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Backlist im Literaturhaus Frankfurt: Thomas Brasch

Die Kultur unserer Gegenwart ist eine Frontlist-Kultur. Was „alt“ ist, was „letzte Saison“ war, was nicht mehr in Front ist, das können manchmal nur ein paar Wochen ausmachen. Mit Backlist unternimmt das Literaturhaus Frankfurt Würdigungen von herausragenden Büchern oder Werken, die ganz gegen diesen Novitäten-Strom des Vergessens weiterhin von den Verlagen geführt werden.

Die Programmleiterin des Kölner Literatur- hauses, die Literaturwissenschaftlerin Insa Wilke, hat ein viel beachtetes Buch über den Dichter und Dramatiker Thomas Brasch verfasst (Ist das ein Leben, Matthes & Seitz). Zwischen dialektischen Volten entwickelt Wilke

„ein neues Gesamtbild des Schriftstellers. Es könnte Brasch ein Weiterleben bescheren. Denn ohne sich der Form einer Biografie zu unterwerfen, entschlackt sie das Leben Braschs um viele Legenden. Und in genauer Lektüre spürt sie der Radikalität seines Konzepts von der Literatur nach“,

schwärmte die SZ. Am 5. Oktober 2011 erzählt Insa Wilke entlang von Braschs Gedichten, die der Schauspieler Isaak Dentler liest, vom Leben und der Arbeitsweise dieses Suhrkamp- Autors. Dentler verkörperte u. a. Mortimer in Maria Stuart am Schauspiel Frankfurt.


Backlist: Thomas Brasch

mit Insa Wilke (Literaturhaus Köln) und Isaak Dentler (Schauspiel Frankfurt)

Mittwoch 05.10.11 / 19.30 h /
Literaturhaus Frankfurt
Eintritt 5 / 3 Euro

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Werk-Tag – Neue Veranstaltungsreihe im Literaturhaus Frankfurt

An Abenden, die Werk-Tag heißen, unternimmt das Literaturhaus Frankfurt mit seinem Publikum empathiegesteuerte Beobachtungen eines Werkes, das zwar noch nicht abgeschlossen ist, aber doch wirksam genug erscheint, um sagen zu können, es hat die Kultur Deutschlands geprägt.

Solch ein Werk ist das Günter Herburgers. Stets als Ausnahmeerscheinung zelebriert, veröffentlicht er seit 1964 Lyrik, Prosa und Hörspiele und war Mitglied der Gruppe 47. Mit der 1991 abgeschlossenen „Thuja“ Trilogie (Luchterhand) schuf Herburger ein monumentales Gegenwartsepos. Seine Gedichte bezeichnet der immerzu Fliehende als notwendige Träume, die erscheinen „wie vollgestopfte Schubladen, die klemmen“. Grass nannte ihn den „Marathonläufer der deutschen Literatur“ und rekurriert damit sowohl auf den Umfang seines Werkes als auch auf seine Leidenschaft für Langstreckenläufe.
Im Literaturhaus Frankfurt hält Herburger am 27.06.11 Rast und vielleicht zeigt sich im Austausch mit Holger Heimann, wie aus Erschöpfung Schöpfung erwächst.
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„Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.“ – Friedrich Nietzsche


Friedrich Nietzsche

Welch abgedroschener Spruch, der diese Woche unseren Büro-Literaturkalender ziert. Und welch oft zitierte Aussage, wenn es darum geht, die eigene, ausufernde Bibliothek und die viel zu häufigen Buchzukäufe vor den verständnislosen Blicken von Familie und Freunden zu verteidigen. Unbequem wird es nur, wenn einer dieser Freunde Nietzsche beim Wort nimmt. „Kaufe und behalte jedes Buch, das du wirklich liebst… aber von den restlichen Büchern trennst du dich!“ Erwischt… Ich liebe Bücher, aber wie viele Titel im heimischen Bücherregal liegen mir wirklich am Herzen? Wie viele echte Perlen verstecken sich zwischen dem „Modeschmuck“ in Papierform? Und wann liebt man ein Buch? Wenn man es immer wieder zur Hand nimmt, einzelne Passagen oder das ganze Buch regelmäßig erneut liest, es zu einem Begleiter eines Lebensabschnitts wird? Oder darf man auch von Liebe sprechen, wenn das Buch während der Lektüre sehr gut unterhalten, überrascht und berührt hat, wenn man es aber aller Voraussicht nach nicht noch einmal lesen wird? Was ist mit verflossenen Lieben? Bücher, die zu einer vergangenen Lebensphase gehören, mit denen man aber aus heutiger Sicht nicht mehr viel anfangen kann. Nostalgische Liebe sozusagen – verdient nicht auch sie einen dauerhaften Platz im Regal? Vielleicht erwacht die Liebe zu einem Buch auch genau in dem Moment, in dem man sich von ihm trennen soll? Plötzlich gefällt der Nietzsche gar nicht mehr so sehr! Vielleicht muss man ihn aber auch nur geringfügig umdeuten: Ein Buch, das man liebt, darf man nicht verleihen, denn zu groß ist die Gefahr, dass man es dann nicht mehr besitzt…

