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Alle Artikel von ZVAB

Neujahrsgrüße von Fritz Lang

Für Liebhaber von Kino und Film der alten Schule haben wir in unserem Fundus einen ganz besonderen Gruß zum neuen Jahr entdeckt: Nachdem Fritz Lang an dieser Stelle schon Frohe Ostern gewünscht hat, hier noch ein fröhliches Bonne Année aus seiner Feder.

In einer kurzen handschriftlichen Botschaft schickt der Drehbuchautor, Regisseur und Schauspieler “so viele gute Wünsche für die Zukunft, dass selbst der dicke Elefant vorne sie bei bestem Willen nicht alle tragen könnte”. Adressatin der Grußkarte ist die Filmkritikerin Lotte H. Eisner, eine langjährige Freundin; neben Lang unterschrieb auch seine Lebensgefährtin Lily Latté.

Auch wir schicken viele gute Wünsche für das gerade begonnene neue Jahr!

Das ZVAB-Bilderrätsel

… ist gelöst: Wir suchten den Titel Sakrileg – The Da Vinci Code von Dan Brown. Die Gewinner unserer Losung wurden per E-Mail benachrichtigt.

Gerhart Hauptmann zum 150. Geburtstag

Als Mitbegründer und einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Naturalismus hat Gerhart Hauptmann ohne Zweifel einen bedeutenden Beitrag zum Literaturkanon geleistet. Seine Werke sind auf vielen Ebenen Stoff für kritische Auseinandersetzung, eine dieser Ebenen ist die politische. Eigentlich ist dies verwunderlich, denn Hauptmann wollte selbst nie als politischer Dichter gelten.

In unserem Special anlässlich Hauptmanns 150. Geburtstag befasst sich unser Autor Carsten Tergast mit dem Wirken und Werk des Autors und beleuchtet so etwas genauer diesen Widerspruch, der sich um Hauptmann rankt.

Jeder Druck ein Original

In unserer Interviewreihe mit ZVAB-Händlern stellen wir diesen Monat den Blanc Kunstverlag vor. Kein Antiquar, sondern ein Verlag, in dem kunstvolle Kupferdrucke unter anderem nach der Tradition des Lithografen Franz Hanfstaengl hergestellt und vertrieben werden. Zum Interview geht es hier. An dieser Stelle möchten wir die Sprache der Bilder sprechen lassen:

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Es darf wieder gerätselt werden

Lange Zeit war es der Renner der ZVAB-Facebookseite. Dann war es auf einmal weg. Und wurde schwer vermisst. Wir haben uns die zahlreichen Anfragen unserer Leser zu Herzen genommen… nun ist es wieder da: das ZVAB-Bilderrätsel!

Faust II von Goethe, Kafka am Strand von Murakami, Der Schimmelreiter von Storm und Der Herr der Ringe von Tolkien – all das sind Klassiker oder aktuelle Bestseller, die sich besonders gut bildlich darstellen lassen und die in der Vergangenheit Gegenstand unseres Rätsels waren. Nun gibt es eine neue Herausforderung für echte Literaturliebhaber und Buchfreunde, die gerne mal um die Ecke denken. Hier können Sie beim aktuellen Rätsel gewinnen! (Weiterlesen …)

Vom Flohmarkttisch unter den Auktionshammer

Künstlergruppe Brücke

Stellen Sie sich vor, Sie schlendern über einen Flohmarkt, vorbei an dutzenden von Ständen über und über beladen mit diversen Gebrauchsgegenständen und ahnen: Inmitten dieser Berge versteckt sich ein Schatz. Es ist ein Szenario, von dem wohl jeder passionierte Flohmarktbesucher insgeheim träumt. Und bedenkt man all die verloren geglaubten Dinge, die sich zwangsläufig irgendwo auf Dachböden und in Kellern stapeln müssen, ist die Realisierung dieses Traumes gar nicht allzu abwegig. (Weiterlesen …)

100 Jahre Deutsche Nationalbibliothek

Mit über 90.000 Neuerscheinungen pro Jahr ist der deutsche Buchmarkt unübersichtlicher als je zuvor. Bücher werden gedruckt und bleiben ungelesen, andere sind schnell vergriffen oder von so großer Seltenheit, dass sie irgendwann zu heiß begehrten Sammlerstücken werden. Wer hat noch den Überblick über all diese Bücher? Und, wollte man sie alle lesen, wohin würde man gehen? Die Antwort auf diese Fragen findet sich in der Deutschen Nationalbibliothek, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Gründungsjubiläum feiert. (Weiterlesen …)

Antiquariate in aller Welt?

