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Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher

Veranstaltungstipp: Stuttgarter Ansichtskartenbörse am 26. November

von Kristina Krämer

postcardsPostkartensammler und Liebhaber handgeschriebener Grüße sollten für das kommende Wochenende einen Abstecher nach Stuttgart einplanen: Im Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle im Herzen von Stuttgart findet zwischen 9 und 15 Uhr die Stuttgarter Ansichtskartenbörse statt. Frühaufsteher können mit dem Early Bird-Ticket sogar schon ab 7 Uhr im Angebot stöbern.

Mit über 60 Ausstellern mit 200 Tischen ist die Stuttgarter Ansichtskartenbörse eine der größten Postkartenmessen Europas. Dank Ausstellern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, England, Israel, Holland, Dänemark, Belgien, Italien, Tschechische Republik und Litauen sind dort auch internationale Schätze zu finden. Neben den über 1 Million historischen Ansichtskarten lassen auch Sammelbilder, alte Aktien, Heiligenbildchen, alte Rechnungen und Belege, Reklamemarken, Notgeld und andere historische Dokumente und Papierraritäten aller Art die Sammlerherzen höherschlagen.

Stuttgarter Ansichtskartenbörse
Sa. 26. Nov. 2016
9 bis 15 Uhr (mit dem Early Bird-Ticket ab 7 Uhr)
Kultur- und Kongresszentrum LIEDERHALLE
Berliner Platz 1
70174 Stuttgart

21. November 2016

Historische Rechnungen als Sammelgebiet

von Martina Berg (Die Bücher-Berg)

Gedruckte Firmenbriefköpfe und besonders aufwendig gestaltete Rechnungsformulare kamen in Deutschland zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf. Mit dem Beginn der industriellen Fertigung mussten immer neue Absatzmärkte erschlossen werden und dies führte zu einem sprunghaften Anstieg des geschäftlichen Schriftverkehrs.

Vorgedruckte Briefbögen, die immer wiederkehrende Informationen enthielten, stellten eine erhebliche Arbeitserleichterung gegenüber den bisher üblichen komplett handschriftlichen Briefen und Rechnungen dar. Und schon damals erkannten die Unternehmer, wie wichtig es war, bei potentiellen neuen Kunden den Erstkontakt für eine positive Wirkung zu nutzen.

Gustav Neumann. Spirituosen-, Weinessig-, Senf- und Liquer-Fabrik. 1871

Würzburg – Gustav Neumann. Spirituosen-, Weinessig-, Senf- und Liquer-Fabrik. 1871

Die ersten Briefköpfe aus der Zeit von 1820 bis etwa 1845 trugen meist noch kleine, aber dekorative Firmenvignetten. Diese Stücke werden heute aufgrund ihres Alters und der Seltenheit bei Sammlern besonders gesucht und geschätzt. Die neuen technischen Möglichkeiten der Lithographie in der Drucktechnik führten zu immer größeren und detailreicheren Schmuckansichten, die manchmal sogar mehr als die Hälfte des Briefbogens füllten. Es gab damals sogar eine Kampgne gegen “Schriftenverwilderung und Ornamentensucht”, die erfolgreich gegen die teilweise doch sehr verworrene und überbordende Gestaltung ankämpfte.

Zwickau - Oswald Saalberg. Mineralöl- und Cement-Grosshandlung. 1938

Zwickau – Oswald Saalberg. Mineralöl- und Cement-Grosshandlung. 1938

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden besonders aufwendige und schmuckreiche Briefbögen gestaltet, die manchmal sogar mehrfarbig gedruckt wurden. Neben allgemeinen Schriftinformationen wie Firmenname, Anschrift, Branche, Bankverbindung, Telegrammadresse und besonderen Produkten enthielten sie Schmuckelemente wie Arabesken, Ornamente, Medaillen und Bilder.

Besonders beliebt war bei Industrieunternehmen die Fabrikansicht (häufig mit belebten Straßenszenen und qualmenden Schornsteinen), die Größe, Besitz und Wohlstand repäsentierte. Manchmal bieten auch Innenansichten einen Einblick in die Produktion.

Die Leistungsfähigkeit des Unternehmens und die Qualität der Produkte wurde mit der Abbildung von Preismedaillen gezeigt, die damals auf den zahlreichen Industriemessen und Gewerbeschauen fast inflationär verliehen wurden. Allegorien und Symbolbilder standen für Tüchtigkeit, Tradition, Fortschritt und Erfolg und wurden ebenfalls gern für die Gestaltung der Rechnungsbögen verwendet.

Würzburg - Wilhelm Stein. Weinessig- und Weinessigsprit-Fabrik. 1908

Würzburg – Wilhelm Stein. Weinessig- und Weinessigsprit-Fabrik. 1908

Die Lithographie wurde das überwiegende Druckverfahren für den kommerziellen Druck von Briefköpfen. In alten Musterbüchern von Lithographischen Anstalten finden sich sehr häufig Briefköpfe von Indsutrieunternehmen. Kein Wunder, waren diese doch die sichersten Aufträge, die viel Geld in die Kassen der Druckereien brachten. Häufig findet man den Namen der ausführenden Lithografischen Anstalt auf den Rechnungen und Briefbögen am Rand vermerkt.

Im Adressbuch Deutscher Exportfirmen aus dem Jahre 1897 findet sich beispielsweise eine Anzeige der Firma Trommer & Grundmann aus Leipzig. Sie empfiehlt sich dort für die “mustergültige, hochfeine und künstlerische Ausführung von Brief- und Rechnungsköpfen”.

