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Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher

3. Kölner Antiquariatstage – Ausstellerverzeichnis

von zvab

3. KÖLNER ANTIQUARIATSTAGE
Freitag, 30. – Samstag, 31. Mai 2008
Kölnisches Stadtmuseum
(Zeughausstr. 1 – 3, 50667 Köln)
Fr.: 15:00 – 20:00 Uhr
Sa.: 11:00 – 18:00 Uhr

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26. May 2008

Gorki, Revolutionär und Pragmatiker

von wietek

Bis zu Gorkis Rückkehr nach Russland (Ende 1913) kann man Gorki als revolutionär-romantischen Schriftsteller bezeichnen, auch wenn er sich zwangsläufig viel mit Politik beschäftigte. Ab 1914 – mit Beginn des Ersten Weltkrieges, dessen Übergang in die Revolution und die Etablierung des russisch-sozialistischen Staates – wurden die Verhältnisse in Russland verworren, und auch die Haltung Gorkis, der ab jetzt aktiv am politischen Geschehen teilnimmt, wird undurchschaubarer und scheinbar widersprüchlich.
 
Diese Widersprüchlichkeit hat seinem Ansehen als Mensch und Schriftsteller in den westlich orientierten Ländern schweren Schaden zugefügt; in den sozialistischen Ländern – die sich allerdings nur das aus Gorkis Schaffen herauspickten, was ihnen genehm war – wurde er zu einer Ikone des Sozialismus und Kommunismus hochstilisiert. Es gibt einige gute und objektive Biografien über Gorki wie »Geir KjetsaaMaxim Gorki. Eine Biographie“, 1994« oder »Henri TroyatGorki, Sturmvogel der Revolution“ 1987« und neue Erkenntnisse (zu lesen bei Armin Knigges »www.der-unbekannte-gorki.de«), weshalb ich hier nur auf einige markante Daten eingehen werde, die die Person Gorki und sein Schaffen etwas durchschaubarer machen sollen. Völlig aufzuklären wird auch hier nicht möglich sein, schon allein weil viele Faktoren eine Rolle spielen: Die persönliche (emotional und wirtschaftliche) Situation Gorkis, menschliche Beziehungen (zu seiner Ex-Frau und seinem abgöttisch geliebten Sohn), die sich rasant verändernde politische Situation in Europa (z.B. Gegenrevolution durch die Weißen mit Hilfe des Auslands, Aufkommen des Faschismus), die sich täglich, ja stündlich ändernden Meldungen und Falschmeldungen in höchst emotionalen und explosiven Situationen und und und. Ich will es dennoch versuchen.
 
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3. December 2007

Maxim Gorki, Der Romantiker und Revolutionär

von wietek

Maxim Gorki (weitere Schreibweisen des Namens: Maksim Gork’ij oder Gorkij), geboren am 16. März (nach dem alten vorrevolutionären Kalender) bzw. 28 März (nach dem heute gültigen Kalender) 1868 in Nischni-Nowgorod und gestorben am 18. Juni 1936.
Sein eigentlicher Name, auf den er getauft wurde, lautet Alexej Maximowitsch Peschkow. Das Pseudonym nahm er erst an, als seine erste Erzählung »Makar Tschudra« veröffentlicht werden sollte; mit dem Namen „Maxim“ wollte er an seinen früh verstorbenen Bruder erinnern, und russisch „gorki“ heißt „der Bittere“, der Spitzname, den sein Vater wegen seiner spitzen Zunge gehabt hatte.
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5. November 2007

Identitätssuche im deutsch-jüdischen Kontext: Jakob Wassermann

von tergast

Welch bleibende Wirkung die Jahre der nazistischen Barbarei hatten, lässt sich u.a. auch auf dem Feld der Literatur bestens studieren. Viele der von den braunen Horden verfemten Autoren, deren Bücher auf dem Scheiterhaufen landeten, waren vor dem Dritten Reich viel gelesene, bekannte und geschätzte Autoren. Einer der Wichtigsten, bei dem diese Scheiterhaufen-Zäsur bleibende Wirkung hinterlassen hat, ist zweifelsohne Jakob Wassermann.

Im März 1873 im fränkischen Fürth geboren, hätte aus dem kleinen Jakob ein Spielwarenfabrikant werden können, wenn er die auf Geheiß des Vaters 1889 in Wien begonnene Lehre im Geschäft seines Onkels ernst genommen und beendet hätte. Doch Jakob fühlte sich zu anderem berufen, Schreiben war sein Metier, und so schmiss der junge Mann die Lehre, um sich zunächst auf eine unstete Wanderschaft zu begeben, die ihren negativen Höhepunkt in den Erfahrungen einer einjährigen Militärzeit in Würzburg hatte. Wassermanns Erlebnisse dort müssen in etwa vergleichbar mit den Grausamkeiten sein, die Rilke in St. Pölten erlebte und werden in beiden Fällen eine prägende Zeit für den späteren Schriftsteller gewesen sein.
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30. October 2007

Dank der ZVAB Antiquariate konnten viele Buchverluste wiederbeschafft werden.

von zvab

Am 24. Oktober wurde die Anna-Amalia Bibliothek wiedereröffnet. Am 2. November 2004 wurden über 50.000 Bücher durch einen verheerenden Brand schwer beschädigt – 25 Jahre wird die Restaurierung und Wiederbeschaffung dauern, meint Matthias Hageböck, Restaurierungsleiter der Bibliothek. Das ZVAB hat daher diesen Kulturauftrag mit angenommen und seinerzeit gemeinsam mit den ZVAB Mitgliedsantiquariaten eine Spendenaktion ins Leben gerufen, die stolze 23.383,50 Euro eingebracht hat. Diese Summe ist der Erlös der ZVAB Benefizaktion zugunsten der Bibliothek und entstand durch rund 40.000 Bestellungen. Das ZVAB und 551 ZVAB Mitgliedsantiquariate hatten im Zeitraum vom 20.10.04 bis zum 30.11.04 pro verkauften Artikel ab einem Wert von 10 Euro zusammengelegt und 50 Cent gespendet: 20 Cent kamen vom jeweiligen Antiquar und das ZVAB gab 30 Cent dazu. Von diesem Geld konnten diverse Bücher neu unter anderem über das ZVAB, das bald zu einer der Hauptwiederbeschaffungsquellen der Anna Amalia Bibliothek wurde, angeschafft werden.

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24. October 2007