In Memoriam: Lothar-Günther Buchheim
von ZVABDer Kunstsammler und Autor Lothar-Günther Buchheim verstarb 89jährig in Feldafing am Starnberger See. Der unter anderem durch das Buch (1973) und die gleichnamige Filmadaption (1981) Das Boot (6 Oscar Nominierungen) bekannt gewordene Schriftsteller und Kunstsammler erlag am Abend des 22.02.2007 einem Herzversagen.
Lothar-Günther Buchheim publizierte nach seinem Werk Das Boot, einem der großen Bestseller der deutschsprachigen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg, unter anderem noch weitere erfolgreiche Romane. Mit den Fortsetzungen seiner Kriegserinnerungen Die Festung (1995) und Der Abschied (2000) erreichte er ebenfalls ein großes Publikum.
Zuletzt machte Buchheim aber durch sein Museum der Phantasie in Bernried am Starnberger See Schlagzeilen. (Weiterlesen …)
26. Februar 2007Patrick Süskind: Das Parfum
von ZVABParis, 17. Juli 1738: Am “allerstinkensten Ort” der Stadt beginnt Das Parfum, der Debütroman von Patrick Süskind. Jean-Baptiste Grenouille, Geruchsgenie, Mörder und alles in allem eine der „genialsten und abscheulichsten Gestalten” seiner Epoche, wird auf dem Pariser Fischmarkt zwischen stinkendem Abfall und menschlichen Exkrementen geboren. Von der Mutter verlassen wächst er als Findelkind auf und beginnt schon früh seine Jagd: Die Jagd nach dem perfekten Parfum, für das er über Leichen geht. Selbst ohne Eigengeruch, tötet er, um das zu bekommen, was ihm selbst Zeit seines Lebens verwehrt bleiben soll: eine eigene, duftende Identität – und Liebe. (Weiterlesen …)
1. September 2006Marcel Proust 135. Geburtstag
von ZVAB
Marcel Prousts monumentales siebenbändiges Romanwerk Auf der Suche nach der verlorenen Zeit zählt zu den größten Romanen des 20. Jahrhunderts. Das mehr als 3000 Seiten umfassende Werk, das - die Vorbereitungszeit mit eingerechnet - in einem Zeitraum von ca. 20 Jahren entstand, ist wahrscheinlich leider das am seltensten vollständig gelesene. Zu literarischer Berühmtheit hat der Autor vor allem einem Gebäckstück verholfen: der Petite Madeleine.
Die Madeleines dienen dem Protagonisten als Schlüssel, der ihm für immer verschlossen geglaubte Türen in seinem Inneren öffnet und so Zugang zu den Erinnerungen seiner Kindheit gewährt. In der vielzitierten Episode löst ein Sinneseindruck, der Geschmack des Kuchens in Verbindung mit Lindenblütentee, beim Erzähler ein erhebendes Glücksgefühl aus und setzt bei ihm damit einen unwillkürlichen Erinnerungsprozeß in Gang: (Weiterlesen …)