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Liebe ohne Glauben – Thomas Mann und Richard Wagner

Cover des Ausstellungskatalogs

Gewinnspiel anlässlich der Ausstellung „Liebe ohne Glauben“ im Buddenbrookhaus Lübeck, vom 15.05.11-25.09

Wem unser Special zu Thomas Mann und Richard Wagner Lust auf vertiefende Lektüre gemacht hat, der sollte sein Glück bei unserer Verlosung versuchen. Beantworten Sie uns bis zum 25.09.11 einfach folgende Frage und nehmen Sie über unten stehendes Formular am Gewinnspiel teil:
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Kassettendecken

Gestern haben wir an dieser Stelle auf die scheinbar unversöhnlichen (Op-)Positionen von Analog- und Digital-Apologeten hingewiesen.

Aber von wegen tertium non datur… die Quadratur des Kreises gelingt im Digitalen, das – wenn es das Analoge schon in seiner Funktion obsolet macht – seine Ästhetik immerhin zu konservieren vermag, wie diese schmucke Sammlung von hüllenlosen Kassetteneinlegern anschaulich vorführt:

http://www.flickr.com/photos/jubru/sets/72157604683673651/

Apropos – ansehnliche analoge Schmuckkassetten gibt es auch im ZVAB.

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Paper cuts

Mit 50 Gründen Warum Papier praktischer ist” widerspricht der Blogger Bobby California der “gebetsmühlenartig wiederholte[n] Behauptung der Online-Apostel, dass Papier weniger praktisch sei als der Bildschirm” und zum Teil sich selbst. So stellt er einerseits fest “Papiermedien kann ich im Bett lesen”, andererseits konstatiert er: “Eine grossformatige Zeitung wie die «Zeit» kann man unmöglich auf einem Bildschirm wiedergeben. Auch die grössten Bildschirme sind zu klein dafür.” Insofern ist für die horizontale Lektüre dieses Wochenperiodikums vermutlich mindestens eine King-Size-Schlafstatt vonnöten. Nicht von der Bettkante zu weisen ist dagegen das Argument “[a]us Papier kann man Papier maché herstellen”, dem sich noch hinzufügen ließe, dass es sich zudem um ein Material handelt, das auf eine lange Tradition zurückblicken kann, wenn es um die Faltung von Kopfbedeckungen für die farbliche Wohnraumwand- und -deckengestaltung und natürlich von Fliegern geht. Bis man seinen Spargel auf dem Markt in einen Bildschirm eingewickelt erhält, wird wahrscheinlich ebenfalls noch so manches Papierschiffchen den Rhein abwärts treiben…

Auch der amerikanische Medienprofessor Jeff Jarvis hat kürzlich eine Liste mit Thesen in seinem Blog veröffentlicht, die in Bezug auf papiergedruckten Nachrichtenjournalismus jedoch in ein ganz anderes (Alp-)horn als Herr California stößt. Das Ganze geht sogar mehr so in Richtung Todesstoß: “Das Zeitungs-Modell ist gescheitert und kann nicht repariert werden”.

The Egyptian Struwwelpeter being The Struwwelpeter Papyrus.
   lesen wie ein Ägypter

Doch die beiden vertretenen Positionen sind nur scheinbar unvereinbar, Papier und Bildschirm lassen sich ganz wunderbar miteinander kombinieren. Nämlich so: auf dem Bildschirm im ZVAB nach Papier suchen, z. B. den ägyptischen Struwwelpeter auf Papyrus finden, bestellen und dann in der Badewanne genießen.

