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Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher

Rainer Werner Fassbinder - 25. Todestag

von ZVAB
Fassbinder
  Rainer Werner Fassbinder

Weder der gescheiterte Versuch, die staatliche Schauspielprüfung in München abzulegen, noch die Absage der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin hinderten Rainer Werner Fassbinder (* 31. Mai 1945 in Bad Wörishofen, Bayern; † 10. Juni 1982 in München) daran, seine Liebe zum Film zu leben. Zum Glück! Der Regisseur, Filmproduzent und Schriftsteller gilt inzwischen als einer der wichtigsten Vertreter des Neuen Deutschen Films.‎

Größen wie Luchino Visconti, Claude Chabrol, Jean-Luc Godard und Bewegungen wie die Nouvelle Vague waren ihm Vorbild bei seinen zahlreichen Filmprojekten. Fassbinders cineastische Projekte sind legendär, seine Frauencharaktere beeinflussten in den 1970er Jahren die Nachkriegsfilmgeschichte wie kaum andere. Hanna Schygulla in Maria Braun und Barbara Sukowa als Lola schrieben Filmgeschichte. Die Produktionen machten beide Schauspielerinnen zu Weltstars.
Fassbinders Hörspiele, Liedtexte und Essays sind vielleicht nicht ganz so berühmt wie seine Filme, aber nicht minder interessant. Das ZVAB hält einige Überraschungen zu diesem Künstler für Sie bereit, wie zum Beispiel die oben abgebildete signierte Autogramkarte.
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ZVAB 8. Juni 2007

Karl Valentin - 125 Jahre

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“Er ist ein Phänomen und spottet der Analyse. Er ist ein Gespenst und doch ein Münchner”. - Alfred Polgar

Gemeint ist der am 04. Juni 1882 in München/Au geborene Valentin Ludwig Fey, der berühmte bayerische Kabarettist, Komiker und Filmproduzent. Zu seinem Künstlernamen Karl Valentin kam er 1902, als er zum ersten Mal in Nürnberg auftrat.

Im Jahr seiner Geburt starben seine Brüder Karl (8) und Max (6) an der Diphterie, der kleine Valentin überlebte die Krankheit nur knapp. Er besuchte sieben Jahre lang die Schule, die er selbst als “Zuchthausstrafe” erlebte. Neben seiner Schreinerlehre nahm er noch Unterricht im Zitherspielen bei Ignaz Heppner. Durch sein handwerkliches Geschick baute er seine später betretenen Bühnen stets selber. Er zog sich auch gerne mal in die Werkstatt in seinem Haus in Planegg bei München zurück. 2 Jahre lang arbeitete er noch als Geselle in verschiedenen Schreinerbetrieben in München, absolvierte aber bereits kleinere Auftritte, z.B. bei Vereinsveranstaltungen. Nach dem Tod des Vaters übernahmen er und seine Mutter die Spedition “Falk & Fey”. Nebenbei baute er sein Musikinstrument: das “Lebende Orchestrion”, mit dem er sich nach dem Verkauf der Spedition auf Tournee durch verschiedene Städte begab darunter Leipzig, Bamberg, Halle an der Saale und Berlin. Obwohl diese Reise ein Misserfolg wurde, hielt sich Karl Valentin weiterhin als Zitherspieler und Komiker mit Unterstützung vom Druckereibesitzer und Komiker Franz Erlacher und dem Münchener Wirt und Künstler Ludwig Greiner über Wasser. (Weiterlesen …)

ZVAB 4. Juni 2007

Du Maurier Daphne - 100. Geburtstag

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Daphne Maurier
  Daphne du Maurier
  *1907 - †1989

Daphne du Maurier wurde am 13. Mai 1907 in London geboren. Ihren Ruhm hat sie nicht zuletzt Alfred Hitchcock zu verdanken, der u.a. ihre Kurzgeschichte Die Vögel und ihren Roman Rebecca kongenial verfilmte. Rebecca gewann 1940 einen Oscar. Mit 19 Jahren bereits beschloss Daphne du Maurier, sich von ihren Eltern finanziell unabhängig zu machen, um so auf eigenen Beinen zu stehen und ihr Leben nach ihren Wünschen zu gestalten. Mit ihrem Vater Sir Gerald du Maurier, der in der Schauspielbranche tätig war und als Theatermanager agierte, ihrer Mutter Muriel Beaumont und mit ihren beiden Schwestern Angela und Jeanne wuchs sie wohlbehütet in London und Paris auf. Zu ihren großen Leidenschaften zählten das Segeln und ausgedehnte Reisen, auf denen ihre ersten Kurzgeschichten entstanden. (Weiterlesen …)

