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	<title>Kommentare zu: Die Dekabristen – Revolution&#228;re f&#252;r Russland</title>
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	<description>das offizielle Blog des ZVAB rund um antiquarische und vergriffene Bücher - Literatur, Kolumnen, Lesetipps und Autoren-Nachrufe.</description>
	<lastBuildDate>Wed, 25 Jan 2012 14:55:55 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Hanns-Martin Wietek</title>
		<link>http://blog.zvab.com/2008/05/14/die-dekabristen-revolutionaere-fuer-russland-2/comment-page-1/#comment-13213</link>
		<dc:creator>Hanns-Martin Wietek</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 16:12:56 +0000</pubDate>
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		<description>Salve Censor Cato alias Coriolanus!

Sie haben mich bei einer Nachl&#228;ssigkeit erwischt!
Nat&#252;rlich haben Sie Recht mit Ihrem Einwand, dass Russland sp&#228;testens seit Peter dem Gro&#223;en kein Feudal- oder St&#228;ndestaat war. Ich habe das „feudal – feudalistisch“ historisch inkorrekt mehr als quidproquo – im Gegensatz zu demokratisch b&#252;rgerlich – verwenden wollen (was viele Leser wahrscheinlich leichter verstehen); imperial klingt nach imperialistisch und assoziiert den falschen Gegenpol, vielleicht verwende ich doch „absolutistisch“, ich muss den Text daraufhin noch einmal pr&#252;fen.

Auf jeden Fall freue ich mich &#252;ber Ihren Kommentar und Ihre Einsch&#228;tzung meines Essays und danke daf&#252;r.

Salutem dicit
Johannes Martinus
Ceterum censeo societatem esse fovendam</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Salve Censor Cato alias Coriolanus!</p>
<p>Sie haben mich bei einer Nachl&#228;ssigkeit erwischt!<br />
Nat&#252;rlich haben Sie Recht mit Ihrem Einwand, dass Russland sp&#228;testens seit Peter dem Gro&#223;en kein Feudal- oder St&#228;ndestaat war. Ich habe das „feudal – feudalistisch“ historisch inkorrekt mehr als quidproquo – im Gegensatz zu demokratisch b&#252;rgerlich – verwenden wollen (was viele Leser wahrscheinlich leichter verstehen); imperial klingt nach imperialistisch und assoziiert den falschen Gegenpol, vielleicht verwende ich doch „absolutistisch“, ich muss den Text daraufhin noch einmal pr&#252;fen.</p>
<p>Auf jeden Fall freue ich mich &#252;ber Ihren Kommentar und Ihre Einsch&#228;tzung meines Essays und danke daf&#252;r.</p>
<p>Salutem dicit<br />
Johannes Martinus<br />
Ceterum censeo societatem esse fovendam</p>
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	<item>
		<title>Von: Coriolan</title>
		<link>http://blog.zvab.com/2008/05/14/die-dekabristen-revolutionaere-fuer-russland-2/comment-page-1/#comment-13208</link>
		<dc:creator>Coriolan</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 20:33:15 +0000</pubDate>
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		<description>Herr Wietek - wenn es um das vorrevolution&#228;re Ru&#223;land geht, sollten Sie den Begriff &quot;feudal&quot; unbedingt vermeiden ! Das zaristische Ru&#223;land unterschied sich von den L&#228;ndern des Westens ja gerade dadurch, da&#223; es NICHT feudalistisch war. Der Feudalismus, so gesehen, war in Westeuropa der Ursprung einer freiheitlichen Entwicklung, die &quot;Glorious Revolution&quot; im England des Jahres 1688 war eine feudale Konterrevolution gegen die Stuart-K&#246;nige, die einen Absolutismus nach franz&#246;sischem Muster in England einf&#252;hren wollten. In Frankreich waren die ersten Vertreter der Aufkl&#228;rung Angeh&#246;rige des anti-absolutistischen Adels, der in den sog. Fronde-Aufst&#228;nden einen Rest an feudaler Autonomie und Polykratie gegen den triumphiernden Zentralismus des K&#246;nigtums zu retten versucht hatte. Das zaristische Ru&#223;land hingegen war, &#252;berspitzt ausgedr&#252;ckt, seit seinen Anf&#228;ngen die staatsf&#246;rmige Negation dessen, was die 240j&#228;hrige Tatarenherrschaft in Ru&#223;land an feudalen Strukturen &#252;briggelassen hatte. Zarismus bedeutete zuallererst: Brechung feudaler Partikularmacht, wie sie zur Zeit der Thronbesteigung Ivans des Schrecklichen in den noch immer einflu&#223;reichen rurikidischen Bojarenfamilien verk&#246;rpert war. Seit der Oppritschnina Ivans des Schrecklichen waren die letzten &#220;berreste mittelalterlicher Feudalit&#228;t in Ru&#223;land geschleift und eine patrimoniale Monarchie an ihre Stelle getreten, die auch &#252;ber die Reform&#228;ra Peters des Gro&#223;en hinaus in ihrer Grundstruktur mehr &#196;hnlichkeit mit orientalischen Despotien wie dem Osmanischen Reich behielt als mit westeurop&#228;ischen absoluten Monarchien.   

