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Simplicissimus: 120 Jahre bissige Satire

von Larissa Dawirs

Vor 120 Jahren, am 4. April 1896, erscheint in München zum ersten Mal die Satirezeitschrift “Simplicissimus. Innerhalb weniger Jahre wächst die Popularität des Magazins und erreicht in der Hochphase Auflagen zwischen 80.000 und 100.000 Stück.

“Vor meinem Biss fürchtete sich fasst jeder im Kaiserreich, dabei bestand ich lediglich aus Farbe und aus Papier,” heißt es im heutigen WDR 2 Stichtag.

Das Markenzeichen der Zeitschrift wird die bissige rote Bulldogge mit abgerissenser Kette, die im August 1896 zum ersten mal als Karikatur von Thomas Theodor Heine erscheint. Diese Bulldogge wird schließlich auch als Poster mit schwarzem Hintergrund gedruckt, der Original-Lithostein hierfür befindet sich heute in der Staatlichen Graphischen Sammlung München. Schnell wird der Simplicissimus vor allem für seine Karikaturen berühmt.

Neben Karikaturen und Zeichnungen sind es die Beiträge wichtiger Literaten der Epoche, die den Geschmack des Publikums treffen. Frank Wedekind, die Thomas Mann und Heinrich Mann, Rainer Maria Rilke, Robert Walser, Richard Dehmel, Hermann Hesse und viele mehr sind mit dem Namen der Zeitschrift durch Erstveröffentlichungen untrennbar verbunden.

Mehr zum Werdegang des Simplicissimus im WDR 2 Podcast.

Dank der Digitalisierung aller Jahrgänge von 1896 bis 1944 können die Bände mittlerweile online unter http://www.simplicissimus.info abgerufen und nach Themen durchsucht werden.

Dennoch geht nichts über die Originaldrucke der “bissigen Bulldogge” – stöbern Sie in unserem Katalog nach erschwinglichen Ausgaben!

 
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      Wussten Sie, dass Autoren wie Thomas Mann hier zum ersten Mal veröffentlicht wurden?
4. April 2016

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