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Jutta Richter: Hechtsommer

von bardola

Zwei Brüder, Daniel und Lukas, und ihre etwas ältere Freundin Anna leben schon so lange sie sich erinnern können gemeinsam in einem Wasserschloss abseits vom Dorf. Anna mit ihrer Mutter, die Brüder mit ihren Eltern Gisela und Peter. Heimlich lernen die Jungen an den freien Sommernachmittagen fachgerechtes Angeln, um später einmal den stolz dahingleitenden Hecht im Schlossgraben zu fangen, obwohl Fischen dort streng verboten ist. Dieses grünsilbrig schimmernde, wild und gefährlich aussehende Tier ist eine Herausforderung für die Brüder. Den Hecht zu fangen erfordert Mut und Geschick. Sie kaufen eine Ausrüstung und üben ausdauernd mit Kescher und Leine. Die Ich-Erzählerin Anna allerdings macht nur halbherzig mit, denn sie hält Angeln für Tierquälerei. „Als wir an diesem Mittag aus der Schule kamen, waren die Rapsknospen aufgeplatzt. Schon von weitem sahen wir das Feld leuchten. (…) ,Da wird man fröhlich vom Hingucken!’, hatte Lukas einmal gesagt. Und das stimmte. Aber heute war es anders, denn ich musste an Giselas Haare denken und ich fürchtete mich.“ (Weiterlesen …)

19. May 2008