Mit Beginn des ersten Weltkrieges werden die Briefköpfe und Rechnungsformulare zunehmend schlichter, heute beschränkt sich die Gestaltung meist darauf, das Firmenlogo abzudrucken.

Umso schöner und begehrter sind die alten Firmendrucksachen heute bei Sammlern. Häufig sind die Firmenansichten auf den Rechnungen die einzigen Bildzeugnisse einer längst verschwundenen Firma und damit besonders interessant für Heimatsammler. Die Abbildungen und Hinweise z.B. auf das Produktionsprogramm lassen für Wirtschaftshistoriker Rückschlüsse auf die Firmenentwicklung und die Industriegeschichte einer Region oder eines Landes zu.

Elberfeld (Wuppertal) - F.A. Isserstedt. Bergisch-Märkische Margarine-Werke. 1913

Elberfeld (Wuppertal) – F.A. Isserstedt. Bergisch-Märkische Margarine-Werke. 1913

Sammler von Briefköpfen und historischen Rechnungen sind heute neben Museen auch Historiker, Firmenarchive und vor allen Dingen Privatpersonen. Manchmal werden sie zur Ergänzungen anderern Kollektionen zusammengetragen oder dokumentieren die eigene Familien- oder Firmengeschichte. Sie eignen sich auch hervorrgend als besonderes Präsent: mit einer Rechnung aus dem Geburtsjahr, ein alter Geschäftsbrief der Firma, in der der Jubilar gearbeitet hat oder vom Geschäft des Großvaters. Das ganze geschmackvoll gerahmt oder im Passepartout. Es gibt kaum ein persönlicheres, geschichtsträchtigeres Geschenk!

Wer nun gezielt historische Rechnungen sammeln möchte, der sollte sich einfach dem Teilgebiet widmen, das ihm am besten gefällt. Hier eine kleine Auswahl der möglichen Sammelgebiete:

  • nach Ort (Sitz der Firma)
  • nach Region (alle Briefköpfe aus dem Weserbergland)
  • nach Branche (beliebt sind z.B. Brauereien und Tabakfabriken)
  • nach Art der Abbildung (Fabrikgebäude, Transportmittel, Allegorien, Werkzeuge)
  • nach Namen (z.B. alle Firmen mit “Müller” im Namen)
  • nach Erscheinungsjahren (alle Rechnungen eines bestimmten Zeitraums)
  • nach der Lithographischen Anstalt / Druckerei
  • nach der Drucktechnik (Lithographie, Buchdruck, Xylographie, Stahlstich usw.)
  • Rechnungen heute noch existierender Firmen
  • Rechnungen aus der Inflationszeit

Sicherlich gib es noch viele andere Motive für den Aufbau einer Sammlung – schließlich muss diese nur einem gefallen: dem Sammler!

Und wer jetzt Lust bekommen hat, sich diesem faszinierenden Sammelgebiet zu widmen, der sollte einfach einmal beim ZVAB stöbern!

Historische Rechnungen beim ZVAB

30. September 2016

ILAB Buchmesse in Budapest: Ádám Bősze im Interview

von Larissa Dawirs

Vor einigen Wochen haben wir unter dem Titel “Von Gutenberg bis Zuckerberg” die ILAB Buchmesse in Budapest  als wichtigen Termin für Buchliebhaber und Reiselustige im September dieses Jahres vorgestellt. Es ist das erste Mal, dass eine internationale antiquarische Buchmesse in der ungarischen Buchmetropole stattfindet und Sammler aus aller Welt einlädt.

Adam Bosze

Der Präsident des ungarischen Verbands der Antiquare (MAE), Ádám Bősze, ist Organisator des Events und hat dem ZVAB im Gespräch einige Fragen beantwortet. Lesen Sie in seinen Worten, was den ungarischen Antiquariatshandel ausmacht, inwiefern Facebook von Bedeutung ist und welche Raritäten in Budapest erwartet werden.

ZVAB: In diesem Jahr findet die erste Antiquariatsmesse in Budapest statt – wie groß ist der ungarische Antiquariatsmarkt und welche Schwerpunkte gibt es aus Ihrer Sicht?

Der ungarische Antiquariatsmarkt ist keineswegs klein, aber die angebotenen Artikel sind recht gemischt: die meisten Antiquare haben sowohl gebrauchte Bücher als auch Raritäten. Es gibt auch spezialisierte Sammler, die hauptsächlich Ungarn-bezogene Artikel suchen, besonders solche, die unter dem Gesichtspunkt der ungarischen Geschichte interessant sein können, oder Manuskripte und Raritäten, die mit ungarischen Künstlern in Bezug stehen.

 

ZVAB: Was zeichnet die Stadt Budapest als Buchmetropole aus?

In Budapest gibt es unzählige kleine und große Buchläden, die sich sowohl in den kleinen, versteckten Gassen als auch in großen Einkaufszentren befinden. Viele dieser Geschäfte verkaufen nagelneue, aber auch gebrauchte Bücher. Man kann jederzeit in ganz unerwarteten Ecken auf ein Buchgeschäft stoßen.