Betritt man ein Antiquariat, so macht man einen Schritt in eine andere Welt. Und so unterschiedlich diese Welt auch von Antiquariat zu Antiquariat sein mag: bleibt man im eigenen Land, sind doch viele Muster gleich. Da ist beispielsweise der Antiquar zu nennen, der trotz einer endlosen Flut von Büchern stets den Sammler sowie den Suchenden beraten kann. Ein weiteres zentrales Element sind die Bücherschätze, die er ohne Frage in seinem Ladengeschäft hütet und die nur auf Entdeckung warten. Dies mag auf den ersten Blick nach nichts Besonderem klingen, es sind schließlich, unserer Auffassung nach, die unverzichtbaren Ecksteine eines Antiquariats. Doch welche Erfahrungen macht man, wenn man über die Landesgrenzen hinausschaut und einen Blick in die dort heimischen Antiquariate wirft, ihren Antiquaren bei der Arbeit über die Schulter blickt? (Weiterlesen …)

Der Erfinder von nichts: John Cage (Teil 3)

John Cage

Ein biografisches Portrait in drei Teilen.

Eine bedeutsame Entdeckung machte John Cage Ende der 1940er-Jahre. An der Harvard University ließ er sich in einen schalltoten Raum einschließen, um die vollkommene Stille kennenzulernen. Erstaunt stellte er fest, dass er statt vollkommener Geräuschfreiheit einen hohen Ton und ein tiefes Brummen vorfand – sein Nervensystem und seine Blutzirkulation. Cage definierte die Stille daher neu als Abwesenheit absichtlich produzierter Geräusche und teilte diese Erkenntnis seinem Publikum 1952  in einer seiner vielleicht berühmtesten Komposition mit: 4‘33‘‘, einem Stück für beliebige Instrumente. Das besondere an 4‘33‘‘ ist, dass die Instrumente die ganze Aufführungsdauer über schweigen. Die Musik besteht aus den unbeabsichtigt erzeugten, also rein zufälligen Geräuschen im Auditorium. (Weiterlesen …)

Der Erfinder von nichts: John Cage (Teil 2)

John Cage

Ein biografisches Portrait in drei Teilen.

Einen neuen Ansatz fand John Cage schließlich bei einer Begegnung mit dem Filmemacher Oskar Fischinger, der ihm eine Beobachtung anvertraute: „Everything in the world has its own spirit, and this spirit becomes audible by setting it into vibration.” Diese Beobachtung regte Cage dazu an, sich der Perkussion und experimentellen Klangwelten zuzuwenden. Er arbeitete nun nicht mehr ausschließlich mit Tönen, sondern auch mit Geräuschen, die Alltagsgegenstände erzeugen können. Eines der ersten Stücke, das diese Entwicklung belegt, ist Living Room Music (1940), ein Quartett für Haushaltsgegenstände, das auch das das Singen oder Sprechen kurzer Passagen aus Gertude Steins The World is Round vorsieht. Eine Weiterentwicklung stellen die Imaginary Landscapes dar, eine Reihe von Stücken, in denen Cage nun auch die Verwendung elektronischer Geräte (Schallplatten mit Frequenztönen, Radioapparate etc.) erprobte. (Weiterlesen …)

Der Erfinder von nichts: John Cage (Teil 1)

John Cage

Zum 100. Geburtstag von John Cage – ein biografisches Portrait in drei Teilen

Üblicherweise beginnen Würdigungen am Anfang oder am Ende eines Lebenswerkes, bei seinem Ursprung oder seiner überdauernden Bedeutung. Beim Lebenswerk eines Künstlers, für den das Brechen mit Konventionen zum Tagesgeschäft gehörte, darf es aber ruhig auch einmal in der Mitte losgehen. 1950 begann John Cage, einem jungen Klavierspieler und angehenden Komponisten deutscher Abstammung Unterricht zu erteilen. Christian Wolff war der älteste Sohn des Kafka-Verlegers Kurt Wolff und bedankte sich bei seinem Lehrer mit einem Buch, das der von seinem Vater im Exil gegründete Pantheon-Verlag eben in erstmals vollständiger Übersetzung herausgebracht hatte: I Ging, das chinesische Buch der Wandlungen. Die Lektüre dieses Buches kam für Cage einer Offenbarung gleich, denn sie zeigte ihm einen Weg, auf dem er die Intention endgültig aus dem Schaffensprozess verbannen konnte. Seine Werke konnten nun absichtslose Klangfolgen sein. Darauf hatte Cage lange hingearbeitet. (Weiterlesen …)

Rare Original-Drogensammlung erstanden

Original-Drogensammlung

Der Titel dieses, kürzlich vom Antiquariat am Mehlsack erstandenen Artikels lässt keinen Raum für Spekulationen:
Es handelt sich bei diesen acht Kästen mit pflanzlichem Inhalt um die Original-Drogensammlung, wie sie die Studirenden der Drogisten-Akademie Braunschweig für den Unterricht in der Warenkunde haben müssen. Aus der Zeit um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert herum stammend, inhaltlich komplett und unbeschädigt, handelt es sich hierbei um ein echtes Rarissimum!

Passend dazu bietet das Antiquariat am Mehlsack auch noch die einzige 75-Jahres-Festschrift der Akademie, in einem ebenfalls guten Zustand, in schöner Gestaltung und mit zahlreichen Fotos und Abbildungen.

Vielleicht ein Grund, sich mal ausgiebiger mit der Thematik zu beschäftigen?!

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