Serien, die auf Büchern basieren, aktuell über Gossip Girl auf ProSieben. Sie nehmen skeptisch das gleichnamige Buch in die Hand – „Soap!“, schreit aus von den Umschlagtexten –, klappen es auf und lesen das Motto: „‚I’m your Venus, I’m your fire. At your desire.’ Bananarama, Venus.” (Weiterlesen …)

11. Mai 2009

Die letzten Riesen

von LesArtige
Was Jugendliche über das Buch denken:

Leseeindrücke von Vincent Viebig
(11 Jahre)

„Es geschah während eines Spaziergangs über das Hafengelände. Als ich jenen Gegenstand kaufte, der mein Leben verändern sollte – einen riesengroßen Zahn.“ So beginnt das Buch von François Place, dass wie der Name schon sagt, von Riesen handelt. Es handelt von dem englischen Forscher Archibald Leopold Ruthmore, der sich im Jahre 1850 auf die Suche nach dem Ursprung des Zahns macht. Und dabei im Inneren Asiens die angeblich letzten Riesen dieser Welt entdeckt.
(Weiterlesen …)

16. April 2008

Auf der Titanic

von LesArtige
Was Jugendliche über das Buch denken:

Leseeindruck von Sebastian Bahr
(12 Jahre)

In dem Buch erzählen Harold Bride und Jack Thayler. Durch den Funker und den Passagier erlebe ich das Abenteuer der Titanic vom Ablegen, vom Untergang und von der Rettung durch die Carpathia mit. Zum Teil in Tagebuchform geschrieben umfasst das Buch die Tage vom 10. April 1912, 10.30 Uhr bis zum 15. April 1912 18.00 Uhr. Dieser erzählende Fließtext wird von Sachtexten ergänzt. Immer, wenn auf einer Seite ein Seil erscheint, trennt es den Fließtext von Sachinformationen. Das Seil führt wie ein roter Faden durch das Buch.
(Weiterlesen …)

15. Januar 2008

Morgenlicht und Sternenwächter

von LesArtige
Was Jugendliche über das Buch denken:

Leseeindruck von Clara Schattauer
(12 Jahre)

Dieses Buch erzählt vom Erwachsenwerden und davon, wie schwer das manchmal sein kann. Es handelt von zwei Geschwistern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Morgenlicht liebt den Morgen, Sternenwächter den Abend. Ihre Gefühle und ihr Blick auf die Welt sind wie Tag und Nacht. Trotzdem verstehen sie sich und halten zusammen, wenn es darauf ankommt. Die Kapitel wechseln zwischen zwei Perspektiven. So hat die Geschichte eine weibliche und eine männliche Stimme. Diesen Wechsel finde ich sehr interessant, denn in anderen Büchern ist er nicht so deutlich zu erkennen (oder gar nicht vorhanden)!
(Weiterlesen …)

15. November 2007

“Ein Glück!” Die LesArtigen stellen vergriffene Kinder- und Jugendliteratur vor

von ZVAB

… die es zum Glück noch über www.zvab.com gibt. Gemeinsam mit LesArt und der Gemeinschaft zur Förderung von Kinder- und Jugendliteratur e. V. rückt das ZVAB Leseerfahrungen von Kindern ins Rampenlicht. Kinder- und Jugendbücher, die als „nicht mehr lieferbar“ gelten, wohl aber über zvab.com antiquarisch erworben werden können, spielen die zweite Hauptrolle. Das Besondere an der neuen Kolumne im ZVABlog ist, dass die LesArtigen eben diese Bücher lesen und ihre Leseerfahrungen und –eindrücke formulieren. Kurze Inhaltsangaben von Erwachsenen ergänzen die Texte der Kinder.
(Weiterlesen …)

15. November 2007

Seite 1 von 212