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Christopher Paul Curtis – Die Watsons fahren nach Birmingham – 1963

von lesartige

Aus dem amerik. Engl. v. Gabriele Haefs
Carlsen Verlag, Hamburg 1996, 196 S., ab 12

Die Watsons sind eine schwarzhäutige Familie, die 1963 in Birmingham den Hass der Weißen auf die Schwarzen erfahren.
Nach einem Bombenanschlag auf die dortige Kirche, steht die Familie unter Schock. Was genau passiert, wird in dem Buch nicht ausgesprochen. Ich musste einige Stellen viermal hintereinander lesen, um alles zu begreifen. Auch warum die Weißen die Bombe legten, wird nicht erklärt – das ist einfach so. Um die Geschichte besser zu verstehen, ist es gut, wenn man schon mehrere Bücher über den Schwarz-Weiß-Konflikt in den USA gelesen hat.
Doch dieser bildet nur den Hintergrund für die eigentliche Geschichte. Die erzählt von den verschiedenen Familienmitgliedern der Watsons und ihren Problemen miteinander. Aus der Perspektive des 13jährige Kenneth Watson lernen wir die Familie kennen, insbesondere Kenneth älteren Bruder Byron. Byron bereitet allen viele Probleme. Deshalb fährt die Familie nach Birmingham zur Oma, bei der Byron sich „bessern“ soll. Hier lernt Kenneth nicht nur seine Oma, sondern auch seinen Bruder richtig kennen. Beide verändern sich. Der Autor beschreibt damit etwas, was wir alle kennen und deshalb konnte ich mich gut in die Figuren einfühlen. Besonders mit Kenneth, der eher still ist, konnte ich mich identifizieren.
Das Buch gefällt mir gut, weil man zwischen den Zeilen lesen und mitdenken muss, weil nicht schon alles da steht. Auch, wenn es mir manchmal zu viel wurde. Und es gefällt mir wegen der vielen witzigen Dialoge, in denen die Personen alles ganz einfach und unverblümt ausdrücken. Wie z.B. Mama Watson, die schon mal jemanden anschreit, wenn er sich nicht an die Regeln hält. Hier und an anderen Stellen habe ich laut gelacht und das Lesen hat einfach Spaß gemacht.
Clara Schattauer, 13 Jahre

In dem Buch „Die Watsons fahren nach Birmingham“ geht es darum, wie wir uns alle verändern (im Sinne von weiterentwickeln oder wie gemeint??) und wie zerstrittensten Geschwister sich auch wieder mögen können.

8. September 2008

2 Kommentare

  1. steffi schrieb am February 17, 2009:

    Das buch ist richtig klasse

  2. ggrtgrtgrth schrieb am April 28, 2011:

    Kenneth ist nicht 13 byron ist dreizehn


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