Ansonsten haben Sie, finde ich, die Geschichte Ru&#223;lands im fr&#252;hen 19. Jahrhundert gut umrissen. 

Gru&#223;,
Ihr
Coriolan</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Herr Wietek &#8211; wenn es um das vorrevolution&#228;re Ru&#223;land geht, sollten Sie den Begriff &#8220;feudal&#8221; unbedingt vermeiden ! Das zaristische Ru&#223;land unterschied sich von den L&#228;ndern des Westens ja gerade dadurch, da&#223; es NICHT feudalistisch war. Der Feudalismus, so gesehen, war in Westeuropa der Ursprung einer freiheitlichen Entwicklung, die &#8220;Glorious Revolution&#8221; im England des Jahres 1688 war eine feudale Konterrevolution gegen die Stuart-K&#246;nige, die einen Absolutismus nach franz&#246;sischem Muster in England einf&#252;hren wollten. In Frankreich waren die ersten Vertreter der Aufkl&#228;rung Angeh&#246;rige des anti-absolutistischen Adels, der in den sog. Fronde-Aufst&#228;nden einen Rest an feudaler Autonomie und Polykratie gegen den triumphiernden Zentralismus des K&#246;nigtums zu retten versucht hatte. Das zaristische Ru&#223;land hingegen war, &#252;berspitzt ausgedr&#252;ckt, seit seinen Anf&#228;ngen die staatsf&#246;rmige Negation dessen, was die 240j&#228;hrige Tatarenherrschaft in Ru&#223;land an feudalen Strukturen &#252;briggelassen hatte. Zarismus bedeutete zuallererst: Brechung feudaler Partikularmacht, wie sie zur Zeit der Thronbesteigung Ivans des Schrecklichen in den noch immer einflu&#223;reichen rurikidischen Bojarenfamilien verk&#246;rpert war. Seit der Oppritschnina Ivans des Schrecklichen waren die letzten &#220;berreste mittelalterlicher Feudalit&#228;t in Ru&#223;land geschleift und eine patrimoniale Monarchie an ihre Stelle getreten, die auch &#252;ber die Reform&#228;ra Peters des Gro&#223;en hinaus in ihrer Grundstruktur mehr &#196;hnlichkeit mit orientalischen Despotien wie dem Osmanischen Reich behielt als mit westeurop&#228;ischen absoluten Monarchien.   </p>
<p>Ansonsten haben Sie, finde ich, die Geschichte Ru&#223;lands im fr&#252;hen 19. Jahrhundert gut umrissen. </p>
<p>Gru&#223;,<br />
Ihr<br />
Coriolan</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Das Erbe der Dekabristen, Teil 1 &#171; ZVABlog</title>
		<link>http://blog.zvab.com/2008/05/14/die-dekabristen-revolutionaere-fuer-russland-2/comment-page-1/#comment-11133</link>
		<dc:creator>Das Erbe der Dekabristen, Teil 1 &#171; ZVABlog</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Sep 2008 21:25:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.zvab.com/?p=311#comment-11133</guid>
		<description>[...] Artikel: Nikolaj Wassiljewitsch Gogol, die russische SeeleDie Dekabristen – Revolution&#228;re f&#252;r RusslandDie Dekabristen - Revolution&#228;re f&#252;r RusslandDer unbekannte SolschenizynAlexander Issajewitsch [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Artikel: Nikolaj Wassiljewitsch Gogol, die russische SeeleDie Dekabristen – Revolution&#228;re f&#252;r RusslandDie Dekabristen &#8211; Revolution&#228;re f&#252;r RusslandDer unbekannte SolschenizynAlexander Issajewitsch [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Joachim Winsmann</title>
		<link>http://blog.zvab.com/2008/05/14/die-dekabristen-revolutionaere-fuer-russland-2/comment-page-1/#comment-10751</link>
		<dc:creator>Joachim Winsmann</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 May 2008 14:38:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.zvab.com/?p=311#comment-10751</guid>
		<description>Es ist erstaunlich, dass sich au&#223;er Gerhard Dudek und Hans Lemberg kein Slavist gr&#246;&#223;ere M&#252;he gemacht hat,  zum Ph&#228;nomen menschlicher Gr&#246;&#223;e (vor allem bei den Frauen der Dekabristen!)und Schw&#228;che in der Generation Puschkins wissenschaftliche Grundlagenarbeit zu leisten. Jedenfalls hat es den Eindruck, wenn man zu diesem Thema recherchiert. Hoffentlich regt dieser Artikel den einen oder anderen Kollegen aus der Zunft an, dar&#252;ber einmal nachzudenken. JVincey</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist erstaunlich, dass sich au&#223;er Gerhard Dudek und Hans Lemberg kein Slavist gr&#246;&#223;ere M&#252;he gemacht hat,  zum Ph&#228;nomen menschlicher Gr&#246;&#223;e (vor allem bei den Frauen der Dekabristen!)und Schw&#228;che in der Generation Puschkins wissenschaftliche Grundlagenarbeit zu leisten. Jedenfalls hat es den Eindruck, wenn man zu diesem Thema recherchiert. Hoffentlich regt dieser Artikel den einen oder anderen Kollegen aus der Zunft an, dar&#252;ber einmal nachzudenken. JVincey</p>
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