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Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher

Über die Zukunft des Buches

von ZVAB
What is Reading for? von Robert Bringhurst

Vom 9. bis 12. Juni 2010 fand am Rochester Institute of Technology ein Symposium mit dem Titel The Future of Reading (Die Zukunft des Lesens) statt. Dass die dort geäußerten Expertenmeinungen auch zwei Jahre später noch von höchstem Interesse sind, beweist ein Blick auf ein Büchlein mit dem Titel What is Reading for? (Wozu lesen?). Es enthält den Abschlussvortrag des renommierten Typografie-Spezialisten Robert Bringhurst (Autor des Referenzwerks The Elements of Typographic Style) und ist bisher leider nur in englischer Sprache, in einer Auflage von 500 Ausgaben, erschienen.

Was bedeutet Lesen?
Darin befreit der Autor den Begriff des Lesens von seiner sprichwörtlichen Bedeutung und (Weiterlesen …)

4. May 2012

Zurück zum Papier: Ollos Welt 2035

von bardola

E-Book hin oder her, in Ollos Welt spielt das gute alte Papier die handfeste und greifbare Hauptrolle. Ollo ist ein zehnjähriger Junge mit John-Lennon-Brille, ein Forscher und Vielschreiber, ein EMGAP (Erfinder modernster Gerätschaften aus Papier), der sich im Jahr 2035 allerhand pfiffige Gedanken macht: über seine Schwestern Ariane 1 und Ariane 2, seinen rothaarigen Vater, der ebenfalls Erfinder ist, und seine blauhaarige Mutter, die Chefdesignerin. Ollo setzt sich für den Tierschutz ein, beschäftigt sich mit „Schikanemanagern“ und „Alleshörern“ und führt über seine skurrilen Entdeckungen und betörenden Erfahrungen ein öffentliches, intergalaktisches Tagebuch. Ob Ollos erstes Date oder die Geschichte von der Schildkröte Lotus-Elsa, die in seinen Rucksack pinkelt – über 52 Wochen hinweg wird alles mit Präzision und Humor aufgezeichnet.
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8. March 2010

Eine Frau mit Buch

von konecny

Eine Frau mit Buch macht mich an. Wenn ich eine Frau mit Buch sehe, muss ich am Abend kein Bier trinken. Nach einer Frau mit Buch brauche ich keine anderen Drogen. Wegen einer Frau mit Buch streune ich wie ein Wahnsinniger durch Buchhandlungen, Buchmessen und Bibliotheken. Das Schlimmste für mich wäre wohl, wenn Männer wieder zu lesen anfangen und Frauen aus den Buchhandlungen verschwinden würden. Aus der U-Bahn ist eine Frau mit Buch bereits verschwunden. Leider nimmt dich eine Frau mit Buch gar nicht wahr – sie hat an ihrem Buch ja Ersatzbefriedigung genug. Damit mich eine Frau mit Buch wahrnimmt, bin ich Schriftsteller geworden. 20 Jahre lang hab ich mit diesem Scheißschreiben verbracht, bis mir klar wurde, dass für eine Frau mit Buch nur ein berühmter Schriftsteller von Interesse ist. Eine Frau mit Buch liest ja keine Bücher unbekannter Autoren, wie du einer bist. Eine Frau mit Buch nimmt nur das große Ding von Philip Roth oder John Irving oder Günter Grass in die Hand, und nicht dein Mickriges, an dem kein Bestsellerorden hängt, du Versager, du!..
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2. March 2009