ZVAB 11. Mai 2007

Elfriede Jelinek 60. Geburtstag

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Jelinek

2004 wurde Elfriede Jelinek mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet: “für den musikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen in Romanen und Dramen, die mit einzigartiger sprachlicher Leidenschaft die Absurdität und zwingende Macht der sozialen Klischees enthüllen”, wie es in der Begründung der Jury heißt.

Die am 20.10.1946 in Mürzzuschlag (Österreich) geborene Autorin gilt als radikale Feministin und Provokateurin. Mutig übt sie in ihren Werken scharfe Kritik an der Klassen- und Männergesellschaft sowie an Fremdenfeindlichkeit und nationalsozialistischer Vergangenheit.

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ZVAB 24. Oktober 2006

Hannah Arendt 100. Geburtstag

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Hannah Arendt, „die Philosophin des 20. Jahrhunderts“ (DIE ZEIT), wäre am 14. Oktober 100 Jahre alt geworden. Als Jüdin deutscher Herkunft lebte sie seit 1933 in der Emigration und erhielt 1951 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Sie arbeitete unter anderem als Hochschullehrerin und Journalistin und setzte sich in ihrer Forschung und ihren Veröffentlichungen immer wieder kritisch mit den Themen Antisemitismus und Totalitarismus (womit sie den Nationalsozialismus und den Stalinismus meinte) auseinander.

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ZVAB 14. Oktober 2006

Leo Tolstoi

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Leo Tolstoi

Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich.” (Anfang des Romans Anna Karenina)

Das Hauptwerk von Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi, der am 9. September 1828 in Jasnaja Poljana bei Tula geboren wurde, bilden zwei epochale Romane von Weltruhm: Krieg und Frieden (1868/69) und Anna Karenina (1877/78). Fünf Jahre arbeitete Tolstoi an dem Roman über Ehe und Moral in der adligen russischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. Die umfang- und detailreiche Handlung des achtteiligen Romanepos beginnt und endet mit einem tragischen Tod auf Eisenbahnschienen - Tolstoi wurde anscheinend durch die Lektüre eines Zeitungsartikels über einen solchen Tod zu dem Roman inspiriert.
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ZVAB 16. September 2006

Bertolt Brecht: 50. Todestag

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Bertholt Brecht
© Fotomuseum im Münchner
Stadtmuseum

Bertolt Brecht, der am 14. August vor 50 Jahren starb, galt und gilt nach wie vor als einer der größten deutschen Dramatiker. “Episches Theater” und “Verfremdungseffekt” sind Begriffe, mit denen versucht wurde, uns diesen Brecht in der Schule nahe zu bringen, offensichtlich mit zweifelhaften Erfolg: Laut einer aktuellen Umfrage kennt fast die Hälfte der Deutschen kein Werk des so bedeutenden Dichters mehr. Sehr schade, denn es lohnt sich, die Entwicklung des Bertolt Brecht zu verfolgen: Von seinem Frühwerk Baal über die Dreigroschenoper (sein erstes episches Drama) und das Parabelstück Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui bis zu Herr Puntila und sein Knecht Matti ist es ein weiter (und lehrreicher) Weg. Wenn Sie einmal in Berlin sind, dann sollten Sie sich eine Inszenierung seiner Werke an dem von ihm gegründeten Berliner Ensemble nicht entgehen lassen.
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ZVAB 14. August 2006

George Bernard Shaw: Zum 150. Geburtstag

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George Bernhard Shaw

Eliza Doolittle: Walk? Not bloody likely. I’m going to take a taxi.
Akt 3, Pygmalion

Mit seiner 1913 uraufgeführten Komödie Pygmalion löste George Bernard Shaw einen Skandal aus. Das Stück, das von der Londoner Blumenverkäuferin Eliza Doolittle handelt, die in starkem Dialekt spricht und sich dabei einer derben Ausdrucksweise bedient, erregte vor allem durch die Verwendung des Begriffs bloody Anstoß in der englischen Gesellschaft. In dem Schauspiel wettet der von sich selbst überzeugte Professor Henry Higgins, daß er durch intensiven Sprach- und Benimmunterricht das Blumenmädchen aus der Gosse in eine englische Herzogin verwandeln kann.

