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Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher

LesArtige

Lesartige

LesArt und die Gemeinschaft zur Förderung von Kinder- und Jugendliteratur e. V. beginnen in diesem Jahr eine Kooperation mit dem Zentralen Verzeichnis Antiquarischer Bücher (ZVAB).



Dabei geht es um Kinder- und Jugendbücher, die als „nicht mehr lieferbar“ gelten, wohl aber in o. g. Verzeichnis stehen und antiquarisch erworben werden können. Das Besondere daran ist, dass die LesArtigen diese Bücher lesen und ihre Leseerfahrungen und –eindrücke formulieren. Kurze Inhaltsangaben ergänzen die Texte der Kinder.


Die LesArtigen sind Kinder im Alter von 11 bis 12 Jahren. Sie treffen sich seit Jahren wöchentlich, um Bücher kennen zu lernen, zu lesen und Meinungen auszutauschen. In der Lesegruppe stehen das bewusste Lesen ebenso wie die eigene Meinungsbildung, die qualifizierte und eigenständige Diskussion im Vordergrund - und natürlich der Spaß am Lesen. Diesen Prozess begleiten LesArt-Mitarbeiterinnen.

Alle Artikel von LesArtige

Christopher Paul Curtis – Die Watsons fahren nach Birmingham – 1963

Aus dem amerik. Engl. v. Gabriele Haefs
Carlsen Verlag, Hamburg 1996, 196 S., ab 12

Die Watsons sind eine schwarzhäutige Familie, die 1963 in Birmingham den Hass der Weißen auf die Schwarzen erfahren.
Nach einem Bombenanschlag auf die dortige Kirche, steht die Familie unter Schock. Was genau passiert, wird in dem Buch nicht ausgesprochen. Ich musste einige Stellen viermal hintereinander lesen, um alles zu begreifen. Auch warum die Weißen die Bombe legten, wird nicht erklärt – das ist einfach so. Um die Geschichte besser zu verstehen, ist es gut, wenn man schon mehrere Bücher über den Schwarz-Weiß-Konflikt in den USA gelesen hat. (Weiterlesen …)

Popularity: 5% [?]

Rot, Weiß & Blau

Was Jugendliche über das Buch denken:

Leseeindrücke von Sebastian Bahr
(13 Jahre)

In dem Buch Rot, Weiß & Blau von Robert Leeson geht es um Gawain, kurz
Wain. Mit seiner Mutter und seinem Bruder Lance zieht er in eine neue Stadt, sein Vater ist (angeblich) im Falklandkrieg verschollen. Die Familie ist sehr militärisch, Heldentum und Krieg spielen eine große Rolle. Wain setzt sich viel mit dem Thema Gewalt auseinander. Deshalb ist er in der Familie und in der Schule ein Außenseiter. Trotzdem findet er an der neuen Schule Freunde. Und er behauptet sich gegen seinen Bruder, der besser in die Familie passt als er.
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Ein Job für Wittilda

Was Jugendliche über das Buch denken:

Leseeindrücke von Kiril Dimova (12 Jahre) Wittilda hat 47 Katzen und muss sie alle füttern. Deshalb braucht Wittilda einen Job. Zum Glück findet sie in Tante Barts Haar-Studio eine Arbeit. Leider wird sie sofort wieder entlassen, weil sie einer Dame, eine Frisur wie ein Spinnennetz macht. Sie findet einen Job bei Dingaling Pizza und kommt am Abend mit Katze Nr. 48 und Pizza für alle nach Hause.
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Popularity: 8% [?]

Die glücklichen Inseln hinter dem Winde

Was Jugendliche über das Buch denken:

Leseeindrücke von Clara Schattauer
(12 Jahre)

James Krüss hat ein wunderbares Buch geschrieben. Es handelt von einem Kapitän, der durch Zufall in die Winde einer Inselgruppe gerät und von ihnen an Land getrieben wird. Dort wird er von Menschen und Tieren empfangen und bewirtet.

Der Kapitän erzählt dem Autor James Krüss jeden Abend bei einem Glas Wein in Tagebuchform von seinen Erlebnissen. Und es ist kein Wunder, dass James Krüss diese aufschreiben musste, denn der Kapitän hat Außerordentliches erlebt. Die Inseln von denen er berichtet, sind etwas ganz besonders – auf ihnen ist jeder, ob Mensch, Pflanze oder Tier, glücklich. Und die Glücklichen Inseln sind genauso außergewöhnlich wie ihre Namen. Sie heißen u.a. Polipopaja, Mellifera, Paxos, Jou-Jou, Publa Cumba… Publa Cumba besteht zum Beispiel aus einem riesigen Napfkuchen, bei dessen Beschreibung mir das Wasser im Mund zusammengelaufen ist.
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Die letzten Riesen

Was Jugendliche über das Buch denken:

Leseeindrücke von Vincent Viebig
(11 Jahre)

