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Paul Nizon – Preis für einen Großstadtnomaden

von grabovszki

Der Schweizer Schriftsteller Paul Nizon erhält den mit 20.000 Euro dotierten Kranichsteiner Literaturpreis 2007. Damit ehrt der Deutsche Literaturfonds das Gesamtwerk des 1929 in Bern geborenen und seit vielen Jahren in Paris lebenden Autors.

Die Jury rühmte Nizons Werk als “eine dichterische Schule des Sehens, die dem Maler Vincent van Gogh die durchdringende Intensität ihrer Wahrnehmung verdankt und dem Schriftsteller Robert Walser das Erschaffen einer ganz aus der Sprache gewonnenen Wirklichkeit”. Der “Großstadtnomade Nizon” erkunde in seinen hochmusikalischen Texten die Fremde vor der eigenen Haustür und habe sich damit als einzigartige Stimme der deutschsprachigen Literatur etabliert.

Zu Nizons bekanntesten Büchern zählen der große Rom-Gesang Canto (1963), der Paris-Roman Das Jahr der Liebe (1981) und Im Bauch des Wals (1989). Der Deutsche Literaturfonds, der den Kranichsteiner Literaturpreis verleiht, förderte zuletzt Nizons Roman Das Fell der Forelle (2005). Die Auszeichnung wird am 18. November in Darmstadt überreicht werden.

In den vergangenen Jahren ging der Kranichsteiner Literaturpreis an Sibylle Lewitscharoff (2006), Martin Mosebach (2005) und Peter Kurzeck (2004). (APA/dpa)

Dieser Beitrag wurde von www.Seite-4.com zur Verfügung gestellt. Aktuelle Buchnachrichten für die Schweiz, Österreich und Deutschland.

 

 

13. August 2007

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