ZVABlog

Direkt zum Inhalt springen

Zur ZVAB Startseite

Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher

Ernst Glaeser – gefeiert, verfemt, vergessen. Zur Karriere eines deutschen Schriftstellers

von tergast

„Ich kann mit diesem Buch wenig anfangen. Das kann an mir liegen. Und deshalb ist der Autor, der eine der saubersten und anständigsten Erscheinungen der jüngern Generation ist, noch lange kein wilder Höllenhund. Er hat Anspruch darauf, gehört zu werden. Der Mann hat episches Talent. Er hat auch einen leisen Humor. Möge er sein Talent von keinem Stoff und von keiner Doktrin auffressen lassen.“

Am 16.12.1930 erscheint in der Weltbühne eine Kritik an Ernst Glaesers gerade erschienenem Roman Frieden. Rezensent Peter Panter, eines der journalistischen alter egos des berühmten Kurt Tucholsky, verleiht darin vor allem mit der letzten Bemerkung einer Hoffnung Ausdruck, die Glaeser auf eindrucksvolle Art und Weise nicht erfüllen konnte.

Der Name Ernst Glaeser hat in der deutschen Literaturgeschichte einen eigentümlichen Beigeschmack, zeigt doch die Karriere dieses Autors Risse und Brüche wie nur wenig andere. Und Ansatzpunkte zur Kritik gibt es, sicherlich, doch ist letztlich alles menschlich, allzumenschlich… (Weiterlesen …)

28. April 2008

Schutzengel aus Porzellan

von konecny

Zum Glück hält mich Karin für einen blöden und ungebildeten Tschechen, der nicht mal weiß, dass es Engel gibt. Meine Schriftstellerei aber toleriert sie. Als Fußballersatz. In einem ganzheitlichen Haushalt ohne Glotze und Triebe muss sich ja auch der Mann irgendwie austoben. Meine Bücher liest Karin grundsätzlich nicht, und so kann ich mich in aller Öffentlichkeit über unser Privatleben ausbreiten. Karin nimmt meine Bücher so wenig wahr, dass ich den Schlüsselroman unserer Ehe sogar In Karin nennen konnte – ohne dass sie’s bis jetzt erfahren hat. Meinem schmählichen Treiben wurde erst durch das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Einhalt geboten.
(Weiterlesen …)

21. April 2008

Die letzten Riesen

von lesartige
Was Jugendliche über das Buch denken:

Leseeindrücke von Vincent Viebig
(11 Jahre)

„Es geschah während eines Spaziergangs über das Hafengelände. Als ich jenen Gegenstand kaufte, der mein Leben verändern sollte – einen riesengroßen Zahn.“ So beginnt das Buch von François Place, dass wie der Name schon sagt, von Riesen handelt. Es handelt von dem englischen Forscher Archibald Leopold Ruthmore, der sich im Jahre 1850 auf die Suche nach dem Ursprung des Zahns macht. Und dabei im Inneren Asiens die angeblich letzten Riesen dieser Welt entdeckt.
(Weiterlesen …)

16. April 2008

Deon Meyer: ein Mann mit Leidenschaften

von litprom

Deon Meyer, der erfolgreiche Autor von Kriminalromanen aus Südafrika, entspricht genau dem Bild, das man sich von einem ehemaligen Rugbyspieler macht. 1958 in Paarl in der westlichen Kap-Provinz in Südafrika geboren, wuchs er in der Goldgräberstadt Klerksdorp auf, leistete seinen Militärdienst im angolanischen Bürgerkrieg ab, studierte an der Potchefstroom-Universität und arbeitete dann als Reporter beim „Volksblad“, einer afrikaanssprachigen Tageszeitung in Bloemfontein. Nach jahrelanger Tätigkeit unter anderem als Pressesprecher, Webdesigner, Manager für BMW Südafrika und in der Werbebranche ist er heute freier Schriftsteller, sein Traumberuf seit seinem 14. Lebensjahr.
(Weiterlesen …)

7. April 2008

Carmen Martin Gaites märchenhaftes New York: Rotkäppchen in Manhattan

von bardola

Wer in diesen dollarschwachen Zeiten das Shoppingparadies New York besuchen will, sollte den Kaufrausch mit einer zauberhaften Prosa begleiten: Die kleine Sarah Allen im roten Regenmantel mit Kapuze und am Arm den mit einer karierten Serviette bedeckten Henkelkorb, ist am Tag ihres zehnten Geburtstages in einer U-Bahn-Station nähe Central Park auf Hilfe angewiesen. Geträumt hat sie schon lange von Manhattan, jener „Insel in der Form eines Schinkens mit einem Spinatkuchen in der Mitte, der Central Park heißt.“ Es ist Sarahs erster selbständiger Ausflug zu ihrer Großmutter nach Manhattan von Brooklyn aus, wo sie allzu behütet im 14. Stockwerk eines Hochhauses wohnt.
(Weiterlesen …)

7. April 2008