„Es geschah während eines Spaziergangs über das Hafengelände. Als ich jenen Gegenstand kaufte, der mein Leben verändern sollte – einen riesengroßen Zahn.“ So beginnt das Buch von François Place, dass wie der Name schon sagt, von Riesen handelt. Es handelt von dem englischen Forscher Archibald Leopold Ruthmore, der sich im Jahre 1850 auf die Suche nach dem Ursprung des Zahns macht. Und dabei im Inneren Asiens die angeblich letzten Riesen dieser Welt entdeckt.
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Sag Leen zu mir

Was Jugendliche über das Buch denken:

Leseeindrücke von Nicola Scholz
(12 Jahre)

Leen lebt bei einer Pflegefamilie. Hier sind alle nett zu ihm, doch trotzdem möchte er, dass es so wird wie früher. Seine Koffer packt er nicht aus, denn er hofft, dass seine Mutter ihn schon bald wieder abholt. Doch sie ist schwer krank. Und die Ärzte sagen, dass es noch dauern kann, bis sie wieder gesund wird. Das Buch ist in der Ich-Form erzählt. Dadurch bin ich Leen beim Lesen sehr nah gekommen und fand die Geschichte spannend. Obwohl es eine ernste Geschichte ist, habe ich manchmal vermisst, dass man irgendwo lachen kann. Sehr gut haben mir die schwarz-weiß Illustrationen gefallen, die zu der Stimmung der Geschichte passen

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Die Gärten von Dorr

Was Jugendliche über das Buch denken:

Leseeindrücke von Clara Schattauer
(12 Jahre)

Prinzessin Verliermichnicht muss Kommzurück, den Gärtner, der in ein Samenkorn verwandelt wurde, erlösen. Dazu wandert sie zu den Gärten von Dorr. Die Geschichte wird u.a. von einem Landstreicher erzählt, der der Prinzessin folgt, sie aber nie einholt. Er liebt die Prinzessin und will sie schützen und zu ihrem Vater zurückbringen. Seine Sorge um sie macht seine Sichtweise interessant und die Art und Weise, wie er von der Prinzessin spricht, finde ich besonders schön. Mir gefällt dieses Buch sehr gut, da es mit sehr viel Phantasie geschrieben ist und eine wunderbare Sprache verwendet.
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Auf der Titanic

Was Jugendliche über das Buch denken:

Leseeindruck von Sebastian Bahr
(12 Jahre)

In dem Buch erzählen Harold Bride und Jack Thayler. Durch den Funker und den Passagier erlebe ich das Abenteuer der Titanic vom Ablegen, vom Untergang und von der Rettung durch die Carpathia mit. Zum Teil in Tagebuchform geschrieben umfasst das Buch die Tage vom 10. April 1912, 10.30 Uhr bis zum 15. April 1912 18.00 Uhr. Dieser erzählende Fließtext wird von Sachtexten ergänzt. Immer, wenn auf einer Seite ein Seil erscheint, trennt es den Fließtext von Sachinformationen. Das Seil führt wie ein roter Faden durch das Buch.
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Das Gute hinter der nächsten Ecke

Was Jugendliche über das Buch denken:

Leseeindruck von Cora-Lou Kutsch
(12 Jahre)

Im Buch geht es um den 11jährigen Achse, der gemeinsam mit seiner Schwester von seiner Mutter bei den Großeltern zurückgelassen wird. Als einziger in der Familie glaubt er daran, dass sie zurückkommen wird und wartet auf einen Brief von ihr. Doch der Brief kommt nie, stattdessen schickt die Mutter nur Geld. Achse erzählt, wie er mit Hilfe von einer Kamera und einer Kiste alter Fotos in seine Vergangenheit eintaucht und ihn die Hoffnung auf die Rückkehr seiner Mutter nicht loslässt. Dass es um Fotografie bzw. Fotos geht, habe ich schon am Buchumschlag gesehen. Er zeigt ein zerrissenes und wiederzusammengesetztes Foto. Darauf ist ein kleiner Junge zusehen, der von jemandem in die Luft geworden wird. Von wem, ist nicht zu erkennen, denn ausgerechnet dieser Schnipsel fehlt. Hier ist die Abwesenheit der Eltern, von der in der Geschichte erzählt wird, schon abgebildet.
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Morgenlicht und Sternenwächter

Was Jugendliche über das Buch denken:

Leseeindruck von Clara Schattauer
(12 Jahre)

Dieses Buch erzählt vom Erwachsenwerden und davon, wie schwer das manchmal sein kann. Es handelt von zwei Geschwistern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Morgenlicht liebt den Morgen, Sternenwächter den Abend. Ihre Gefühle und ihr Blick auf die Welt sind wie Tag und Nacht. Trotzdem verstehen sie sich und halten zusammen, wenn es darauf ankommt. Die Kapitel wechseln zwischen zwei Perspektiven. So hat die Geschichte eine weibliche und eine männliche Stimme. Diesen Wechsel finde ich sehr interessant, denn in anderen Büchern ist er nicht so deutlich zu erkennen (oder gar nicht vorhanden)!
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