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ZVAB 26. Juli 2006

Rembrandt: 400. Geburtstag

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Rembrandt Harmenszoon van Rijn, besser bekannt unter seinem ersten Vornamen Rembrandt, wurde vor 400 Jahren am 15. Juli 1606 geboren und gilt heute als der wichtigste niederländischer Maler des 17. Jahrhunderts. Im Jubiläumsjahr des Künstlers hat der britische Regisseur Peter Greenaway mit den Dreharbeiten zu einem Film begonnen, der ein Gemälde, seine Entstehung und die Auswirkungen auf das Leben Rembrandts neu interpretiert. (Weiterlesen …)

ZVAB 15. Juli 2006

Marcel Proust 135. Geburtstag

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Marcel Prousts monumentales siebenbändiges Romanwerk Auf der Suche nach der verlorenen Zeit zählt zu den größten Romanen des 20. Jahrhunderts. Das mehr als 3000 Seiten umfassende Werk, das - die Vorbereitungszeit mit eingerechnet - in einem Zeitraum von ca. 20 Jahren entstand, ist wahrscheinlich leider das am seltensten vollständig gelesene. Zu literarischer Berühmtheit hat der Autor vor allem einem Gebäckstück verholfen: der Petite Madeleine.
Die Madeleines dienen dem Protagonisten als Schlüssel, der ihm für immer verschlossen geglaubte Türen in seinem Inneren öffnet und so Zugang zu den Erinnerungen seiner Kindheit gewährt. In der vielzitierten Episode löst ein Sinneseindruck, der Geschmack des Kuchens in Verbindung mit Lindenblütentee, beim Erzähler ein erhebendes Glücksgefühl aus und setzt bei ihm damit einen unwillkürlichen Erinnerungsprozeß in Gang: (Weiterlesen …)

ZVAB 10. Juli 2006

Die Fragen des Wolfgang Koeppen

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Wolfgang Koeppen, der am 23. Juni 1906 in Greifswald geboren wurde, gilt heute als einer der bedeutendsten deutschen Autoren der Nachkriegszeit. In der Weimarer Republik arbeitete er vor allem als Literatur-, Theater und Filmkritiker. Während des Dritten Reiches konnte er dem Kriegsdienst entgehen, indem er als Verfasser von Filmdrehbüchern arbeitete (von denen kein einziges verfilmt wurde). Als wichtigstes seiner Werke gilt die “Trilogie des Scheiterns”, zu der Tauben im Gras (1951), Das Treibhaus (1953) und Tod in Rom(1954) zählen. In den folgenden Jahren veröffentlichte er vor allem Reiseliteratur. Auch wenn sein Schaffen zunächst eher ablehnende Reaktionen hervorrief, wurde es im Nachhinein mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Am 15. März 1996 starb Koeppen in München. (Weiterlesen …)

ZVAB 23. Juni 2006

Mythos Marilyn Monroe

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Marilyn Monroe, die wahrscheinlich bekannteste Schauspielerin aller Zeiten wurde am 1. Juni 1926 in Los Angeles geboren. Dieses Jahr wäre sie 80 Jahre alt geworden, sie starb aber bereits 1962, 36 Jahre jung. Ihre Karriere begann sie zunächst als Pin-Up-Girl und Gewinnerin von Schönheitswettbewerben (unter anderem 1947 Miss California Artichoke Queen), bevor Sie durch zahlreiche Filme bekannt wurde. Zu Klassikern wurden unter anderem “Manche mögen’s heiß”, “Das verflixte 7. Jahr” und “Blondinen bevorzugt”. Fast immer spielte sie die naive Blonde und im Laufe ihrer Karriere perfektionierte sie ihr selbst geschaffenes Image als Sexsymbol, welches sich in Mimik, Gestik, Kleidung und Make-up ausdrückte. (Weiterlesen …)

ZVAB 1. Juni 2006

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