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Antiquariate in aller Welt?

von zvab

Betritt man ein Antiquariat, so macht man einen Schritt in eine andere Welt. Und so unterschiedlich diese Welt auch von Antiquariat zu Antiquariat sein mag: bleibt man im eigenen Land, sind doch viele Muster gleich. Da ist beispielsweise der Antiquar zu nennen, der trotz einer endlosen Flut von Büchern stets den Sammler sowie den Suchenden beraten kann. Ein weiteres zentrales Element sind die Bücherschätze, die er ohne Frage in seinem Ladengeschäft hütet und die nur auf Entdeckung warten. Dies mag auf den ersten Blick nach nichts Besonderem klingen, es sind schließlich, unserer Auffassung nach, die unverzichtbaren Ecksteine eines Antiquariats. Doch welche Erfahrungen macht man, wenn man über die Landesgrenzen hinausschaut und einen Blick in die dort heimischen Antiquariate wirft, ihren Antiquaren bei der Arbeit über die Schulter blickt?

Über eine Leserin wurden wir auf folgendes Zitat von Rainer Maria Rilke aufmerksam, das seine persönlichen Eindrücke des französischen Antiquariats schön in Worte fasst:

“Manchmal gehe ich an kleinen Läden vorbei, in der rue de Seine etwa: Händler mit Altsachen oder kleine Buch-Antiquare oder Kupferstichverkäufer mit ganz, ganz vollen Schaufenstern: Nie tritt jemand ein bei ihnen, sie machen offenbar keine Geschäfte: aber man sieht hinein, und sie sitzen und lesen, unbesorgt (und sind doch nicht reich); sorgen nicht um morgen, ängstigen sich nicht um ein Gelingen, haben einen Hund, der vor ihnen sitzt, gut aufgelegt, oder eine Katze, die die Stille um sie noch größer macht, indem sie die Bücherreihen entlangstreicht, als wischte sie die Namen von den Rücken. Ach, wenn das genügte: Ich wünschte manchmal, mir so ein volles Schaufenster zu kaufen und mich mit einem Hund darunterzusetzen für zwanzig Jahre.”

Für uns reihte sich diese Beobachtung ausländischer Antiquariate thematisch nahtlos an den Bericht unseres Händlers des Monats, der infolge seiner eigenen Erfahrungen und Eindrücke aus indischen Antiquariaten folgendes über diese zu berichten weiß:

„Es gibt dort keine Antiquariate. Jedenfalls nicht in dem Sinn, wie wir sie kennen. Es gibt Buchläden, die gebrauchte Bücher verramschen […].“

Diese Einschätzung konnte wiederum von einem Leser mit Einblick in marokkanische Antiquariate ergänzt werden, die seiner Beschreibung nach „in antiquarischen Angeboten relativ gut ausgestattet [..]: aber völlig unsortiert“ sind.

Für uns wirft das alles Fragen auf: Was erwartet uns in den Antiquariaten der Welt? Was können wir dort in den ungeordneten Tiefen eines Bücherstapels vielleicht entdecken – oder auch nicht entdecken?

Welche Erfahrungen haben Sie in Antiquariaten weltweit gemacht?

20. September 2012

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