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Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher

Großereignisse und ein neurotischer Buchmarkt: Über die Rezeption südafrikanischer Kriminalliteratur

von litprom

Krimi-Kolumne von Thomas Wörtche

Großereignisse wie die Fußballweltmeisterschaft sind de facto gigantische Multiplikatoren. Ein paar Aufmerksamkeitssplitter bleiben auch für die Kultur, davon ein paar für die Literatur und von diesen wiederum ein paar für die Kriminal- literatur. Im Falle Südafrikas sogar ganz speziell für die Kriminalliteratur. Denn ohne die globale Bedeutung von literarischen Schwergewichten wie Nadine Gordimer, André Brink und J. M. Coetzee schmälern zu wollen – Kriminalautoren wie Deon Meyer (vgl. auch unsere Interview-Kolumne Deon Meyer: ein Mann mit Leidenschaft) und in dessen Erfolgssog Roger Smith, Andrew Brown oder Margie Orford haben binnen einiger Jahre einen mindestens analogen Bekanntheitsstatus bei einem breiteren internationalen Publikum erreicht. (Weiterlesen …)

27. July 2010

Die Wahrheit im Blick und echten Geschichten auf der Spur

von litprom

In den letzten zehn Jahren hat die deutsche Buchlandschaft eine interessante Entwicklung durchlaufen. So konnten wir beobachten, wie das scheinbar generell gesteigerte Bedürfnis nach “echten” Geschichten und dem “wahrem Erlebten” befriedigt wurde und noch immer mit neuen spektakulären (Auto-)Biografien, Dokumentationen und Reportagen befriedigt wird. Vielerorts spricht man von einem Documentary Turn, ein Begriff, der die gesteigerte Produktion von autobiografischen Erzählungen, aber auch biografischen Narrationen dokumentiert. Natürlich wurden schon immer Geschichten solcher Art erzählt. Neu ist jedoch, dass heute vermehrt Geschichten von Afrikanerinnen erzählt werden, von Frauen, die oftmals viele tausend Kilometer reisen mussten, bevor sie die Grenzen Europas erreichten und glaubten, ihrem Traum von einem besseren Leben näher gekommen zu sein. Doch wie gestaltet sich dann dieses neue Leben in Europa? Während sich manche tatsächlich ihrem Ziel näher sehen, scheinen andere gerade erst den Eingang zur Hölle passiert zu haben. (Weiterlesen …)

11. March 2009

Amma Darko aus Ghana: Polygamie ist das Hauptübel

von litprom

   Amma Darko (Foto:Regina Bouillon)

Amma Darko, 1956 geboren in Tamale im Norden Ghanas, gehört zu den meist gelesenen afrikanischen Autorinnen in Deutschland. Das verdankt sich unter anderem der Tatsache, dass ihr Debüt Der verkaufte Traum zunächst auf Deutsch im Stuttgarter Schmetterling Verlag erschien, der bis heute alle ihre Romane veröffentlicht und Darko regelmäßig zu Lesereisen einlädt. Zuletzt war sie mit ihrem jüngsten Werk Das Lächeln der Nemesis unterwegs.
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29. September 2008

Deon Meyer: ein Mann mit Leidenschaften

von litprom

Deon Meyer, der erfolgreiche Autor von Kriminalromanen aus Südafrika, entspricht genau dem Bild, das man sich von einem ehemaligen Rugbyspieler macht. 1958 in Paarl in der westlichen Kap-Provinz in Südafrika geboren, wuchs er in der Goldgräberstadt Klerksdorp auf, leistete seinen Militärdienst im angolanischen Bürgerkrieg ab, studierte an der Potchefstroom-Universität und arbeitete dann als Reporter beim „Volksblad“, einer afrikaanssprachigen Tageszeitung in Bloemfontein. Nach jahrelanger Tätigkeit unter anderem als Pressesprecher, Webdesigner, Manager für BMW Südafrika und in der Werbebranche ist er heute freier Schriftsteller, sein Traumberuf seit seinem 14. Lebensjahr.
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7. April 2008