Frau im Licht
von Jaromir Konecny
Vladimír Birgus’ Rückschau
auf Drtikols Werk und Leben
(aus dem Sortiment des An-
tiquariats Bernhard, Berlin)
Das Schaffen des ersten tschechischen Fotografen von weltweiter Bedeutung, František Drtikol, begann sich vor dem Ersten Weltkrieg zu entwickeln. … Durch wohldurchdachten Einsatz des Lichts und manchmal auch durch leichte Unschärfe schuf er aus den Modellen fast unreale Traumgestalten, indem er außer dem Ideal der Schönheit auch die symbolische Aussage unterstrich. … Drtikols Akte waren für ihre Zeit sehr kühn und zeigten den nackten Körper in seiner Natürlichkeit und Schönheit.
[Vladimír Birgus: Tschechische Avantgarde-Fotografie]
Der Schatten spielt eine völlig selbständige Rolle, besonders beim Füllen einer Fläche; er haucht Leben ein, betont, ist genauso wichtig wie die Sache selbst.
[František Drtikol: Augen weit geöffnet]
In einem der Käfige wurde ein riesiger Bär gehalten und gezeigt. Der Anblick dieses Tieres, das der kleine František zum ersten Mal im Leben sah, hat ihn unbegreiflich erregt und gereizt. Er versuchte sogar – durch einen inneren Trieb dazu gebracht – es mit einer Axt anzugreifen, was ganz seinem milden Charakter widersprach. … Die wahrscheinliche Erklärung kann man erst in den Erinnerungen von Rostislav Obsnajdr finden, dem Drtikol am Ende seines Lebens erzählte, dass er in einem seiner früheren Leben in Russland gelebt habe und infolge von Verletzungen gestorben sei, die ihm durch einen Bären zugefügt worden seien.
[Karel Funk: Der Mystiker und Lehrer František Drtikol] (Weiterlesen …)
Popularity: 2% [?]
24. Oktober 20113. Kölner Antiquariatstage – Ausstellerverzeichnis
von ZVAB
3. KÖLNER ANTIQUARIATSTAGE
Freitag, 30. – Samstag, 31. Mai 2008
Kölnisches Stadtmuseum
(Zeughausstr. 1 – 3, 50667 Köln)
Fr.: 15:00 – 20:00 Uhr
Sa.: 11:00 – 18:00 Uhr
Popularity: 7% [?]
26. Mai 2008Meine erste Antiquariatsmesse
von Jaromir KonecnyIch vergesse nie die Panik in den Augen meines Antiquariatspartners Christof, immer wenn ich nach der Gründung unseres Abeceda-Antiquariats vom Flohmarkt in unseren Laden zurückkehrte. Breit grinsend und mit vollen Plastiktüten in den Händen. Glücklich breitete ich den eingekauften Antiquaritsmüll vor Christof aus, die zwar alten, doch unverkäuflichen und halb zerfledderten Kunst- und Prachtbände, die unvollständigen Klassikerwerkausgaben, die jeden Flohmarkt schmücken, und sagte stolz: „Tausend Mark haben die Schätze gekostet.“
„Hau das in die Wühlkisten!“ sagte Christof und seufzte. „Wir sollten uns für eine Antiquariatsmesse anmelden! Dort können wir etwas über wirklich wertvolle alte Bücher lernen.“
(Weiterlesen …)
Popularity: 6% [?]
12. November 2007Gute Geschichten
von Jaromir Konecny
Ein Buch enthält eine Geschichte. Mindestens eine. Sogar ein Sachbuch. Doch ein antiquarisches Buch ist außerdem der Held seines eigenen Abenteuers. So muss ein guter Antiquar auch ein guter Geschichtenerzähler sein. Je besser die Geschichte, desto besser lässt sich das Buch verkaufen. Natürlich machen gute Geschichten auch dem Antiquar viel mehr Spaß.
