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Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher

Pawel Iwanowitsch Melnikow – Chronist der Altgläubigen

von Hanns-Martin Wietek

   Cover von Na gorach
   (dt. In den Bergen),
   das nicht in deutscher
   Übersetzung vorliegt

Pawel Melnikow war ganz gewiss kein Systemkritiker geschweige denn ein Revolutionär. Ganz im Gegenteil, er war ein – so würde man heute sagen – regierungstreuer, rechtsliberaler Beamter und er starb – darin sind sich alle Quellen einig – „nach einem ruhigen Lebensabend“ im Bett (und zwar am 1. jul / 13.greg Februar 1883 in Nishni Nowgorod).
Seine einzige „Unbotmäßigkeit“ bestand wohl darin, dass er während seines Studiums an einer Studentenfeier teilnahm. Er wurde deswegen nach seiner Promotion für unwürdig gehalten, einen Lehrstuhl für slawische Mundarten zu besetzen.
Aus Melnikows Leben gibt es ansonsten wenig herausragende Ereignisse zu berichten. Die wenigen, die überliefert sind, sind dazu noch – je nachdem von welch politischer Couleur die Berichterstatter waren – unterschiedlich berichtet und gewichtet worden. (Weiterlesen …)

Hanns-Martin Wietek 28. April 2009

Alexas Lelle

von Nicola Bardola

Lelle mit ihrem extrem strapaziösen Teenager-Alltag ist frech, witzig und böse und trägt auch gerne mal dick auf. Andererseits ist sie verletzlich, traurig und allein und findet es schlimm, 15 Jahre alt zu sein. Kuschelig ist das alles nicht: Wenn es Lelle zu viel wird, schlägt sie den Kopf gegen die Wand, raucht Kette, steckt sich nach einer furchtbaren Möhrenmalzeit im Klo den Finger in den Hals, fürchtet den anschließenden Anhauchtest der Mutter und würde oft am liebsten in Ohnmacht fallen, was ihr gelegentlich auch gelingt. Käme nur der TV-Star und streichelte ihr sanft den Rücken… (Weiterlesen …)

Nicola Bardola 21. April 2009

Brüderlich vereint: Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach

von ZVAB

2009 ist sein Jahr: Georg Friedrich Händel wird allerorts gefeiert, seine Opern werden an den diversen Häusern reihenweise neuinszeniert. So gelingt es dem Barockkomponisten, aus dem Schatten seines Zeitgenossen Johann Sebastian Bach zu treten.

Zu Lebzeiten war Händel der weitaus Berühmtere und auch Wohlhabendere der beiden Komponisten. Während Händel in London ein opulentes Leben führte, verscherzte es sich Bach regelmäßig mit seinen Arbeitgebern und hangelte sich von Anstellung zu Anstellung.

Mittlerweile hat sich dieses Bild gewandelt: Bach ist heute der Inbegriff des deutschen Barockkomponisten, an Händel denkt man erst an zweiter Stelle. Bachs Schaffen ist geprägt von der Kirchenmusik, umfasst aber alle damaligen musikalischen Gattungen mit Ausnahme der Oper, Händel hingegen hat sich mit über 40 Opern gerade auf diesem Gebiet einen Namen gemacht. Auf den ersten Blick also keine Gemeinsamkeiten, möchte man meinen. Doch dies täuscht, Bach und Händel sind sich ähnlicher, als man glaubt. (Weiterlesen …)

ZVAB 16. April 2009

Hans Olsson – Rollenspiele

von LesArtige
Hans Olsson - Rollenspiele

In Johans Leben scheint alles perfekt zu sein. Er hat die besten Freunde, die es gibt und seine Eltern sind total in Ordnung. Er spielt Basketball und ist sehr erfolgreich bei den Mädchen! Doch genau das ist sein Problem! Die Mädchen werfen sich ihm zu Füßen, aber er verliebt sich immer in Jungs. Das ist Johans großes Geheimnis, seiner Familie und seinen Freunden kann er sich nicht anvertrauen: Was würden die wohl sagen?

Die Angst vor der Reaktion seiner Freunde lässt Johan fast verrückt werden. Er ist sich sicher, dass sie angeekelt, entsetzt und geschockt reagieren würden. Seine Angst zieht ihn runter, er ist verzweifelt und manchmal schämt er sich oder ekelt sich sogar vor sich selbst. Er lügt, macht Ausflüchte, um sein geheimes Leben zu verstecken und schauspielert. Er spielt in Rollenspiele! (Weiterlesen …)

LesArtige 13. April 2009

Männer auf der Kirmes

von Jaromir Konecny

Der Mann ist ein erfinderisches Geschöpf, wenn’s darum geht, geistige Sachen mittels geistiger Getränke in geistlose Abgründe zu führen. Der Fastenschank zum Beispiel, der letzte Ausschank von Alkohol, hat früher die christliche Fastenzeit eingeleitet, die den Körper fürs Spirituelle reinigen sollte. Die Fastenzeit und das Spirituelle spart man sich mittlerweile, der Fastenschank aber ist uns als Fasching erhalten geblieben, eine jetzt grundlose Sauferei, die jeder Spiritualität spottet. Jahr für Jahr artet somit eine christliche Tradition zu einem mittels Alkohol enthemmten heidnischen Fest aus.
(Weiterlesen …)

Jaromir Konecny 6. April 2009