LesArtige
Lesartige

LesArt und die Gemeinschaft zur Förderung von Kinder- und Jugendliteratur e. V. beginnen in diesem Jahr eine Kooperation mit dem Zentralen Verzeichnis Antiquarischer Bücher (ZVAB).
Dabei geht es um Kinder- und Jugendbücher, die als „nicht mehr lieferbar“ gelten, wohl aber in o. g. Verzeichnis stehen und antiquarisch erworben werden können. Das Besondere daran ist, dass die LesArtigen diese Bücher lesen und ihre Leseerfahrungen und –eindrücke formulieren. Kurze Inhaltsangaben ergänzen die Texte der Kinder.

Die LesArtigen sind Kinder im Alter von 11 bis 12 Jahren. Sie treffen sich seit Jahren wöchentlich, um Bücher kennen zu lernen, zu lesen und Meinungen auszutauschen. In der Lesegruppe stehen das bewusste Lesen ebenso wie die eigene Meinungsbildung, die qualifizierte und eigenständige Diskussion im Vordergrund - und natürlich der Spaß am Lesen. Diesen Prozess begleiten LesArt-Mitarbeiterinnen.
Alle Artikel von LesArtige
Celine oder Welche Farbe hat das Leben

Kiril Dimova
Leseeindrücke von Kiril Dimova (13 Jahre)
Celine ist 16 Jahre alt und lebt mit ihrer Stiefmutter zusammen in Chicago. Ihre Mutter ist als Forscherin in Südamerika unterwegs, und auch ihr Vater ist selten zu Hause und lässt Celine mit ihrer Stiefmutter allein, dich sich zwar um das Mädchen kümmert, aber genug eigene Dinge im Kopf hat. Darum ist Celine oft allein. Sie malt sehr gern, liest einen Haufen schwieriger Bücher, schaut viel Fern und macht sich über die Sendungen lustig.
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Günter Saalmann – Ich bin der King
Rex ist sehr hoch angesehen an seiner Schule. Er trägt immer die teuersten Klamotten und ist in den Augen der Mitschüler ein cooler Typ. Als sein Vater aber seine Arbeitsstelle verliert, verändert sich sein Leben total. Nicht nur, dass Rex sich nicht mehr all die teuren Sachen leisten kann, seine Familie muss auch umziehen, in eine hässliche Neubausiedlung, die er „Stalingrad“ nennt. Aber Rex lässt sich nicht unterkriegen: Er wird Mitglied und bald auch Anführer einer Gang und denkt sich die gefährlichsten Sachen aus. Er macht zum Beispiel freeclimbing an einem Hochhaus und einige Autocrashes. Die Aktionen werden immer gefährlicher, denn als Anführer muss er sich behaupten…
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Mythologie. Die Mythen der Völker – wunderbare Geschichten, die die Welt erklären
Leseeindrücke von Frieder Mall (11) und Sebastian Bahr (14)
Im Mittelpunkt des Buches stehen die Mythologien verschiedener Länder und Kulturen. Man kann das Buch in die Themen Übermächte, Macht der Natur und Anfang und Untergang der Welt unterteilen. (Weiterlesen …)
Irma Krauß – Arabella oder Die Bienenkönigin
„Wir sind umgezogen von Augsburg hinaus aufs Land.“ Und das erfreut Benni nicht besonders. Denn dort ist alles anders…
Da sind die Sailer-Truppe und die völlig ungewohnten Sitten der Dorfbewohner. Da ist Bennis völlig veränderter Vater. Und schließlich ist da Arabella, die so unglaublich bezaubernd ist, wenn sie alleine sind.
Dem Leben auf dem Land kann Benni dank Oma Friedl und dem alten Gregor dennoch bald etwas abgewinnen. Sie bringen ihm und den Lesern zum Beispiel viel über Bienen und den Umgang mit ihnen bei.
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Jules Feiffer – Der Mann an der Decke
Jimmy ist die Hauptperson in der Geschichte. Er findet, dass sein Vater ihn zu wenig beachtet und wünscht sich mehr Zuneigung und Anerkennung von ihm. Jimmy will Comiczeichner werden. Seine erste Figur ist „Indianer Jones“. Sein Vater wird eine Figur in diesem Comic. Jimmy hofft, dass sich sein Vater darüber freut. Doch als seine Schwester Lissi, den Comic dem Vater zeigt, regt sich der Vater sehr auf. Er ist beleidigt, weil er seine Figur hässlich findet. Da muss Jimmys Comic natürlich verschwinden.
Er erfindet eine neue Figur, Minimann. Diesen Comic zeigt er einem Jungen, Charly, dem „King“ der Schule. Er hofft, dass er, wenn Charly seine Comics gefallen, zu den Coolen an der Schule gehören darf. Charly mag Jimmys Comics, findet sie aber etwas langweilig. Ab jetzt liefert Charly Jimmy Ideen für die Comics.