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Backlist – Neue Veranstaltungsreihe im Literaturhaus Frankfurt

Die Kultur unserer Gegenwart ist eine Frontlist-Kultur. Was „alt“ ist, was nicht mehr in Front ist, entscheidet sich ratzfatz. Nicht gerade ermutigend für Autorenschaft, die naturgemäß Ewigkeit will. Mit der neuen Veranstaltungsreihe „Backlist“ unternimmt das Literaturhaus Frankfurt Würdigungen von heraus ragenden Büchern oder Werken, die entgegen dem Lethe-Sog weiterhin von den Verlagen geführt werden.
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Gewinnspiel zum ZEBRA Poetry Film Festival

Das Filmfestival der Dichtkunst zeigt seine Streifen. Vier Tage lang – vom 14.-17.10.2010 präsentiert das 5. ZEBRA Poetry Film Festival die besten aktuellen Poesiefilme. Aus 71 Ländern wurden über 900 Kurzfilme eingereicht, die auf einem Gedicht basieren. In verschiedenen Themenprogrammen werden 150 davon gezeigt, 26 Filme wurden von der Programmkommission für den Wettbewerb ausgewählt und konkurrieren um den Preis des besten Poesiefilms. Eine international besetzte Jury ermittelt die Gewinner. Es werden die Preise »ZEBRA-Preis für den besten Poesiefilm«, »Filmpoesie-Preis des Goethe-Instituts« und »Ritter-Sport-Preis, gestiftet von der Alfred Ritter GmbH&Co KG« im Wert von insgesamt 10.000 EUR vergeben.
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Wolfgang-Koeppen-Woche im Literaturforum im Brecht-Haus, 26. – 30. Juli 2010

“Der Geheimschreiber” – Über Wolfgang Koeppen

Einen “Geheimschreiber” nannte Alfred Andersch seinen Schriftstellerkollegen Wolfgang Koeppen (1906-1996), der zu den wichtigsten Autoren der deutschen Nachkriegsliteratur zählt, der Romane, Reisebücher, Essays, Kritiken und vieles andere mehr geschrieben hat und dessen Werk nun in einer sechzehnbändigen Werkausgabe erscheint.
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Stefan-Zweig-Woche im Literaturforum im Brecht-Haus, 13. – 16. Juli 2010

“Mein Ziel wäre, eines Tages nicht eine literarische Berühmtheit zu werden, sondern eine moralische Autorität.”

Der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig erlebte in den letzten Jahren in Frankreich, England und Spanien eine überraschende Renaissance. Einzelne Titel standen mehrere Monate auf den Bestsellerlisten. Aus dem umfangreichen Gesamtwerk, das bis heute nicht zur Gänze publiziert ist, sind es vor allem die Novellen und historischen Biografien, die das Bild dieses Autors bestimmen.

Die jahrzehntelange Distanz der Literaturwissenschaft zu Stefan Zweig ist nicht zu übersehen. Hugo von Hofmannsthal, Thomas Mann oder Bertolt Brecht wurden zu erklärten Lieblingen von Germanistik und Verlagen. Welche Ursachen hat diese Zurückhaltung bei Stefan Zweig? Erscheint sie uns noch gerechtfertigt?

Mit Vorträgen, Gesprächen und einer Lesung lädt das Literaturforum zu einer neuen Erkundung seines Werkes ein.

Projektleitung Klemens Renoldner, Stefan Zweig Centre Salzburg
Nähere Informationen auch unter www.lfbrecht.de

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Gewinnspiel ‚poesiefestival berlin’

Vom 4.-12.6.2010 findet das diesjährige poesiefestival berlin statt. Das poesiefestival berlin gilt mit seinen jährlich weit über 10.000 Besuchern als das größte Europas und genießt weltweit hohes Renommee. Bisher waren u.a. Lawrence Ferlinghetti, Herta Müller, Paul Muldoon, Laurie Anderson, Volker Braun, Derek Walcott, Rita Dove und Friederike Mayröcker zu erleben. Der diesjährige Fokus liegt auf dem Mittelmeerraum mit Kunst und Dichtung aus allen Anrainerstaaten. Mitwirkende sind unter anderem Michael Ondaatje, Michael Krüger, Elke Erb, Lutz Seiler, und Habib Tengour.
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Welttag des Buches – 2010

Der Welttag des Buches, der seit einigen Jahren auch in Deutschland gefeiert wird, geht auf eine katalanische Tradition zurück. In der Region rund um Barcelona werden am sogenannten Georgstag (dem Namenstag des Volksheiligen Sant Jordi) Bücher und Blumen verschenkt – Blumen für die Frauen, Bücher für die Männer. Die katalanische Hauptstadt verwandelt sich an diesem Tag in ein Meer aus Bücher- und Blumenständen und es werden allerorts Lese- und Bücherfeste veranstaltet.

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