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Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher

Ernst Glaeser – gefeiert, verfemt, vergessen. Zur Karriere eines deutschen Schriftstellers

von tergast

„Ich kann mit diesem Buch wenig anfangen. Das kann an mir liegen. Und deshalb ist der Autor, der eine der saubersten und anständigsten Erscheinungen der jüngern Generation ist, noch lange kein wilder Höllenhund. Er hat Anspruch darauf, gehört zu werden. Der Mann hat episches Talent. Er hat auch einen leisen Humor. Möge er sein Talent von keinem Stoff und von keiner Doktrin auffressen lassen.“

Am 16.12.1930 erscheint in der Weltbühne eine Kritik an Ernst Glaesers gerade erschienenem Roman Frieden. Rezensent Peter Panter, eines der journalistischen alter egos des berühmten Kurt Tucholsky, verleiht darin vor allem mit der letzten Bemerkung einer Hoffnung Ausdruck, die Glaeser auf eindrucksvolle Art und Weise nicht erfüllen konnte.

Der Name Ernst Glaeser hat in der deutschen Literaturgeschichte einen eigentümlichen Beigeschmack, zeigt doch die Karriere dieses Autors Risse und Brüche wie nur wenig andere. Und Ansatzpunkte zur Kritik gibt es, sicherlich, doch ist letztlich alles menschlich, allzumenschlich… (Weiterlesen …)

28. April 2008