Jimmy hat auch einen Onkel, Lester, der Musicals schreibt. Er hat keinen Erfolg damit, aber er gibt nie auf. Zu Jimmy sagt er einmal, als der traurig ist, weil er keine Hände zeichnen kann, er müsse 1000-fach versagen. Dann würde er es irgendwann können. Onkel Lesters neustes Musical scheint diesen Satz zu bestätigen, es wird ein Riesenerfolg. Doch am Broadway bekommt es nur schlechte Kritiken und wird abgesetzt. Da verliert Lester allen Mut.
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Helen Kim – Die Zeit des langen Regens
Die 11jährige Tschuni hat es nicht leicht, denn ihre Eltern stehen kurz vor einer Scheidung. Verzweifelt versucht sie herauszufinden, was vor sich geht, warum sich ihre Eltern streiten, was ihr Vater tut, was ihn abends zu spät nach Hause kommen lässt. Und als ob drei Schwestern und eine nörgelige Großmutter nicht schon genug wären, beschließt ihre Mutter, vorläufig noch einen Waisenjungen, Pjongsu, aufzunehmen. Das macht alles noch schwerer.
Das Buch ist ziemlich traurig, da alle zerstritten und wütend sind. Sie wissen nicht, wie sie mit ihrer Wut umgehen sollen und gehen gerade falsch mit ihr um.
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Hans Olsson – Rollenspiele
In Johans Leben scheint alles perfekt zu sein. Er hat die besten Freunde, die es gibt und seine Eltern sind total in Ordnung. Er spielt Basketball und ist sehr erfolgreich bei den Mädchen! Doch genau das ist sein Problem! Die Mädchen werfen sich ihm zu Füßen, aber er verliebt sich immer in Jungs. Das ist Johans großes Geheimnis, seiner Familie und seinen Freunden kann er sich nicht anvertrauen: Was würden die wohl sagen?
Die Angst vor der Reaktion seiner Freunde lässt Johan fast verrückt werden. Er ist sich sicher, dass sie angeekelt, entsetzt und geschockt reagieren würden. Seine Angst zieht ihn runter, er ist verzweifelt und manchmal schämt er sich oder ekelt sich sogar vor sich selbst. Er lügt, macht Ausflüchte, um sein geheimes Leben zu verstecken und schauspielert. Er spielt in Rollenspiele! (Weiterlesen …)
Russel Freedman – Die großen Häuptlinge
Gemeinsame Rezension der LesArtigen
Die großen Häuptlinge haben wir alle gelesen, weil wir gerne einmal über ein Buch gemeinsam sprechen und schreiben wollten. Es hat uns allen gut gefallen, denn einige von uns lieben Sachbücher, die anderen lesen gerne Indianergeschichten oder historische Romane. Russel Freedman bringt dies in seinen Häuptling-Porträts zusammen. Bei dem Buch handelt es sich um ein literarisch aufbereitetes Sachbuch, das sehr detailreich und sprachlich ausgeschmückt sechs Indianerhäuptlinge vorstellt. Nach einem einleitenden historischen Kapitel, folgen sechs Porträts bedeutender Indianerhäuptlinge. Der Autor erzählt, wie sie sich mit ihrem Stamm bei der Übernahme ihres Landes durch die Weißen verhalten haben. Lebensdaten, Lebensweisen, Kriege, Gefühle und Familienpolitik werden interessant und teilweise wie in einem Roman beschrieben. Jedes Porträt ist in sich abgeschlossen, sodass man nicht unbedingt das ganze Buch lesen muss, sondern nur die Kapitel zu den Häuptlingen, die einen interessieren.
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Gregoire Solotareff – Der Weihnachtsmann von A – Z. Ein himmlisches Wörterbuch
Arena Verlag, 1995
Der Weihnachtsmann war früher einmal Holzfäller von Beruf und trug grüne Kleidung. Seit Coca Cola ihn für ihre Werbung einsetzt, trägt der Weihnachtsmann jedoch rot und ist hauptberuflich Weihnachtsmann. Er hat viele Wichtel, die alles können und er kommt in manchen Ländern auf einem Rentierschlitten zu den Kindern. Der Weihnachtsmann ist ein älterer, eher runder Mann, der nie stirbt. Er trägt einen langen weißen Bart und einen großen Sack mit Geschenken. Bevor man Geschenke vom Weihnachtsmann bekommt, muss man ein Gedicht aufsagen oder ein Lied singen, wahrscheinlich weil der Weihnachtsmann selber nicht singen kann.
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Christopher Paul Curtis – Die Watsons fahren nach Birmingham – 1963