Eine verregnete Nacht im Herbst vergesse ich nie. Vor einigen Monaten hatten Christof Größl und ich das Abeceda-Antiquariat gegründet. Jetzt hockten wir in einer Raststätte an der Autobahn und versuchten, uns mit Kaffee die Nacht aus den Köpfen zu schlagen. Vor uns auf dem Tisch einige Zettel, ein Pfandschein und ein handschriftlich geschriebenes Büchlein: Originalschriften des Dichters J. G. Seume. Mit Seumes Gedichten darin. „Mann!“ sagte ich. „Und wenn das eine echte Handschrift von Seume ist?“ „Der Einband ist höchstens 100 Jahre alt!“ sagte Christof. „Und auch die Schrift entstand wohl später als zu Seumes Lebzeiten.“ Seume starb im Jahre 1810. Was sollte dann aber der dem Band beigelegte Pfandschein vom 19.12.1922? Hier hatte ein Wirt des Gasthofs Zum Weißen Ross in Knautkleeberg bei Leipzig unterschrieben, dass er „zwanzigtausend Mark Pfand für einen Band Seumegedichte“ erhalten habe. Unser Buch! Dabei lag ein gedrucktes Programm der Seume-Gedenkfeier am 13. Juni 1910 im Gasthof Zum Weißen Ross in Knautkleeberg – an Seumes hundertsten Todestag also – und ein gedrucktes Portrait Seumes.
(Weiterlesen …)
Popularity: 6% [?]
10. Oktober 2007Vom Erfolgsseminar – zum Büchermarkt
von Norbert LennartzAm 1. und 2. Juni diesen Jahres nahmen wir am ersten ZVAB Erfolgseminar in Tutzing teil, um unser Versandantiquariat „Der Philo-Soph“ noch effektiver zu führen. Das Seminar erfüllte alle unsere Erwartungen und war für uns ein voller Erfolg.
Wir begegneten während dieser zwei Tage einem sehr sympathischen Kollegenkreis, in dem auf sehr offene Art und Weise über mögliche Verbesserungen in den jeweiligen Unternehmen gesprochen wurde. Die Leitung in diesen Gesprächen übernahm unser erstklassiger Referent, Hasso Bräuer, der selbst über reichlich Erfahrung als Antiquar verfügt. Besonders der Umgang mit Kollegen, die schon länger als wir ein Antiquariat führen, war während und nach dem Seminar sehr konstruktiv. So ergaben sich neue Ideen und Herangehensweisen an unterschiedlichste Problemstellungen. (Weiterlesen …)
Popularity: 5% [?]
9. Juli 2007Test: Eignen Sie sich zum Antiquar?
von ZVABSchauen Sie sich den Film an. Wenn Sie danach nicht über Umschulung nachdenken, müssen wir Ihnen leider von der Ergreifung des schönen Berufs “Antiquar” abraten.
Falls doch, nehmen Sie schnellstmöglich am ZVAB Erfolgsseminar teil und fragen Sie zu Risiken und Nebenwirkungen unseren ZVAB Mitgliederservice.
Viel Spaß beim Selbsttest!
Ihr ZVAB Team
Popularity: 4% [?]
28. Juni 2007ZVAB Erfolgsseminar endet mit großem Beifall der Teilnehmer
von ZVABUnter der Seminarleitung von Hasso Bräuer, selbst erfolgreicher Internetantiquar, fand am 1. und 2. Juni das erste ZVAB Erfolgsseminar statt. 15 Teilnehmer trafen sich in der Evangelischen Akademie in Tutzing am Starnberger See, um ihre Kenntnisse des Antiquariatsmarkthandels zu vertiefen und den einen oder anderen Trick für bessere Online-Verkäufe zu lernen. (Weiterlesen …)
Popularity: 3% [?]
4. Juni 2007Der Schatz im Altvatergebirge
von Jaromir Konecny
Wenn es einen Beruf gibt, den man macht, weil man in Bücher verknallt ist, dann ist es der des Antiquars. Welcher normale Mensch sonst würde sich freiwillig heftigen Attacken von Schimmel und Staub aussetzen, während er auf einem Dachboden einen Altpapierhaufen durchwühlt? Deine Augen tränen, du hustest und schnappst nach Atem. „Nie wieder!“, keuchst du, und plötzlich hältst du in der Hand eine vergammelte Erstausgabe der Letzten Lockerung von Walter Serner. Boah! Das morsche Buch stinkt wie die Pest, du kriegst Keuchhusten, wenn du’s nur aufschlägst, jawohl, aber der Umschlag, Mann, der Originalumschlag ist dabei, und so läufst du mit der DADA-Bibel nach Hause und ab in den Kühlschrank damit. Klar, in eine Plastiktüte verpackt. Weil dir gerade vor kurzem ein Antiquars-Kollege erzählt hat, ein paar Wochen Gefrierbox würden den hartnäckigsten Schimmelpilzgeruch vertreiben. Was selbstverständlich Blödsinn ist.
(Weiterlesen …)
Popularity: 6% [?]
25. Mai 2007