Die Liebe zu den Büchern in Ungarn kann auf eine sehr lange Tradition zurückgeführt werden, die bis heute anhält. Schon König Matthias Corvinus, der in der Renaissance lebte, war ein leidenschaftlicher Sammler. Seine Bibliothek war ein Prachtstück, er besprach persönlich deren Entwicklung und die Bestellung neuer Bücher und Handschriften mit seinen Wissenschaftlern. Für bestimmte Stücke war er bereit, jahrelang diplomatische Verhandlungen zu führen. In Buda gründete er sogar eine Werkstatt, wo Bücher für den König und die Kirche kopiert und gebunden wurden. Es entstanden auch bedeutende kirchliche und wissenschaftliche Bibliotheken, wie die des Reformierten Kollegiums von Sárospatak oder der Erzabtei von Pannonhalma und der Abtei von Zirc. Vor dem zweiten Weltkrieg befanden sich sowohl die Verlage als auch die Buchhandlungen im Privatbesitz. Viele führten schon sehr früh ein Leihsystem ein, um den Spaß des Lesens auch denen zu ermöglichen, die keine Mittel zum Kauf eines Buches hatten. Zusammenfassend kann man sagen: Wir Ungarn lesen, und unsere Schriftsteller schreiben gerne.

ZVAB: Das Motto der Messe lautet „Von Gutenberg bis Zuckerberg,“ woher stammt die Idee für diesen Slogan?

Der Slogan ist mehr als nur ein Wortspiel. Obwohl wir Papier und Bücher lieben, sind wir nicht im Mittelalter stecken geblieben, wir befürworten die permanente Entwicklung und nutzen die Vorteile der neuen Medien aus. Diese zwei Personen verbindet insbesondere ihr Pioniergeist: Sowohl Gutenberg als Erfinder des Buchdrucks als auch Zuckerberg als Gründer von Facebook haben mit ihren Ideen die Kommunikation revolutioniert und damit eine langfristige Veränderung in unserer Gesellschaft hervorgerufen. Zuckerberg hat neulich selber angekündigt, dass er sich von den Social Media ein bisschen zurückziehen und mehr Zeit dem Lesen widmen möchte. Er hat auf seiner Facebook-Seite die Fans aufgerufen, Titel zu posten, die er lesen sollte und hat dann selber einen Buchclub gegründet. So inspiriert er hoffentlich seine und auch die Nachfolgegenerationen zum Lesen.

ZVAB: Wie schätzen Sie die Bedeutung von Social Media und neuen Medien für den Antiquariatsmarkt ein?

Ich halte sie für unheimlich wichtig. Heutzutage gibt es ohne Facebook, Twitter, Online Newsletter, usw. praktisch gar nichts mehr. Auf allen Seiten des Marktes erwartet jeder Erscheinungen auf diesen Seiten, und wenn es keine gäbe, würden die Meisten denken, dass etwas  bei uns ernsthaft falsch läuft. Die Tatsache, dass Antiquare sich mit alten Manuskripten oder Buchraritäten beschäftigen, bedeutet noch lange nicht, dass sie auch im Mittelalter leben müssen. Wir versuchen, die von den neuen Medien gebotenen Möglichkeiten in jeder Hinsicht auszunutzen.

 

ZVAB: Die Ausstellung wird an einem besonderen Ort, rund um den historischen Konzert- und Ballsaal „Vigadó“ an der Donau stattfinden. Hier traten unter anderem bereits Franz Liszt, Johannes Brahms, Camille Saint-Saëns, Claude Debussy, Arthur Rubinstein, Vladimir Horowitz und Herbert von Karajan auf. Werden Sie und andere Aussteller besondere Stücke aus dem Bereich der Musik präsentieren?

An sich war das kein Schwerpunkt der Messe, aber wir freuen uns natürlich auf Überraschungen in dieser Richtung. Der Vigadó hat zwar tatsächlich einen sehr starken musikalischen Bezug, ist aber keineswegs nur ein Konzertsaal, sondern viel mehr ein wichtiger kultureller Treffpunkt.

ZVAB: Welche weiteren besonderen Raritäten erwarten die Besucher auf der Budapester Ausstellung?

Einige der Aussteller haben uns bereits Informationen über ihre Raritäten anvertraut. Wir feiern dieses Jahr das hundertste Jubiläum der Avantgarde, deswegen ist es besonders aufregend, dass das Rote Antiquariat aus Berlin ein Originalexemplar der 8-9. Ausgabe der polnischen Avantgarde-Zeitschrift Blok & Kurije (1924 in Warschau erschienen), eine wahre Seltenheit dem Publikum zeigt und auf einen neuen Besitzer hofft.

Das Antiquariat Lynge & Søn aus Kopenhagen präsentiert einen bisher unveröffentlichten, handgeschriebenen Brief von Albert Einstein, adressiert am 10. Dezember 1928 an seinen Assistenten, Herman Müntz. Der sehr wichtige Brief, der uns Einsteins Endtheorie, der einheitlichen Feldtheorie näher bringt, stammt aus der Zeit, wo Einstein an einer neuen Gravitationstheorie, an dem Fernparallelismus arbeitete und weist auf Rechnungen hin, die von Müntz gemacht worden sind.

Die Grazer Matthäus Truppe Antiquariat präsentiert eine militärische Landkarte von Budapest und Umgebung aus 1865. Wie alle Pläne des Militärgeographischen Institutes ist auch dieser von bester Lesbarkeit und Übersichtlichkeit und besticht durch seine Genauigkeit und Vielzahl an geographischen Informationen.

Dank dem Antiquariaat Brinkman aus Amsterdam können wir mehr über die heimlichen Folter- und Gerichtsmethoden aus der Zeit von Kaiserin Maria Theresia erfahren. Das mit 30 Stichen illustrierte Buch begründete ein einheitliches Straf- und Strafprozessrecht in Österreich und Böhmen, allerdings war es in Ungarn nicht gültig.