Aus dem amerik. Engl. v. Gabriele Haefs
Carlsen Verlag, Hamburg 1996, 196 S., ab 12
Die Watsons sind eine schwarzhäutige Familie, die 1963 in Birmingham den Hass der Weißen auf die Schwarzen erfahren.
Nach einem Bombenanschlag auf die dortige Kirche, steht die Familie unter Schock. Was genau passiert, wird in dem Buch nicht ausgesprochen. Ich musste einige Stellen viermal hintereinander lesen, um alles zu begreifen. Auch warum die Weißen die Bombe legten, wird nicht erklärt – das ist einfach so. Um die Geschichte besser zu verstehen, ist es gut, wenn man schon mehrere Bücher über den Schwarz-Weiß-Konflikt in den USA gelesen hat. (Weiterlesen …)
Rot, Weiß & Blau

Leseeindrücke von Sebastian Bahr
(13 Jahre)
In dem Buch Rot, Weiß & Blau von Robert Leeson geht es um Gawain, kurz
Wain. Mit seiner Mutter und seinem Bruder Lance zieht er in eine neue Stadt, sein Vater ist (angeblich) im Falklandkrieg verschollen. Die Familie ist sehr militärisch, Heldentum und Krieg spielen eine große Rolle. Wain setzt sich viel mit dem Thema Gewalt auseinander. Deshalb ist er in der Familie und in der Schule ein Außenseiter. Trotzdem findet er an der neuen Schule Freunde. Und er behauptet sich gegen seinen Bruder, der besser in die Familie passt als er.
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Ein Job für Wittilda

Kiril Dimova
Leseeindrücke von Kiril Dimova (12 Jahre) Wittilda hat 47 Katzen und muss sie alle füttern. Deshalb braucht Wittilda einen Job. Zum Glück findet sie in Tante Barts Haar-Studio eine Arbeit. Leider wird sie sofort wieder entlassen, weil sie einer Dame, eine Frisur wie ein Spinnennetz macht. Sie findet einen Job bei Dingaling Pizza und kommt am Abend mit Katze Nr. 48 und Pizza für alle nach Hause.
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