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Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher

8. bis 12. Februar 2010BRECHT-TAGE 2010 Bild und Bildkünste bei Brecht

von zvab
Literaturforum im Brecht-Haus

Was kennzeichnet Bertolt Brecht als Bildersammler? Wo sind es Bilder statt Texte, die zu Ideengebern, Studienobjekten und Anlässen seines Schreibens wurden und was zeichnet die so entstandenen Texte Brechts aus? Wird Brecht den eigenen, von ihm selbst entwickelten Ansprüchen an das Zusammenspiel der Künste gerecht? Kann von einem eigenen Stellenwert der visuellen Erfahrung bei Brecht gesprochen werden – unabhängig oder gar gegen den Text? Ziel der Brecht-Tage 2010 ist es, den Stellenwert der Bilder und Bildkünste für Brecht zu bestimmen. Um die Aktualität seiner Ansätze zu prüfen, beteiligen sich neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch Theaterkünstler und Literaten.

Programm (PDF)

7. February 2010

Esskultur

von konecny

„Wir saßen auf den strohgeflochtenen Stühlen im Esszimmer eines der köstlichen alten Landhäuser in der Umgebung von Paris.“

Gleich der erste Satz von Brechts Kurzgeschichte Esskultur machte mich glücklich. Boah! Jedes Dingwort so groß wie seine Information, jedes Wort in Reih und Glied. Wie Wortsoldaten! Vom Größten zum Kleinsten: Stühle, Esszimmer, Landhaus, Umgebung von Paris. Und ich hockte in der Umgebung von München! Genau gesagt in der S-Bahn! Nach einem Jahr Flüchtlingslager hatte man mich – den Tschechen – endlich unter die Deutschen gelassen..

Die S-Bahn rüttelte etwas. Schnell legte ich meine Hand auf den Topfdeckel neben mir. Immer wenn der Deckel hoch hüpfte, entwich aus dem Gulaschtopf eine dicke Knoblauchfahne. Die Nüstern der Fahrgäste blähten sich auf, ihre Nasenflügel flatterten auf der Suche nach der Duft-Quelle. Da! Sie sogen den Knoblauchduft tief ein und erschauerten vor Wonne. Danke Dir, Gott! Die Deutschen mögen Knoblauch!
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3. August 2007

Bertolt Brecht: 50. Todestag

von zvab
Bertholt Brecht
© Fotomuseum im Münchner
Stadtmuseum

Bertolt Brecht, der am 14. August vor 50 Jahren starb, galt und gilt nach wie vor als einer der größten deutschen Dramatiker. “Episches Theater” und “Verfremdungseffekt” sind Begriffe, mit denen versucht wurde, uns diesen Brecht in der Schule nahe zu bringen, offensichtlich mit zweifelhaften Erfolg: Laut einer aktuellen Umfrage kennt fast die Hälfte der Deutschen kein Werk des so bedeutenden Dichters mehr. Sehr schade, denn es lohnt sich, die Entwicklung des Bertolt Brecht zu verfolgen: Von seinem Frühwerk Baal über die Dreigroschenoper (sein erstes episches Drama) und das Parabelstück Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui bis zu Herr Puntila und sein Knecht Matti ist es ein weiter (und lehrreicher) Weg. Wenn Sie einmal in Berlin sind, dann sollten Sie sich eine Inszenierung seiner Werke an dem von ihm gegründeten Berliner Ensemble nicht entgehen lassen.
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14. August 2006