Graham York Rare Books aus Großbritannien präsentiert ein viktorianisches Photoalbum mit 85 Tierphotos von Gambier Bolton, Ottomar Anschutz, Henry Dixon und anderen unbekannten Photographen, aus ca. 1880, gebunden von Palmer & Howe. Außerdem bieten sie den Katalog der Sammlung des Barons Philipp von Stosch (1691-1757) an, angefertigt als Verkaufskatalog von Joan Joachim Winckelmann um 1760, der seinem Patron, Cardinal Albani gewidmet ist, mit Stichen von I. A. Schweickart. Das Buch beinhaltet vor dem gedruckten Text eine Kopie eines neunseitigen, handgeschriebenen Essays von Winckelmann über die Sammlung Stosch in Florenz, den er für „die Bibliothek der Schönen Wissenschaften und der Freien Künste“ geschrieben hat.

 

ZVAB: Wie viele Aussteller sind bis jetzt angemeldet? Welche deutschen Antiquariate werden dabei sein?

Bisher haben sich 33 Aussteller angemeldet, wir rechnen aber mindestens mit 40 Teilnehmern. Jeder, der Interesse hat, wird herzlichst erwartet, die Anmeldung ist noch möglich.

Aus Deutschland erwarten wir bisher das Antiquariat Turszynski und Antiquariat Daša Pahor aus München, Rotes Antiquariat aus Berlin und das Antiquariat Bachmann & Rybicki UG aus Dresden.

ZVAB: Und eine abschließende Frage: Was sollten Besucher in Budapest neben der Buchmesse in jedem Fall gesehen haben?

Ich würde ihnen vor allem einen schönen Spaziergang im Burgviertel empfehlen, da man von dort eine wunderbare Aussicht auf die ganze Stadt und auf die Donau hat. Die Donau ist ein ganz besonderer Schatz der Stadt, eine Donauschifffahrt bietet im Frühherbst auch viel Bewundernswertes. Wenn man sich nach einem erlebnisreichen Tag erholen möchte, würde ich wärmstens die höchst angenehmen und einzigartigen Ruinenkneipen empfehlen. Aber das ist wirklich nur eine kleine Auswahl der vielen Sehenswürdigkeiten von Budapest.

 
Herzlichen Dank für das Interview!

9. August 2016

Umfrage zum Thema “Warenpräsentation im Antiquariatsbuchhandel”

von Larissa Dawirs
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Liebe Leser, wir möchten Ihnen heute eine Studentin aus Leipzig und ihr Projekt vorstellen!

Sophie Sander studiert an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig den Studiengang Buchhandel & Verlagswirtschaft. Das Thema ihrer Bachelorarbeit ist “Warenpräsentation im Antiquariatsbuchhandel”. Sie beschäftigt sich darin mit der Frage nach der optimalen Warenpräsentation und den Erwartungen der Zielgruppe:

“Die Umfrage thematisiert die Warenpräsentation im stationären Antiquariatsbuchhandel und bildet die Grundlage für meine Bachelorarbeit. Ich möchte herausfinden, welche Erwartungen die Kunden an die Antiquariate haben. Ich stelle also eine Reihe Fragen darüber, was ihnen am Antiquariat gefällt oder missfällt und gebe Raum, eigene Präferenzen zu erläutern oder Anregungen zu geben. Anhand der Aussagen der Studienteilnehmer möchte ich analysieren, wie zufrieden diese sind und gegebenenfalls Handlungsvorschläge erarbeiten.”

Da es sich um ein sehr interessantes Thema handelt, kommen wir der Anfrage den Link zu der Umfrage zu veröffentlichen gern nach.

Hier geht es zur Umfrage!

Wir hoffen auf eine rege Teilnahme! Kommentare können Sie am Ende der Umfrage direkt an Frau Sander senden, alle Kommentare im Blog leiten wir gern weiter.

Viele Grüße

das ZVAB-Team

21. June 2016

Die Kinderbücher von Tom Seidmann-Freud

von Kristina Krämer

Die Künstlerin und Kinderbuchautorin Tom Seidmann-Freud galt schon früh als exzentrisch. Im Alter von 15 Jahren beschloss die als Marta Gertrud Freud aufgewachsene Nichte des Psychoanalytikers Sigmund Freud, den Namen Tom anzunehmen und von nun an Männerkleidung zu tragen. Der Namenswechsel kam aber nicht von ungefähr: Die aufstrebende Künstlerin rechnete sich mit einem Männernamen höhere Erfolgschancen aus.

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Das Baby-Liederbuch

Seidmann-Freuds frühe Bilderbuchillustrationen sind noch stark vom Jugendstil geprägt, in späteren Werken zeigen sich zunehmend die Einflüsse der Neuen Sachlichkeit und des Expressionismus. Typisch für Seidmann-Freud sind die Bilder mit klaren geometrischen Formen, die mittels der pochoir-Technik mit  Wasserfarben in leuchtendbunten Tönen gefüllt werden. Als ihr besonderes Meisterwerk gilt das 1923 erschienene Bilderbuch Die Fischreise, in dem der Junge Peregrin zusammen mit seinem übergroßen Goldfisch eine Traumreise unternimmt. Das Buch gilt nicht nur wegen der modernen Illustrationen als Meilenstein des deutschen Kinderbuchs, auch der Einfluss der Traumdeutung und von psychoanalytischem Gedankengut war revolutionär.

