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125. Geburtstag

Die Gärten von Dorr

von LesArtige
Was Jugendliche über das Buch denken:

Leseeindrücke von Clara Schattauer
(12 Jahre)

Prinzessin Verliermichnicht muss Kommzurück, den Gärtner, der in ein Samenkorn verwandelt wurde, erlösen. Dazu wandert sie zu den Gärten von Dorr. Die Geschichte wird u.a. von einem Landstreicher erzählt, der der Prinzessin folgt, sie aber nie einholt. Er liebt die Prinzessin und will sie schützen und zu ihrem Vater zurückbringen. Seine Sorge um sie macht seine Sichtweise interessant und die Art und Weise, wie er von der Prinzessin spricht, finde ich besonders schön. Mir gefällt dieses Buch sehr gut, da es mit sehr viel Phantasie geschrieben ist und eine wunderbare Sprache verwendet.

Das merkt man vor allem immer dann, wenn der Landstreicher erzählt. Es gibt auch einen allwissenden Erzähler, doch der weiß manchmal einfach viel zu viel: hier wird oft zu langatmig und zu genau beschrieben. Außerdem finde ich gut, dass die Geschichte einem Märchen ähnelt. Die Charaktere, die vielen Wesen und Hexen, erinnern mich daran. Und wie im Märchen ist die Prinzessin zum Schluss „glücklich bis ans Ende ihres Lebens“. Das finde ich toll. Deshalb empfehle ich das Buch unbedingt weiter!

 

Was Erwachsene über das Buch denken:

Hinter dem breiten, pechschwarzen Wasser liegt Dorr, die verwunschene Stadt. Totenstill sind die Straßen und grau wie Asche. Kein einziger Baum wächst dort, nicht einmal Gras oder Unkraut. Und nirgendwo sind Menschen zu sehen. Nur steinerne Standbilder stehen da und dort vor den Häusern. Aber die Stadt ist nicht gänzlich verlassen. Ein paar uralte Leute leben noch dort und im Gewölbe unter dem Turm hockt Glob, die Kröte und bewacht die tausendjährige Chronik von Dorr.

Nie darf jemand diese Aufzeichnungen in die Hand bekommen… Dorthin, in diese unheimliche, gefährliche Stadt, muss die Prinzessin Verliermichnicht, wenn sie Kommzurück, den Gärtnerjungen, erlösen will. Die schöne Hexe Sirdis hat ihn in eine Blume verwandelt und nur in den Gärten von Dorr kann er seine menschliche Gestalt wiedergewinnen.

(Quelle: Illustrierte Kinderbuch-Bibliographie, hrsg. v. Zentralinstitut für Bibliothekswesen, DDR 1986)

Autor: Paul Biegel
Illustration v. Eva Johanna Rubin
Kinderbuchverlag 1974, Aus d. Niederl., 245 S., ab 11 J.

LesArtige 18. Februar 2008

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