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Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher

Iwan Sergejewitsch Turgenjew – Sein literarisches Schaffen, Romane II

von wietek

So wünschenswert es wäre, jeden einzelnen von Iwan Turgenjews hochklassigen Romanen ausführlich zu besprechen – hier ist dafür weder Zeit noch Raum. Stichwortartige Notizen über die Handlung und die persönlichen Bezüge müssen genügen, um Lust auf mehr zu machen. Wer sich den höchst interessanten literaturwissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Analysen zuwenden will, die Turgenjews Romanwerk nach sich gezogen hat, wird in den Literaturangaben am Ende dieses Textes viel Lesenswertes finden. (Weiterlesen …)

20. July 2010

Iwan Sergejewitsch Turgenjew – Sein literarisches Schaffen, Erzählungen I

von wietek

Die Umstände, die Turgenjews Leben geprägt haben, beeinflussten natürlich Turgenjews literarisches Schaffen – und das mehr als bei anderen Schriftstellern.
Iwan Turgenjew
selbst betonte in vielen Briefen, dass er „nach dem Leben” schreibe, dass er viel selbst Erlebtes und von anderen Erfahrenes verwende. Das ging so weit, dass er seinen Personen sogar die äußeren Züge von Freunden, Bekannten und Familienangehörigen verlieh; er griff die Wesenszüge seiner Mitmenschen auf, spitzte sie zu, um das Wesentliche herauszukristallisieren, und verwendete sie – was ihm mehrere Male heftigen Ärger einbrachte und sogar zu Zerwürfnissen führte. Rein fiktionale Wesen waren seine Sache nicht. Und Turgenjew war ein rastloser Mensch, der viel herumreiste und zwangsläufig viele berühmte und ganz einfache Menschen kennenlernte und Gewöhnliches und Außergewöhnliches erlebte; das brachte viel „Material“ für sein Schreiben. Noch auf dem Totenbett diktierte er seiner Lebensgefährtin Pauline eine Geschichte, die er auf seiner ersten Reise nach Berlin erlebt hatte, als das Schiff Nikolaus I., das zwischen St. Petersburg nach Lübeck verkehrte, in Brand geriet: »Brand auf dem Meer« (1883). (Weiterlesen …)

27. April 2010

Petr Alekseevic Kropotkin – Fürst und Anarchist

von wietek

Fürst und Anarchist, dieser Widerspruch klingt schon seltsam genug. Aber Pëtr Alekseevi&#269 Kropotkin war noch mehr.

Er war – aus einem der ältesten Adelsge- schlechter Russlands stammend – Kammerpage seiner Majestät des Kaisers Alexander II., Offizier der Berittenen Amur-Kosaken in Sibirien, oro- und kartografischer Forscher in Sibirien und Finnland (dessen Erkenntnisse noch heute Gültigkeit besitzen) und als Wissenschaftler Sekretär einer Sektion der Russischen Geo- grafischen Gesellschaft (deren Gesamtvorsitz
er ablehnte, da er sich entschlossen hatte, gesellschaftlich tätig zu werden), er war Reformer, er war Gefangener in der Peter-Pauls-Festung, er war Revolutionär, er war als Sozialist Theoretiker des Anarchismus und er war Schriftsteller. (Weiterlesen …)

19. February 2010