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Die Fischreise

Peregrin war auch der Name des Verlags, den Seidmann-Freud zusammen mit ihrem Ehemann Jakob Seidmann gründete. Neben Bilderbüchern verlegte das Paar dort auch Lernbücher für Kinder. Besonders beeindrucken sind auch heute noch die Spiel- und Verwandlungsbücher Das Wunderhaus und Das Zauberboot mit zahlreichen Klappen, Schiebern und Drehelementen. Trotzdem wird der Verlag kein Erfolg. Während der Weltwirtschaftskrise geht der Peregrin Verlag endgültig bankrott, Jakob Seidmann begeht daraufhin Selbstmord. Der doppelte Schock stürzt Tom Seidmann-Freud in eine tiefe Depression, von der sie sich trotz einer Behandlung bei ihrem berühmten Onkel nie mehr erholt. Nur wenige Monate nach dem Tod ihres Mann nimmt sie sich mit einer Überdosis Tabletten das Leben.

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Das Zauberboot

Heute sind nur noch wenige Exemplare von Seidmann-Freuds Werk erhalten. Wegen ihrer jüdischen Abstammung wurden ihre Bücher von den Nationalsozialisten verboten und vernichtet.

Die 10 schönsten Kinderbücher für Sammler

Weitere Bücher und Illustrationen von Tom Seidmann-Freud:

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Hurra wir lesen!, Hurra wir schreiben

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Das Zauberboot

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Das neue Bilderbuch

Die Fischreise

Die Fischreise

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Das Wunderhaus

25. May 2016

ILAB Pop-up Buchmessen 2016

von Larissa Dawirs
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Am 23. April wird der Welttag des Buches (UNESCO World Book and Copyright Day) wieder international gefeiert. Die im letzten Jahr ins Leben gerufenen ILAB Pop-up Books Fairs werden auch in diesem Jahr wieder hier und da ‘aufpoppen’ und besondere antiquarische Schmuckstücke präsentieren.

Überall wo Sie ein Poster mit einem leeren Bücherregal erblicken, können Sie nicht nur Literatur und Lesen zelebrieren, sondern auch das Leseförderungsprojekt der UNESCO im Südsudan unterstützen und die Bücherregale füllen.

Im Laufe des Tages wandern die Buch-Pop-ups von Australien über Asien, Afrika und Europa bis in die USA. Im deutschsprachigen Raum gibt es in diesem Jahr drei Teilnehmer: München, Wien und Zürich.

In München werden die “Cocktails & Book Tales” aus dem letzten Jahr neu aufgelegt. Das Kaufmanns-Casino am Odeonsplatz wird wieder zur besonderen Kulisse für die Buchmesse nach englischer Manier. Antiquare, Buchliebhaber und Interessierte können hier bei Fingerfood und Getränken einzigartige Sammlerstücke aus der Nähe betrachten.

 

Als Einleitung wird ein besonderes Schmankerl geboten, ein Vortrag zum „Antiquariatshandel in Deutschland im 20. Jahrhundert” von Klaus G. Saur.

Die Antiquare in Wien haben sich etwas Besonderes ausgedacht: Getreu dem Motto „Bücher mal ganz anders”, steigt die diesjährige Pop-up Buchmesse ins Wiener Riesenrad ein und trägt Besucher und Ausstellungsstücke von 10 bis 12 Uhr hoch über die Dächer der Stadt.

 

Den Startschuss setzen die Wiener bereits am 16. April um 17 Uhr im Antiquariat Dr. Paul Kainbacher mit einem bibliophilen Salon zum Thema „Im Herz der Finsternis – Österreicher in Zentralafrika”.

Während andererorts Shakespeare und Cervantes anlässlich der 400. Todestage eine besondere Rolle spielen, wird in Zürich ein anderes Jubiläum gefeiert: 100 Jahre Dada. Die Pop-up Buchmesse findet im Cabaret Voltaire statt – dort wo die Kunstrichtung die keine ist 1916 ins Leben gerufen wurde – und präsentiert seltene Erstausgaben und Dada hautnah.

 

Alle weltweiten Pop-up Buchmessen werden auf der Homepage der ILAB (International League of Antiquarian Booksellers) angekündigt. Auf dem ILAB-Blog wird außerdem aktuell zu den Events berichtet.

Wie bereits im letzten Jahr wird das ZVAB wieder einige Impressionen vor Ort einfangen, und anschließend im Blog darüber berichten – falls Sie es nicht abwarten können, schauen sich zum Einstimmen die Bilder der Events von 2015 an!

(Das Bildmaterial stammt aus unserem Archiv, von der ILAB und Cabaret Voltaire)

 

Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen auf den Pop-up Buchmessen in den Kommentaren mit!

 

13. April 2016

Die Schildbachsche Xylothek

von Martina Berg (Die Bücher-Berg)

Was ist eine Xylothek? Das Wort stammt aus dem Griechischen und besteht aus den Begriffen „xylon“ für Holz und „theke“ für Aufbewahrungsort. Es bezeichnet eine naturkundliche Sammlung von Holz und anderen Bestandteilen eines Baumes. Dabei sind die einzelnen Exponate in Buchform gestaltet und jeder Band besteht aus den Bestandteilen einer einzelnen Baumart.

Herbarien waren die ersten Pflanzensammlungen

Die ersten Pflanzensammlungen wurden bereits im Mittelalter zusammengetragen. Meist waren es Mönche, die in den Klöstern umfangreiche Herbarien anlegten. Die ersten reinen Holzsammlungen sind aus dem 18. Jahrhundert belegt. Diese sogenannten Holz-Cabinette waren reine Sammlerstücke, die noch keinem wissenschaftlichen Zwecken dienten. Als zur Zeit der Aufklärung das Interesse an der Natur wuchs, ging man systematischer vor: Ab etwa 1771 begann Carl Schildbach mit der Anfertigung seiner „Sammlung von Holzarten, so Hessenland von Natur hervorbringt“.

