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Die Räuber vom Liang-Schan-Moor. Aus dem Regal hervorgeholt von Eva Massingue

von litprom

Der Traum der roten Kammer (eine Sittengeschichte im weitesten Sinne des 18. Jahrhunderts), Die Reise nach Westen (ein Bericht über die Reise eines buddhis- tischen Mönches nach Indien), Die Geschichte der Drei Reiche (ein Mammutgeschichtsroman in mindestens 10 Bänden) und Die Räuber vom Liang-Schan-Moor sind die vier klassischen Romane der chinesischen Literatur. Die Räuber vom Liang-Schan-Moor ist dabei mein absoluter Favorit. Es handelt sich um einen echten Volksroman, in Umgangssprache geschrieben, eine Robin-Hood-Geschichte um Song Jian und seine Gefolgsleute, die gegen korrupte kaiserliche Beamte kämpfen und den Armen geben, was sie den Reichen stehlen. Shi Nai’an und Luo Guanzhong werden als diejenigen genannt, die die verschiedenen Versionen um den historischen Volkshelden gesammelt und zusammengeschrieben haben, erschienen sind sie zum ersten Mal im 13. Jahrhundert unter dem Titel Shui Hu Zhuan (Wasserufergeschichte). Der historische Song Jian hat im 12. Jahrhundert gelebt.
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26. Oktober 2009

Kaiser Alexander III. – Der Anfang vom Ende

von wietek

Alexander II.
Als am Ende des „finsteren Jahrsiebts“ 1855 Nikolaus I. starb, atmete ganz Russland auf. Sein Sohn Alexander II. folgte ihm auf dem Thron. Dessen Erzieher und Lehrer war der frühromantische Dichter und Übersetzer (von Goethe, Schiller, Hebel) Wassili Schukowski (*1783, †1852) gewesen, der die aufgeklärten, humanistischen Ideen des europäischen Westens im Vaterländischen Krieg gegen Napoleon (1812) kennengelernt und schon 1822 die Leibeigenschaft auf seinem Landgut abgeschafft hatte. Alexander II. – weiterhin von Schukowski beraten – war von dessen liberalen Vorstellungen geprägt, als er seine Regentschaft begann; die Aufhebung der Leibeigenschaft war eine seiner ersten Reformen. Nach einem Attentatsversuch 1866 nahm er zwar vorübergehend eine restriktivere Haltung ein, doch schließlich erkannte er trotz (oder wegen) eines weiteren Attentats, dass Russland nur durch eine Liberalisierung vorangebracht werden konnte, und begann, noch radikalere Reformen einzuleiten. 1881 kam Alexander II. bei einem Bombenanschlag ums Leben; noch am Morgen hatte er die Bildung eines Ausschusses angeordnet, der die Mitwirkung der öffentlichen Meinung an der Gesetzgebung einführen und festschreiben sollte – ein großer Schritt hin zur Demokratie, der dann aber unterblieb.
Sein Tod war eine Tragödie für Russland.
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19. Oktober 2009

Lettre International Gewinnspiel

von ZVAB
Lettre International - Berlin auf der Couch

Gewinnspiel anlässlich der Sonderausgabe Berlin auf der Couch von Lettre International.

Wir verlosen unter allen Teilnehmern:

  • 2 x Lettre-3-Jahresabonnement
  • 20 x Miniabo à zwei Hefte
  • 3 ZVAB Gutscheine im Wert von je 30.- €

Beantworten Sie uns folgende Frage und nehmen Sie an der Verlosung teil:
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13. Oktober 2009

Eine Bühne für das zeitgenössische Denken

von ZVAB
Lettre International - Berlin auf der Couch

Lettre ist ein interdisziplinäres und kosmopolitisches intellektuelles Forum. Lettre publiziert erstklassige, exklusive Texte von Journalisten, Essayisten, Philosophen, Wissenschaftlern, Romanciers und Dichtern. Das Zusammenspiel spannender Reportagen, gehaltvoller Aufsätze, faszinierender Erzählungen, mutiger Recherchen, sensibler Porträts, inspirierter Interviews, avancierter Kunst und Fotografie hat Lettre zum Leitmedium und zur Lieblingslektüre einer weltoffenen Kulturelite gemacht.
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13. Oktober 2009

Uri Orlev und die Bleisoldaten

von Bardola

Manche der wichtigsten Bücher erscheinen nur durch Zufall in deutscher Sprache oder dank engagierter Fürsprecher. Mirjam Pressler übersetzte 1994 für Elefanten Press Uri Orlevs kurze Autobiografie Das Sandspiel, ein schmales Bändchen, das auf Hebräisch nie erschienen war. Pressler war von dieser knappen Schilderung eines Kinderschicksals im Zweiten Weltkrieg, das Orlev auf Anregung des deutschen Verlages geschrieben hatte, sehr bewegt.

Im Mittelpunkt steht das Kinderspiel zweier Brüder und die Frage: Wie viele Kinder wirst du haben? Der „Prophet″ nimmt eine Handvoll Sand, wirft ihn in die Luft und fängt ihn mit dem Handrücken auf. Natürlich bleiben zu viele Körner übrig und der Vorgang wird wiederholt. Die Sandkörner, die dabei neben die Hand fallen, stehen für jene Kinder, die auf verschiedene Art und Weise verloren gegangen sind. „Ich ging mit meinem Sohn zum Sandkasten und zeigte ihm das Spiel. Und ich erklärte ihm, dass uns die Deutschen ‚in die Luft geworfen’ hätten. Und jedes Mal starben viele Menschen. Aber wir, mein Bruder und ich, fielen immer auf eine sichere Stelle”, erinnert sich Orlev. (Weiterlesen …)

12. Oktober 2009

Ich sammle Joghurtdeckel

von Konecny

  Bild von: Svik

Wenn mein Aluminiumdeckelsammelplastikeimer voll ist, trage ich ihn zum Aluminiumsammelcontainer und schütte eine Handvoll Joghurtdeckel nach der anderen hinein. Ach! Ist das nicht schön? Jaromir – der Joghurtdeckeli-Umweltretter! Der Umweltsünderterminator! Der Aluminator! Leider kann ich gar nicht so viel Joghurt fressen, wie viel Umwelt ich retten möchte. Joghurt! Das klingt so nach… Frische! Wenn eine Firma Scheiße baut, kommt ein Joghurtdeckel drauf, und schon schmeckt Scheiße wie Frischfrucht. Frische Scheiße mit einem Joghurtdeckel mit Lasche und einem Bio-Siegel. Denn Scheiße ist auch ein Naturprodukt!
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5. Oktober 2009