Die Schildbachsche Xylothek ist die schönste Holzsammlung

Die Schildbachsche Xylothek gilt als schönste und bedeutendste noch erhaltene Holzsammlung. Zahlreiche später entstandene Xylotheken nahmen sich die Sammlung Schildbachs als Vorbild, erreichten aber nie die gleiche Qualität. Die 530 Bände umfassende Sammlung von Scheinbüchern gehört heute zum Bestand des Naturkundemuseums Kassel.

Die Schildbachsche Xylothek

Die Schildbachsche Xylothek – Foto: © Naturkundemuseum Kassel

Schildbach stellte seine Holzbücher in drei Größen her: große, mittlere und einige kleine Bände. Die meisten haben ein Format von etwa 18 x 14 Zentimetern, die kleinsten sind gerade einmal 10 Zentimeter hoch.

Scheinbücher ganz aus Baumbestandteilen

Das Äußere eines jeden Bandes ist ein Kästchen mit Schubdeckel in Buchform, das aus dem Holz des beschriebenen Baumes besteht. Dieses Kästchen lässt sich wie ein Buch aufstellen und hat natürlich auch einen Buchrücken. Der Rückendeckel ist mit einem Rindenstück beklebt und mit einem aufgeklebten Schild in Golddruck beschriftet.

Innenansicht eines Holzbandes

Innenansicht eines Holzbandes – Foto: © Naturkundemuseum Kassel

Nimmt man einen Band in die Hand und öffnet die Deckel, dann findet man weitere, nach einem einheitlichen System angeordnete Teile des Baumes: getrocknete Blüten, Blätter, Samen, Früchte, Knospen, Zweige. Die verderblichen Teile wie Birnen oder Äpfel sind aus Wachs modelliert, bei den übrigen Exponaten handelt es sich meist um originale Pflanzenteile. Das Buchinnere zeigt den gesamten Lebenszyklus des Baumes vom Samen bis zur Frucht. Auf den hinteren Buchschnitt klebte Schildbach jeweils einen verkohlten Holzwürfel mit Brennwertangaben des Holzes. Ein weiterer Würfel misst genau einen Kubikzoll und ist mit Informationen zur Schwere des Holzes beschriftet. Ja sogar Teile typischer Rindenpilze sind hier zu finden. Handschriftliche Fakten komplettieren die Buchrückseite.

Jeder Band ist ein handwerkliches Meisterwerk

Die Bände sind wunderbar anzusehen und mit einer erstaunlichen Genauigkeit gearbeitet. Man spürt die Liebe zum Detail, die Carl Schildbach bei der Herstellung antrieb. Es gibt kaum Verformungen, Unebenheiten oder Risse. Dies spricht dafür, dass das Holz vor der Verarbeitung sehr sorgfältig getrocknet wurde. Vermutlich hat Schildbach alle Bände selbst gebaut. Ob er dabei Hilfe hatte, ist unbekannt. Die unglaubliche Schönheit der Bände lässt den Betrachter staunen.

Carl Schildbach – Naturforscher aus Leidenschaft

Wer war dieser Carl Schildbach, der dieses Meisterwerk schuf? Leider wissen wir nur sehr wenig über diesen „Hobby-Naturforscher“, der das Material für seine Xylothek zum großen Teil im Bergpark Wilhelmshöhe fand. Geboren wurde er 1730 in Sachsen. 1771 wurde er Tiergartenaufseher beim Landgrafen Friedrich II. und zwei Jahre später Menagerieverwalter in der Karlsaue. Wilhelm IX. ernannte ihn zum Verwalter und später zum Oeconomiedirektor auf Gut Weißenstein. Etwa zu dieser Zeit begann er vermutlich mit der Herstellung seiner ersten Baumbücher.

Mehrere Bände der Schildbachschen Xylothek

Mehrere Bände der Schildbachschen Xylothek – Foto: © Naturkundemuseum Kassel

Der Dichter Joachim Heinrich Campe schrieb über Schildbach:

„Dieser mir merkwürdige Mann hat weder Erziehung, noch gelehrte Kenntnisse von irgendeiner Art gehabt, und doch hat er sich in der Naturgeschichte und in der Naturlehre ganz durch eigenen Fleiß und ohne alle Hülfsmittel Kenntnisse und Geschicklichkeit zu erwerben gewußt, welche einem Gelehrten Ehre machen würde. Er ist dabei ein geborener Künstler, ohne soviel ich weiß – eine Kunst von andern gelernt oder berufsmäßig betrieben zu haben. Alles, was seine lebhafte Einbildungskraft ihm vormalt, das weiß er auch auf irgendeine Art künstlich darzustellen.“ Carl Schildbach starb 1817.

Wertvoll schon zu Schildbachs Lebzeiten

Bereits zu Schildbachs Lebzeiten war seine Xylothek sehr wertvoll. Dies erkannte auch die russische Zarin Katharina II. Sie wollte die Bände für 2.000 Goldtaler kaufen, Schildbach lehnte jedoch ab. 1799 konnte Landgraf Wilhelm IX. die Baumbibliothek für sein Naturalienkabinett erwerben. Schildbach erwies sich als geschickter Verhandler und erhielt eine jährliche Leibrente von 450 Talern. Bis zu seinem Tod kassierte er so 7.200 Taler – eine für damalige Verhältnisse enorme Summe.

Und wer jetzt neugierig geworden ist, der sollte der Schildbachschen Xylothek unbedingt einmal einen Besuch abstatten: Naturkundemuseum im Ottoneum, Steinweg 2, 34117 Kassel

Quellen und weiterführende Informationen:

Fotonutzung mit freundlicher Genehmigung des Naturkundemuseums Kassel.

26. January 2016

Kleines Biblio-Lexikon

von Martina Berg (Die Bücher-Berg)

Biblio ist ein Wort, das ursprünglich aus dem Griechischen stammt: βιβλίον, dieses von Βύβλος. Es bedeutet Buch oder Bücher, ursprünglich hergeleitet von der phönizischen Stadt Byblos, aus der Papyrus importiert wurde.

Bibliognosie
Bücherkunde oder Bücherkenntnis.

Bibliograf
Jemand, der eine Bibliografie bearbeitet hat.

Bibliografie
Katalog oder Verzeichnis von Buchtiteln und anderen Veröffentlichungen, zusammengestellt und geordnet nach bestimmten Gesichtspunkten.

Biblioklast
Jemand, der aus reiner Sammelwut (meist fremde) Bücher zerstört, indem er bestimmte Seiten herausreißt.

Bibliolatrie
Übertriebene Verehrung meist heiliger Bücher, besonders der Bibel.

Bibliolithen
Antike Handschriften, die bei Vulkanausbrüchen teilweise verkohlt sind und dadurch das Aussehen von Steinen erhalten haben.

Bibliologie
Die wissenschaftliche Erforschung des Buchwesens. Dieser Begriff hat sich im deutschen Sprachraum aber nicht wirklich durchgesetzt.

Bibliomanie
Krankhaft übertriebenes Sammeln und Horten von Büchern. Ein Bibliomane zieht seine Befriedigung aus der schieren Menge an Büchern, die Inhalte interessieren ihn meist nicht.

Bibliomantie
Das Weissagen aus zufällig aufgeschlagenen Seiten eines Buches, insbesondere aus Bibelstellen.

Bibliometrie
Ein Verfahren, das statistische und mathematische Methoden auf Bibliotheken anwendet, um empirische Gesetzmäßigkeiten aufzudecken, die für die Herstellung und Nutzung von Büchern praktische Bedeutung haben können.

Bibliophagie
Die Zwangserkrankung, Bücher aufessen zu müssen.

Bibliophilie
Die Liebe zu besonders seltene und wertvollen Bücher. Oder die Liebe zu Büchern überhaupt.

Bibliophobie
Abneigung gegen Bücher oder Angst vor Büchern. Ein Bibliophobe haßt Bücher, er ist ein regelrechter Bücherfeind.

Bibliotaph
Jemand, der seine Bücherschätze verheimlicht, versteckt und niemals verleiht. Bibliotaph heißt wörtlich übersetzt “Büchergrab”.

Bibliothek
Büchersammlung, die nach bestimmten Ordnungsprinzipien angelegt und oft in einem eigenen Gebäude oder Gebäudeteil untergebracht ist.

Bibliothekar
Berufsbezeichnung für das ausgebildete Fachpersonal einer Bibliothek.

Bibliotherapie
Eine Psychotherapiemethode, bei der vom Therapeuten ausgewählter Lesestoff in den Heilplan einbezogen wird.

Kennen Sie weitere Biblio-Worte? Dann immer her damit: einfach als Kommentar hinterlassen. Ich würde mich sehr freuen!

23. November 2015

Die  neue ZVAB.com-Webseite:  noch einfacher und  bequemer die richtigen  Bücher finden

von Kristina Krämer

zvab-hpWir haben das Design und die Funktionalität von ZVAB.com grundlegend überarbeitet.  Sie finden bei uns weiterhin gebrauchte, vergriffene und antiquarische Bücher, aber unsere Webseite bietet viele Neuerungen, die das Einkaufen noch einfacher machen. Dazu zählen die Einführung der Kreditkartenzahlung, ein für Mobilgeräte optimiertes Design sowie die Verbesserung des Bildangebots und der Bildersuche.

Die auffälligste Änderung besteht wohl darin, dass unsere Startseite anders aussieht und nun auf das Wesentliche konzentriert ist. Neben der  Suchbox nehmen Porträts unserer Partnerantiquariate eine prominente Stelle auf unserer Homepage ein. Die oftmals einmaligen Angebote unserer Händler und deren Fachwissen bilden den Kern der ZVAB-Plattform. Daher war es uns wichtig, die Antiquariate in den Mittelpunkt zu rücken.

Besuchen Sie das ZVAB über Smartphone oder Tablet? Unsere gesamte Webseite ist nun für Mobilgeräte optimiert und wir laden Sie gerne dazu ein, die Seite mit Ihrem Smartphone oder Tablet zu erkunden. Die Zahlung per Kreditkarte wurde der Liste der Zahlungsoptionen hinzugefügt, da diese insbesondere bei internationalen Einkäufen eine unkomplizierte Zahlungsabwicklung ermöglicht.

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Die neue ZVAB-Suche. Mit einem Klick auf den grauen Pfeil können Sie weitere Einstellungen ausklappen und die Suche weiter filtern.

Die Gestaltung wichtiger Bereiche – zum Beispiel die Suchergebnisse oder die Buchdetailseite – wurde optimiert, um das Suchen und Kaufen einfacher zu gestalten. Größere Angebotsfotos in höherer Auflösung verbessern das „visuelle“ Stöbern. Sie haben nun außerdem die Möglichkeit, Ihre Suchergebnisse so zu filtern, dass Ihnen nur Bücher mit Angebotsfotos angezeigt werden.

Damit Sie sich ein besseres Bild vom angebotenen  Artikel machen können, haben unsere Verkäufer nun die Möglichkeit, jedem Buch bis zu 5 Fotos hinzuzufügen. Sollten doch einmal Fragen zu einem Buch auftreten, können Sie den entsprechenden Händler mit einem Klick auf „Frage an den Anbieter“ ganz einfach kontaktieren.

Das Einkaufen beim ZVAB erfolgt über Ihr Kundenkonto. Dieses bietet Ihnen nun neben einer Übersicht über Ihre Bestellhistorie auch die Möglichkeit, den Status Ihrer Lieferungen nachzuverfolgen, Kontakt zum Verkäufer aufzunehmen und selbst Stornierungen oder Rückerstattungen einzuleiten. Außerdem können Sie in Ihrem Adressbuch mehrere Lieferadressen speichern und müssen diese nicht immer neu eingeben.

Ab sofort erhalten Sie nach der automatischen Bestätigungs-E-Mail von nun eine zweite E-Mail direkt vom Verkäufer. Damit erhalten Sie die Bestätigung, dass Ihr Einkauf erfolgreich war. Und mit der neu eingeführten Verkäuferbewertung können Sie mit einem Blick die Lieferzuverlässigkeit des Anbieters einschätzen.

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Neue Buchdetailseite mit Verkäuferbewertung

Im Zuge des veränderten Designs sind einige Links nicht mehr länger auf der Startseite zu finden. Um Ihnen die Orientierung zu erleichtern, geben wir Ihnen hier eine Übersicht, wie Sie diese Seiten in Zukunft erreichen können:

Auf der Seite Antiquariate können Sie Antiquariate in Ihrer Nähe finden. Unsere Kunden aus Österreich und der Schweiz können hierfür die Seiten Partnerantiquariate in Österreich bzw. unsere Partnerantiquariate in der Schweiz nutzen, die von dort aus verlinkt ist. Über diese Seite gelangen Sie außerdem zu unserer praktischen, regelmäßig aktualisierten Terminübersicht über Messen, Märkte und Auktionen rund ums antiquarische Buch.

Weitere Informationen über die ZVAB Services für Bibliotheken erreichen Sie über unsere Unternehmens-Seite sowie über die So funktioniert das ZVAB-Seite.

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2. November 2015

8 Yoga-Positionen für Leseratten

von ZVAB

Ich geb’s ja nur ungern zu: ich bin ein Sportmuffel. An sonnigen Julitagen kann man da direkt ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn andere Leute ihre Schwimmsachen packen oder im Park ihre Yogamatte ausrollen. Meine Matte ist eher eine Liegematte, ansonsten bin ich im Park in der Regel mit einem großen Picknickkorb und mindestens fünf Büchern zu sehen.

Wie gut, dass ich erst vor kurzem eine Lösung für mein Dilemma gefunden habe: Wusstet Ihr nämlich, dass man auch während des Lesens und quasi ganz nebenbei Sport machen kann?

Yoga-Expertin Erin Schafranek von Rundum Yoga hat mir gezeigt, wie. Und irgendwie haben mich die von ihr empfohlenen Positionen dann doch wieder an die Buchwelt erinnert …

 

1. Buchblock

Wir starten ganz gemütlich ins Training: Füße zusammenlegen und Körper langsam nach vorne senken. Bei diesem erweiterten Schneidersitz lässt sich auch der packendste Krimi noch relativ entspannt lesen.

buchblock

 

2. Rückenstärke (Breite des Rückens von Büchern oder Broschüren)

Auch diese von Yogis als „Sphinx“ bezeichnete Position lässt paralleles Lesevergnügen zu. Gleichzeitig wird der untere Rücken trainiert. Rueckenstaerke

 

3. Buchstützen

Wie findet Ihr diese sportlichen Buchstützen? Beim Nachmachen gut darauf achten, dass die Beine in einem rechten Winkel angehoben und die Füße gespreizt sind! Buchstuetze-doppelt

 

4. Initiale (Schmuckbuchstabe, der einen Absatz einleitet)

Nicht mehr ganz so gemütlich ist diese Position. Hier ist schon ein bisschen Balance gefragt – für diese Übung also bitte leichte Lektüre wählen!initiale1

 

5. Eselsohr

Das „Eselsohr“ bezeichnet nicht nur die als Lesezeichen fungierende umgebogene Blattecke im Buch, sondern trainiert in diesem Fall nebenbei auch Beine, unteren Rücken, Schulterbereich und streckt die Wirbelsäule.Eselsohr

 

6. Lesezeichen

Dieses Lesezeichen geht in die Oberarme und in die Bauchmuskeln! Beim Nachmachen darauf achten, dass die Arme in einem 90°-Winkel zum Boden stehen und dass der Popo auf Höhe der Schultern bleibt.Lesezeichen

 

7. Offenes Buch

Diese Stellung ist definitiv für Fortgeschrittene und womöglich sollte man sie zu Hause ein paar Mal vor dem Spiegel üben, bevor man sich damit im Park präsentiert. Bei Erin sieht die Lektüre auch hier noch recht entspannt aus.

Kriegerin

 

8. Fliegendes Blatt

Nachahmung nicht empfohlen! Selbst unser Model und Yoga-Profi wirft bei dieser schwierigen Position eher einen „fliegenden“ Blick über die Seiten!fliegendes-Blatt

 

Kann sich wieder strahlend im Park blicken lassen: unsere Redakteurin Charlotte Lacroix nach ihrem Training mit Yogi Erin Schafranek.

Model-Redakteurin

 
Einige antiquarische Buchverweise unserer Redakteurin:

 

14. July 2015

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